Schwein in Bielefeld ausgebüxt: Wem gehört das Tier?

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Schwein allein in Bielefeld unterwegs: Wem gehört das Tier? - © Mona Schreiber
Schwein allein in Bielefeld unterwegs: Wem gehört das Tier? (© Mona Schreiber)

Bielefeld (nw). Große Aufregung in Bielefeld-Schröttinghausen: Ein massiges Hängebauchschwein läuft frei durch die Gegend - die Nachricht verbreitete sich am Mittwoch wie ein Lauffeuer. Und die Frage: Wie fängt man solch' ein Tier eigentlich ein?

Die Bielefelderin Mona Schreiber bekam von einer Nachbarin am frühen Nachmittag eine Mitteilung auf dem Handy: "Ich solle doch bitte aufpassen, wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe. Ihr würde ein freilaufendes Hängebauchschwein auf den Feldern zwischen Schröttinghausen und Theesen folgen."

Schon viele vermisste Tiere ermittelt

Anbei sendete die Nachbarin Fotos von dem besagten Schwein. "Im ersten Moment musste ich lachen, aber dann setzte auch sofort wieder mein Tierschutzimpuls ein und so überlegte ich, wie man ein Schwein einfängt."

Wie so oft aktivierte Mona Schreiber Swetlana Scheel und Evi Waterboer aus der Facebookgruppe "entlaufende/gefundene Tiere Bielefeld Jöllenbeck und Umgebung". "Wir haben schon oft zusammen vermisste Tiere gesucht oder gefundene Tiere zum Besitzer zurück geführt."

Lief alleine durch den Schröttinghauser Wald: Bärbel. Jetzt wird der Besitzer gesucht. - © Mona Schreiber
Lief alleine durch den Schröttinghauser Wald: Bärbel. Jetzt wird der Besitzer gesucht. (© Mona Schreiber)


Allerdings nahm jemand anderes den Frauen die Arbeit ab: Die Mitarbeiterin eines Reiterhof hatte das Schwein fachmännisch in eine Pferdebox gelockt. Eine kleine Rundfahrt bei benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben ergab keine Hinweise auf den Halter des Schweins.

Gnadenhof hilft aus

Der Gnadenhof Dorf Sentana erklärte sich schließlich bereit, das Tier zunächst in Pflege zu nehmen und für die Futterkosten aufzukommen. Doch wie transportiert man ein dezent schlecht gelauntes 60-Kilogramm-Hängebauchschwein von A nach B?

Ein Landwirt aus dem Kreis Herford erklärte sich schließlich bereit, das Schwein zu transportierten. "Wir hätten ihn küssen können." Beim Verladen erfuhren die umstehenden Damen, dass es sich bei dem auf "Bärbel" getauften Tier um einen Eber handelt. Daraufhin wurde von Bärbel kurzerhand in "der Bärbel" umbenannt.

Inzwischen ist klar: Der Bärbel ist ein kastrierter junger Mann, gepflegt und gesund. "Es muss sich also jemand um ihn gekümmert haben." Eine Ohrmarke oder einen Chip trägt der Bärbel nicht.

Hinweise auf den Besitzer von dem Bärbel unter bielefeld@nw.de

Hier ist Bärbel zum ersten Mal gesichtet worden. - © Mona Schreiber
Hier ist Bärbel zum ersten Mal gesichtet worden. (© Mona Schreiber)

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Schwein in Bielefeld ausgebüxt: Wem gehört das Tier?Bielefeld (nw). Große Aufregung in Bielefeld-Schröttinghausen: Ein massiges Hängebauchschwein läuft frei durch die Gegend - die Nachricht verbreitete sich am Mittwoch wie ein Lauffeuer. Und die Frage: Wie fängt man solch' ein Tier eigentlich ein? Die Bielefelderin Mona Schreiber bekam von einer Nachbarin am frühen Nachmittag eine Mitteilung auf dem Handy: "Ich solle doch bitte aufpassen, wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe. Ihr würde ein freilaufendes Hängebauchschwein auf den Feldern zwischen Schröttinghausen und Theesen folgen." Schon viele vermisste Tiere ermittelt Anbei sendete die Nachbarin Fotos von dem besagten Schwein. "Im ersten Moment musste ich lachen, aber dann setzte auch sofort wieder mein Tierschutzimpuls ein und so überlegte ich, wie man ein Schwein einfängt." Wie so oft aktivierte Mona Schreiber Swetlana Scheel und Evi Waterboer aus der Facebookgruppe "entlaufende/gefundene Tiere Bielefeld Jöllenbeck und Umgebung". "Wir haben schon oft zusammen vermisste Tiere gesucht oder gefundene Tiere zum Besitzer zurück geführt." Allerdings nahm jemand anderes den Frauen die Arbeit ab: Die Mitarbeiterin eines Reiterhof hatte das Schwein fachmännisch in eine Pferdebox gelockt. Eine kleine Rundfahrt bei benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben ergab keine Hinweise auf den Halter des Schweins. Gnadenhof hilft aus Der Gnadenhof Dorf Sentana erklärte sich schließlich bereit, das Tier zunächst in Pflege zu nehmen und für die Futterkosten aufzukommen. Doch wie transportiert man ein dezent schlecht gelauntes 60-Kilogramm-Hängebauchschwein von A nach B? Ein Landwirt aus dem Kreis Herford erklärte sich schließlich bereit, das Schwein zu transportierten. "Wir hätten ihn küssen können." Beim Verladen erfuhren die umstehenden Damen, dass es sich bei dem auf "Bärbel" getauften Tier um einen Eber handelt. Daraufhin wurde von Bärbel kurzerhand in "der Bärbel" umbenannt. Inzwischen ist klar: Der Bärbel ist ein kastrierter junger Mann, gepflegt und gesund. "Es muss sich also jemand um ihn gekümmert haben." Eine Ohrmarke oder einen Chip trägt der Bärbel nicht. Hinweise auf den Besitzer von dem Bärbel unter bielefeld@nw.de