Symbolfoto: dpa - © Patrick Pleul
Symbolfoto: dpa (© Patrick Pleul)

SEK-Einsatz: Pakistaner schlägt mit Hammer auf Kopf ein

Nina Könemann

Bad Oeynhausen (mt). Ein Pakistaner hat am Mittwochnachmittag in einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Oeynhausen mit einem Hammer auf seinen Schädel eingeschlagen und einen Großeinsatz der Polizei und des SEK ausgelöst. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann sich bei der Tat schwer verletzt hat. Im Anschluss verschanzte er sich mit einem Messer in seinem Zimmer, um den Einsatzkräften zu entgehen. Dritte bedrohte er nicht.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei rastete der 30-Jährige gegen 15.30 Uhr in einer Flüchtlingsunterkunft an der Mindener Straße aus. Mit einem Hammer schlug er mehrfach auf seinen Kopf ein, die Wunde blutete stark.

Rettungskräfte konnten dem Mann nicht helfen, da er jegliche Unterstützung verweigerte. Bei Eintreffen der Polizei verlor er dann gänzlich die Kontrolle und verschanzte sich mit einem Messer allein in seinem Zimmer. „Wir haben dann die Spezialeinsatzkräfte aus Bielefeld sowie eine Verhandlungsgruppe aus Münster angefordert“, berichtet Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Weitere Personen habe der Mann nicht bedroht und auch nicht verletzt. Dennoch entschied die Einsatzleitung, das Gelände großflächig zu räumen.

Gegen 17 Uhr stürmte das SEK dann das Zimmer des Pakistaners und nahm ihn fest. Er wurde zur Behandlung ins Johannes-Wesling-Klinikum nach Minden gebracht. Wie schwer seine Verletzungen sind, ist noch unklar. Ebenso, warum der 30-Jährige sich selbst verletzte.

Laut Auskunft von Ralf Steinmeyer ist er bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Ob er womöglich abgeschoben werden sollte und wie lange er sich bereits in Deutschland aufhält, soll noch geklärt werden. Vor Ort war neben den Einsatzkräften unter anderem auch der für ihn zuständige Betreuer der Stadt.

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SEK-Einsatz: Pakistaner schlägt mit Hammer auf Kopf einNina KönemannBad Oeynhausen (mt). Ein Pakistaner hat am Mittwochnachmittag in einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Oeynhausen mit einem Hammer auf seinen Schädel eingeschlagen und einen Großeinsatz der Polizei und des SEK ausgelöst. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann sich bei der Tat schwer verletzt hat. Im Anschluss verschanzte er sich mit einem Messer in seinem Zimmer, um den Einsatzkräften zu entgehen. Dritte bedrohte er nicht. Nach ersten Ermittlungen der Polizei rastete der 30-Jährige gegen 15.30 Uhr in einer Flüchtlingsunterkunft an der Mindener Straße aus. Mit einem Hammer schlug er mehrfach auf seinen Kopf ein, die Wunde blutete stark. Rettungskräfte konnten dem Mann nicht helfen, da er jegliche Unterstützung verweigerte. Bei Eintreffen der Polizei verlor er dann gänzlich die Kontrolle und verschanzte sich mit einem Messer allein in seinem Zimmer. „Wir haben dann die Spezialeinsatzkräfte aus Bielefeld sowie eine Verhandlungsgruppe aus Münster angefordert“, berichtet Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Weitere Personen habe der Mann nicht bedroht und auch nicht verletzt. Dennoch entschied die Einsatzleitung, das Gelände großflächig zu räumen. Gegen 17 Uhr stürmte das SEK dann das Zimmer des Pakistaners und nahm ihn fest. Er wurde zur Behandlung ins Johannes-Wesling-Klinikum nach Minden gebracht. Wie schwer seine Verletzungen sind, ist noch unklar. Ebenso, warum der 30-Jährige sich selbst verletzte. Laut Auskunft von Ralf Steinmeyer ist er bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Ob er womöglich abgeschoben werden sollte und wie lange er sich bereits in Deutschland aufhält, soll noch geklärt werden. Vor Ort war neben den Einsatzkräften unter anderem auch der für ihn zuständige Betreuer der Stadt.