Der Bückeberg bei Hameln, wo die Nazis von 1933 bis 1937 das «Reichserntedankfest» feierten. In der Mitte ist noch der ehemalige "Führerweg" zu erkennen. Der Historiker Gelderblom setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, an die Aufmärsche zu erinnern, bei denen Tausende Hitler wie einem Superstar zujubelten. - © Foto: Ole Spata/dpa
Der Bückeberg bei Hameln, wo die Nazis von 1933 bis 1937 das «Reichserntedankfest» feierten. In der Mitte ist noch der ehemalige "Führerweg" zu erkennen. Der Historiker Gelderblom setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, an die Aufmärsche zu erinnern, bei denen Tausende Hitler wie einem Superstar zujubelten. (© Foto: Ole Spata/dpa)

Kreistag entscheidet über NS-Erinnerungsort Bückeberg

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Hameln (dpa/lni). Über die Errichtung eines Erinnerungs- und Lernortes am Bückeberg entscheidet am Dienstag (15.00 Uhr) der Kreistag des Landkreises Hameln-Pyrmont. Der Hügel war eine zentrale Propagandastätte der Nazis, zwischen 1933 und 1937 jubelten hier Hunderttausende Adolf Hitler zu. Auf dem ehemaligen Festplatz soll ein geschwungener Grasweg mit Informationsinseln entstehen, die über die Geschichte des Bückebergs und die NS-Ideologie Auskunft geben. Doch vor allem bei Anwohnern gibt es Widerstand gegen das Projekt, für das der Landkreis gemeinsam mit dem Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte eine gemeinnützige GmbH gründen will.

«Wir möchten eine Aufarbeitung des Bückebergs, aber nicht große bauliche Veränderung am Berg selbst», sagte Timo Schriegel, ein Sprecher der Kritiker-Gruppe, die hohe Folgekosten befürchtet. Auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung stehen drei Gegenanträge von den Fraktionen AfD, CDU sowie FDP-DU.

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Kreistag entscheidet über NS-Erinnerungsort BückebergHameln (dpa/lni). Über die Errichtung eines Erinnerungs- und Lernortes am Bückeberg entscheidet am Dienstag (15.00 Uhr) der Kreistag des Landkreises Hameln-Pyrmont. Der Hügel war eine zentrale Propagandastätte der Nazis, zwischen 1933 und 1937 jubelten hier Hunderttausende Adolf Hitler zu. Auf dem ehemaligen Festplatz soll ein geschwungener Grasweg mit Informationsinseln entstehen, die über die Geschichte des Bückebergs und die NS-Ideologie Auskunft geben. Doch vor allem bei Anwohnern gibt es Widerstand gegen das Projekt, für das der Landkreis gemeinsam mit dem Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte eine gemeinnützige GmbH gründen will. «Wir möchten eine Aufarbeitung des Bückebergs, aber nicht große bauliche Veränderung am Berg selbst», sagte Timo Schriegel, ein Sprecher der Kritiker-Gruppe, die hohe Folgekosten befürchtet. Auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung stehen drei Gegenanträge von den Fraktionen AfD, CDU sowie FDP-DU.