Zwei der Unfallwagen stehen in verschiedenen Richtungen auf der Fahrbahn. Der Verkehr musste vorbeigeleitet werden. NW- - © Foto: Andreas Eickhoff
Zwei der Unfallwagen stehen in verschiedenen Richtungen auf der Fahrbahn. Der Verkehr musste vorbeigeleitet werden. NW- (© Foto: Andreas Eickhoff)

15 Verletzte bei Unfällen auf der A2 nahe Herzebrock-Clarholz

veröffentlicht

Oelde/Herzebrock-Clarholz. 15 Verletzte forderten am Donnerstagmittag gegen 12.30 Uhr drei Unfälle unmittelbar vor der Einfahrt zum Parkplatz "Am Berge" auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von bis zu vier Kilometern.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war es zunächst zu einer Karambolage zwischen einem Alfa Romeo und einem Wohnmobil gekommen. Ein Opel aus dem Kreis Höxter wurde durch umherfliegende Teile leicht beschädigt.

Als sich der Verkehr hinter der Unfallstelle staute, erkannte die Fahrerin einer A-Klasse aus Dortmund (76) die Situation zu spät und fuhr auf einen Mercedes der E-Klasse auf, der wiederum auf einen Toyota prallte.

Die vier Insassen des Toyota (drei Erwachsene und ein Kleinkind) wurden ebenso verletzt wie drei Insassen in der A-Klasse und jeweils zwei in der E-Klasse und in dem Opel. Die beiden Insassen des Wohnmobils sowie der Fahrer des Alfa blieben unverletzt.

Trotz aufgestellter Stauwarn-Schilder übersah wenig später ein 30-jähriger VW-Fahrer aus Dortmund die Situation und kollidierte am Stauende mit einem 32-jährigen Lexus-Fahrer aus Minden. Hierbei wurden drei weitere Personen leicht, einer schwer verletzt.

Zur Versorgung der Verletzten wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert: Drei Notärzte sowie sechs Rettungswagen eilten ebenso zur Unfallstelle wie der Leitende Notarzt und der Organisationsleiter Rettungsdienst. Die Verletzten wurden nach einer ersten Behandlung an der Unfallstelle in Krankenhäuser nach Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh und Ahlen gebracht. Die Sachschadenssumme der Unfälle beziffert die Polizei mit 80.000 Euro.

Polizeibeamte sperrten während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund zwei Stunden lang den rechten und mittleren Fahrstreifen in Richtung Hannover.

Die Polizei lobte, dass die Verkehrsteilnehmer "vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet" hatten. Bis auf eine Ausnahme. Ein uneinsichtiger 38-jähriger Audi-Fahrer aus Soest sei hinter einem Abschleppwagen an allen im Stau stehenden Fahrzeugen vorbeigefahren. Der Fahrer wurde von der Polizei angehalten. Während der Kontrolle des Audi-Fahrers klatschten die anderen Verkehrsteilnehmer laut Polizei Beifall.

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15 Verletzte bei Unfällen auf der A2 nahe Herzebrock-ClarholzOelde/Herzebrock-Clarholz. 15 Verletzte forderten am Donnerstagmittag gegen 12.30 Uhr drei Unfälle unmittelbar vor der Einfahrt zum Parkplatz "Am Berge" auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von bis zu vier Kilometern. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war es zunächst zu einer Karambolage zwischen einem Alfa Romeo und einem Wohnmobil gekommen. Ein Opel aus dem Kreis Höxter wurde durch umherfliegende Teile leicht beschädigt. Als sich der Verkehr hinter der Unfallstelle staute, erkannte die Fahrerin einer A-Klasse aus Dortmund (76) die Situation zu spät und fuhr auf einen Mercedes der E-Klasse auf, der wiederum auf einen Toyota prallte. Die vier Insassen des Toyota (drei Erwachsene und ein Kleinkind) wurden ebenso verletzt wie drei Insassen in der A-Klasse und jeweils zwei in der E-Klasse und in dem Opel. Die beiden Insassen des Wohnmobils sowie der Fahrer des Alfa blieben unverletzt. Trotz aufgestellter Stauwarn-Schilder übersah wenig später ein 30-jähriger VW-Fahrer aus Dortmund die Situation und kollidierte am Stauende mit einem 32-jährigen Lexus-Fahrer aus Minden. Hierbei wurden drei weitere Personen leicht, einer schwer verletzt. Zur Versorgung der Verletzten wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert: Drei Notärzte sowie sechs Rettungswagen eilten ebenso zur Unfallstelle wie der Leitende Notarzt und der Organisationsleiter Rettungsdienst. Die Verletzten wurden nach einer ersten Behandlung an der Unfallstelle in Krankenhäuser nach Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh und Ahlen gebracht. Die Sachschadenssumme der Unfälle beziffert die Polizei mit 80.000 Euro. Polizeibeamte sperrten während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund zwei Stunden lang den rechten und mittleren Fahrstreifen in Richtung Hannover. Die Polizei lobte, dass die Verkehrsteilnehmer "vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet" hatten. Bis auf eine Ausnahme. Ein uneinsichtiger 38-jähriger Audi-Fahrer aus Soest sei hinter einem Abschleppwagen an allen im Stau stehenden Fahrzeugen vorbeigefahren. Der Fahrer wurde von der Polizei angehalten. Während der Kontrolle des Audi-Fahrers klatschten die anderen Verkehrsteilnehmer laut Polizei Beifall.