Herford

Ekel-Transport: Joghurtgetränk fuhr angeschnallt auf dem Beifahrersitz

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Sicherheit geht vor. Der Joghurt war zwar viel zu warm gelagert, dafür aber angeschnallt. - © Foto: Polizei
Sicherheit geht vor. Der Joghurt war zwar viel zu warm gelagert, dafür aber angeschnallt. (© Foto: Polizei)

Herford (mt/jhr). Immerhin war das Transportgut angeschnallt - nur leider nicht gekühlt: Die Beamte der Autobahnpolizei Herford haben am Donnerstag einen Kleinlasttransporter auf dem Weg von Hannover nach Ostwestfalen aus dem Verkehr gezogen. Neben mehreren Paletten Joghurtgetränk auf dem Beifahrersitz stellten sie weitere erhebliche Mängel beim Transport von Lebensmitteln fest.

Wie die Polizei berichtet, kontrollierten die Beamten gegen 14 Uhr den Kleintransporter auf der Rastanlage Lipperland Nord. Der 33-jährige Fahrer aus Hannover hatte zwölf Paletten mit je 24 Bechern Joghurtgetränk auf dem Beifahrersitz deponiert, die nur mit einer Temperatur von maximal acht Grad Celsius transportiert werden dürfen. Im Laderaum des Fiat Ducato befanden sich etwa 30 Spieße Dönerfleisch von je 25 Kilogramm, zehn Kästen rohes Hähnchenfleisch, je zwölf Kilogramm, sowie vier Kartons Lammfleisch, je 12 Kilogramm. Das Fleisch wirkte wie mehrfach aufgetaut und lag ungeschützt auf dem verdreckten Laderaumboden.

Die Kerntemperatur des Fleisches war zu hoch. Es war für Imbissbetriebe unter anderem in OWL bestimmt. - © Foto: Polizei
Die Kerntemperatur des Fleisches war zu hoch. Es war für Imbissbetriebe unter anderem in OWL bestimmt. (© Foto: Polizei)

Das Fahrzeug wurde daraufhin zur Lebensmittelüberwachung der Kreises Herford begleitet. Mitarbeiter stellten dort erhebliche Überschreitungen der zulässigen Lager- und Transporttemperaturen fest. Die Kerntemperatur des Fleisches betrug lediglich minus sechs Grad Celsius, statt der erforderlichen minus 18 Grad Celsius. Die Milchprodukte hatten eine Temperatur von 17,8 Grad Celsius und hätten bei unter acht Grad transportiert werden müssen. Des Weiteren wurden bereits teilweise aufgetautes Lamm- und Hähnchenfleisch transportiert.

Die Ware war für Imbissbetriebe im Bereich Ostwestfalen Lippe und südliches Niedersachsen bestimmt. Mitarbeiter des Kreises Herford versiegelten den Transporter und schickten ihn zur Lebensmittelüberwachung der Stadt Hannover. Dort wird die Ware vermutlich entsorgt und über die Höhe des Bußgelds entschieden.

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HerfordEkel-Transport: Joghurtgetränk fuhr angeschnallt auf dem BeifahrersitzHerford (mt/jhr). Immerhin war das Transportgut angeschnallt - nur leider nicht gekühlt: Die Beamte der Autobahnpolizei Herford haben am Donnerstag einen Kleinlasttransporter auf dem Weg von Hannover nach Ostwestfalen aus dem Verkehr gezogen. Neben mehreren Paletten Joghurtgetränk auf dem Beifahrersitz stellten sie weitere erhebliche Mängel beim Transport von Lebensmitteln fest. Wie die Polizei berichtet, kontrollierten die Beamten gegen 14 Uhr den Kleintransporter auf der Rastanlage Lipperland Nord. Der 33-jährige Fahrer aus Hannover hatte zwölf Paletten mit je 24 Bechern Joghurtgetränk auf dem Beifahrersitz deponiert, die nur mit einer Temperatur von maximal acht Grad Celsius transportiert werden dürfen. Im Laderaum des Fiat Ducato befanden sich etwa 30 Spieße Dönerfleisch von je 25 Kilogramm, zehn Kästen rohes Hähnchenfleisch, je zwölf Kilogramm, sowie vier Kartons Lammfleisch, je 12 Kilogramm. Das Fleisch wirkte wie mehrfach aufgetaut und lag ungeschützt auf dem verdreckten Laderaumboden. Das Fahrzeug wurde daraufhin zur Lebensmittelüberwachung der Kreises Herford begleitet. Mitarbeiter stellten dort erhebliche Überschreitungen der zulässigen Lager- und Transporttemperaturen fest. Die Kerntemperatur des Fleisches betrug lediglich minus sechs Grad Celsius, statt der erforderlichen minus 18 Grad Celsius. Die Milchprodukte hatten eine Temperatur von 17,8 Grad Celsius und hätten bei unter acht Grad transportiert werden müssen. Des Weiteren wurden bereits teilweise aufgetautes Lamm- und Hähnchenfleisch transportiert. Die Ware war für Imbissbetriebe im Bereich Ostwestfalen Lippe und südliches Niedersachsen bestimmt. Mitarbeiter des Kreises Herford versiegelten den Transporter und schickten ihn zur Lebensmittelüberwachung der Stadt Hannover. Dort wird die Ware vermutlich entsorgt und über die Höhe des Bußgelds entschieden.