Sieger-Selfie nach der Bundestagswahl 2017 mit dem Bruder: Kerstin Vieregge mit ihrem Bruder Henning. - © Thomas Reineke/nw
Sieger-Selfie nach der Bundestagswahl 2017 mit dem Bruder: Kerstin Vieregge mit ihrem Bruder Henning. (© Thomas Reineke/nw)

Steuerbetrug: Neue Vorwürfe gegen CDU-Chefin Vieregge

Marianne Schwarzer

Detmold (nw). In der lippischen CDU-Kreisgeschäftsstelle soll es Missstände gegeben haben. Es geht unter anderem um den Vorwurf gegen die CDU-Kreischefin und Bundestagsabgeordnete, Kerstin Vieregge, und den lippischen Ex-Landrat Friedel Heuwinkel, Fahrtkosten nicht korrekt abgerechnet zu haben.

Ein Dossier, das dieser Zeitung vorliegt, hatte der noch amtierende Kreisgeschäftsführer Lennart Hildebrand seinem Chef, dem Generalsekretär der Landes-CDU, Josef Hovenjürgen, geschickt. Darin schildert er Hintergründe aus der Kreisgeschäftsstelle. Wie berichtet, nimmt Hildebrand nach Unstimmigkeiten mit Vieregge seinen Hut.

In den Unterlagen geht es darum, dass Vieregge und Heuwinkel in einem Auto zu Terminen gefahren sein sollen, aber beide Fahrtkosten geltend machten. Heuwinkel habe dafür zwar keine Erstattung, aber eine Spendenquittung erhalten, die ihm nicht zugestanden habe. Das sei "letztlich Steuerbetrug". Zudem habe Vieregge bis September 2016 monatlich 400 Euro von der Partei für Buchhalter-Tätigkeiten bekommen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

Während Vieregge nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung stand, gab sich Friedel Heuwinkel angesichts der Vorwürfe gelassen: Er habe es nicht nötig, sich über Spendenquittungen Steuervergünstigen zu erschleichen, weil er ohnehin kaum mehr absetzen könne, als er schon an Mitgliedsbeiträgen an die Partei zahle.

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Steuerbetrug: Neue Vorwürfe gegen CDU-Chefin ViereggeMarianne SchwarzerDetmold (nw). In der lippischen CDU-Kreisgeschäftsstelle soll es Missstände gegeben haben. Es geht unter anderem um den Vorwurf gegen die CDU-Kreischefin und Bundestagsabgeordnete, Kerstin Vieregge, und den lippischen Ex-Landrat Friedel Heuwinkel, Fahrtkosten nicht korrekt abgerechnet zu haben. Ein Dossier, das dieser Zeitung vorliegt, hatte der noch amtierende Kreisgeschäftsführer Lennart Hildebrand seinem Chef, dem Generalsekretär der Landes-CDU, Josef Hovenjürgen, geschickt. Darin schildert er Hintergründe aus der Kreisgeschäftsstelle. Wie berichtet, nimmt Hildebrand nach Unstimmigkeiten mit Vieregge seinen Hut. In den Unterlagen geht es darum, dass Vieregge und Heuwinkel in einem Auto zu Terminen gefahren sein sollen, aber beide Fahrtkosten geltend machten. Heuwinkel habe dafür zwar keine Erstattung, aber eine Spendenquittung erhalten, die ihm nicht zugestanden habe. Das sei "letztlich Steuerbetrug". Zudem habe Vieregge bis September 2016 monatlich 400 Euro von der Partei für Buchhalter-Tätigkeiten bekommen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Während Vieregge nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung stand, gab sich Friedel Heuwinkel angesichts der Vorwürfe gelassen: Er habe es nicht nötig, sich über Spendenquittungen Steuervergünstigen zu erschleichen, weil er ohnehin kaum mehr absetzen könne, als er schon an Mitgliedsbeiträgen an die Partei zahle.