Gelebte Demokratie: Portaner Beirat erhält Auszeichnung für Zeitzeugengespräche Senioren warnen vor Neonazis Porta Westfalica/Dortmund (mt/dh). Ausgezeichnete Arbeit: Der Portaner Seniorenbeirat ist für seine Zeitzeugengespräche geehrt worden. Die heimische Delegation machte sich auf den Weg nach Dortmund, um mit anderen ehrenamtlich tätigen Gruppen aus Nordrhein-Westfalen Dank und Anerkennung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz entgegenzunehmen.In seiner Begrüßungsansprache in der voll besetzten Bürgerhalle des Rathauses beschrieb der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau Dortmund als weltoffene, tolerante und sportfreudige Stadt. Bürgerschaftliches Engagement werde dort besonders deutlich, wo Rechtsradikale versuchten, Einfluss im öffentlichen Leben zu nehmen.Stellvertretend für andere Portaner Zeitzeugen nahmen Irmingard Rachfall und Walter Kramer die Urkunde aus den Händen von Leo Monz, Mitglied im Beirat des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, entgegen.In einem Gespräch mit dem Moderator betonten die Senioren, dass der Hauptakzent ihrer Gespräche mit den Jugendlichen an weiterführenden Schulen darauf gerichtet ist, vor den Umtrieben der Neonazis zu warnen. Diese verstünden es, mithilfe moderner Medien junge Menschen zu begeistern; ähnlich wie es die Nationalsozialisten 80 Jahre zuvor taten.Der Seniorenbeirat hatte bereits im Dezember die Nachricht erhalten, für seine Aufklärungsarbeit ausgezeichnet zu werden. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.Die Serie der Zeitzeugengespräche begann 2008 und wird in diesem Jahr fortgesetzt. Die Senioren besuchen ungefähr ein halbes Dutzend Mal pro Jahr die Schulen.Der Festakt in Dortmund hat den Portanern gut gefallen. Resümee des Beirats: "Bei dieser Veranstaltung wurde wieder einmal deutlich, dass auch die ältere Generation das gesellschaftliche Leben aktiv mitgestaltet und sich immer wieder mit aktuellen Themen einbringt."

Gelebte Demokratie: Portaner Beirat erhält Auszeichnung für Zeitzeugengespräche

Porta Westfalica/Dortmund (mt/dh). Ausgezeichnete Arbeit: Der Portaner Seniorenbeirat ist für seine Zeitzeugengespräche geehrt worden.

Irmingard Rachfall präsentiert die Urkunde, die sie stellvertretend für den Seniorenbeirat erhalten hat. Rechts sind einige Portaner zu erkennen, die zur Preisverleihung nach Dortmund fuhren, darunter auch Bürgermeister Stephan Böhme. - © Foto: pr.
Irmingard Rachfall präsentiert die Urkunde, die sie stellvertretend für den Seniorenbeirat erhalten hat. Rechts sind einige Portaner zu erkennen, die zur Preisverleihung nach Dortmund fuhren, darunter auch Bürgermeister Stephan Böhme. - © Foto: pr.

Die heimische Delegation machte sich auf den Weg nach Dortmund, um mit anderen ehrenamtlich tätigen Gruppen aus Nordrhein-Westfalen Dank und Anerkennung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz entgegenzunehmen.

In seiner Begrüßungsansprache in der voll besetzten Bürgerhalle des Rathauses beschrieb der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau Dortmund als weltoffene, tolerante und sportfreudige Stadt. Bürgerschaftliches Engagement werde dort besonders deutlich, wo Rechtsradikale versuchten, Einfluss im öffentlichen Leben zu nehmen.

Stellvertretend für andere Portaner Zeitzeugen nahmen Irmingard Rachfall und Walter Kramer die Urkunde aus den Händen von Leo Monz, Mitglied im Beirat des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, entgegen.

In einem Gespräch mit dem Moderator betonten die Senioren, dass der Hauptakzent ihrer Gespräche mit den Jugendlichen an weiterführenden Schulen darauf gerichtet ist, vor den Umtrieben der Neonazis zu warnen. Diese verstünden es, mithilfe moderner Medien junge Menschen zu begeistern; ähnlich wie es die Nationalsozialisten 80 Jahre zuvor taten.

Der Seniorenbeirat hatte bereits im Dezember die Nachricht erhalten, für seine Aufklärungsarbeit ausgezeichnet zu werden. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

Die Serie der Zeitzeugengespräche begann 2008 und wird in diesem Jahr fortgesetzt. Die Senioren besuchen ungefähr ein halbes Dutzend Mal pro Jahr die Schulen.

Der Festakt in Dortmund hat den Portanern gut gefallen. Resümee des Beirats: "Bei dieser Veranstaltung wurde wieder einmal deutlich, dass auch die ältere Generation das gesellschaftliche Leben aktiv mitgestaltet und sich immer wieder mit aktuellen Themen einbringt."

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