Im Hallenbad Rehman ertrank ein 6-jähriges Kind. - © Jens Reddeker
Im Hallenbad Rehman ertrank ein 6-jähriges Kind. (© Jens Reddeker)

Sechsjähriger im Hallenbad Bad Oeynhausen ertrunken: Schwimmkursleiter angeklagt

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Bad Oeynhausen/Kalletal (ire). Nach dem Tod eines sechsjähriger Jungen während eines Schwimmkurses im Hallenbad in Bad Oeynhausen-Rehme im Januar 2018 hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld nun den 25-jährigen Schwimmkursleiter angeklagt. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, muss sich der Mann wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen verantworten.

Am Samstagvormittag, 20. Januar, wurde ein sechsjähriger Junge aus dem lippischen Kalletal leblos am Boden des Beckens entdeckt. Nach sofort eingeleiteten lebensrettenden Sofortmaßnahmen wurde das Kind ins Johannes-Wesling-Klinikum gebracht. Dort verstarb der Junge an einem durch Sauerstoffmangel verursachten Hirnschaden. „Der Junge ist also ertrunken. Der Mann hat seine Aufsichtspflicht verletzt“, sagte der Oberstaatsanwalt Udo Vennewald gegenüber dem Westfalen-Blatt.

Während des Kurses mit zwölf Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren bemerkte der Schwimmmeister plötzlich das Kind auf dem Grund des Beckens. Nachdem der Junge aus dem Wasser geholt war, wurden unverzüglich Reanimierungsmaßnahmen eingeleitet. Auch der Notarzt und Rettungsdienst wurden direkt alarmiert. Zusätzlich wurde Polizei gegen 11.13 Uhr verständigt.

Die Eltern der Kinder befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in einem Vorraum des Bades. Sie verließen mit ihren Kindern das Hallenbad. Notfallseelsorger kümmerten sich im Mindener Klinikum um die Angehörigen des verstorbenen Kindes und vor Ort um den ebenfalls unter Schock stehenden Schwimmlehrer sowie den Bademeister.

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Sechsjähriger im Hallenbad Bad Oeynhausen ertrunken: Schwimmkursleiter angeklagtBad Oeynhausen/Kalletal (ire). Nach dem Tod eines sechsjähriger Jungen während eines Schwimmkurses im Hallenbad in Bad Oeynhausen-Rehme im Januar 2018 hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld nun den 25-jährigen Schwimmkursleiter angeklagt. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, muss sich der Mann wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen verantworten. Am Samstagvormittag, 20. Januar, wurde ein sechsjähriger Junge aus dem lippischen Kalletal leblos am Boden des Beckens entdeckt. Nach sofort eingeleiteten lebensrettenden Sofortmaßnahmen wurde das Kind ins Johannes-Wesling-Klinikum gebracht. Dort verstarb der Junge an einem durch Sauerstoffmangel verursachten Hirnschaden. „Der Junge ist also ertrunken. Der Mann hat seine Aufsichtspflicht verletzt“, sagte der Oberstaatsanwalt Udo Vennewald gegenüber dem Westfalen-Blatt. Während des Kurses mit zwölf Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren bemerkte der Schwimmmeister plötzlich das Kind auf dem Grund des Beckens. Nachdem der Junge aus dem Wasser geholt war, wurden unverzüglich Reanimierungsmaßnahmen eingeleitet. Auch der Notarzt und Rettungsdienst wurden direkt alarmiert. Zusätzlich wurde Polizei gegen 11.13 Uhr verständigt. Die Eltern der Kinder befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in einem Vorraum des Bades. Sie verließen mit ihren Kindern das Hallenbad. Notfallseelsorger kümmerten sich im Mindener Klinikum um die Angehörigen des verstorbenen Kindes und vor Ort um den ebenfalls unter Schock stehenden Schwimmlehrer sowie den Bademeister.