Rechtschreibreform liefert den Stoff für Kunstwerke Gesamtschüler stellen ihre Werke aus / "Besonders gern male ich Augen" / Alte Schulbücher bearbeitet Von Gisela Schwarze Porta Westfalica-Hausberge (GS). Kunstvielfalt können Besucher der Portaner Stadtsparkassen-Zentrale am Kirchsiek bewundern. Gesamtschüler präsentieren bis zum 25. Mai auf zwei Etagen sehenswerte Ergebnisse aus ihrem Kunstunterricht. "Kunst ist ein Gewinn für die Schaffensfreude. Sie bewegt einerseits den Betrachter, andererseits den Schaffenden selbst", sagte Bürgermeister Stephan Böhme während der Vernissage. Kunst könne neue Sichtweisen anbieten. Gemeinsam mit der Pädagogin Natascha Klatz, der Kunst-Fachkonferenzvorsitzenden, und Christof Kuczera, Marketing-Leiter der Sparkasse, eröffnete Böhme die Ausstellung.In Selbstbildnissen, perspektivischem Malen, Kohlezeichnungen oder auch in figürlichen Modellen und Installationen zeigen die Schülerinnen und Schüler aus den Stufen fünf bis dreizehn die Vielschichtigkeit ihres Kunstunterrichts. Spezielle Kunstklassen in der Unter- und Mittelstufe bescheren den Mädchen und Jungen wöchentlich eine zusätzliche Kunststunde zur Vertiefung der kreativen und gestalterischen Neigungen.Die 18-jährige Shalien Schmidt aus der Stufe 12 besuchte diese Kunstklasse und profitierte davon während ihrer gesamten Schullaufbahn. "Meine Liebe zum Zeichnen und Malen erhielt immer neue Impulse. Wahrscheinlich werde ich mich beruflich der Kunst widmen. Lehrerin für Kunst und Musik ist mein gegenwärtiges Ziel."Mit drei Werken bereichert Shalien die Ausstellung, dabei ein Selbstbildnis, das sie in verdünntem Acryl malte. "Besonders gern male ich bei Gesichtern die Augen. Der Reiz liegt für mich darin, sie ausdruckvoll und real zu gestalten", erzählt die junge Künstlerin. Lange habe sie Porträts in Kohle gezeichnet, nun sei sie zu Farbe übergegangen.Bemerkenswert: Die Rechtschreibreform half der Kunstlehrerin Roswitha Hillebrand dabei, mit ihren Schülern Installationen zu kreieren: "Die nach der Reform ausrangierten Schulbücher haben wir teilweise aus Containern geholt, um sie für Kunstobjekte zu verwenden." Die Bücher wurden bemalt, beklebt und zu Installationen verbaut.Jan Plitnick, Auresi Kameri und Nadina Hantschmann aus der 7b gehören zu den Künstlern, denen die Installationen mit den Büchern riesigen Spaß bereiteten. "Solche Arbeiten im Kunstunterricht wünschen wir uns noch einmal."

Rechtschreibreform liefert den Stoff für Kunstwerke

Porta Westfalica-Hausberge (GS). Kunstvielfalt können Besucher der Portaner Stadtsparkassen-Zentrale am Kirchsiek bewundern. Gesamtschüler präsentieren bis zum 25. Mai auf zwei Etagen sehenswerte Ergebnisse aus ihrem Kunstunterricht.

Shalien Schmidt (r.) zählt zu den jungen Künstlern, deren Bilder noch zwei Wochen lang in der Stadtsparkasse in Hausberge zu sehen sind. - © Foto: Gisela Schwarze
Shalien Schmidt (r.) zählt zu den jungen Künstlern, deren Bilder noch zwei Wochen lang in der Stadtsparkasse in Hausberge zu sehen sind. - © Foto: Gisela Schwarze

"Kunst ist ein Gewinn für die Schaffensfreude. Sie bewegt einerseits den Betrachter, andererseits den Schaffenden selbst", sagte Bürgermeister Stephan Böhme während der Vernissage. Kunst könne neue Sichtweisen anbieten. Gemeinsam mit der Pädagogin Natascha Klatz, der Kunst-Fachkonferenzvorsitzenden, und Christof Kuczera, Marketing-Leiter der Sparkasse, eröffnete Böhme die Ausstellung.

In Selbstbildnissen, perspektivischem Malen, Kohlezeichnungen oder auch in figürlichen Modellen und Installationen zeigen die Schülerinnen und Schüler aus den Stufen fünf bis dreizehn die Vielschichtigkeit ihres Kunstunterrichts. Spezielle Kunstklassen in der Unter- und Mittelstufe bescheren den Mädchen und Jungen wöchentlich eine zusätzliche Kunststunde zur Vertiefung der kreativen und gestalterischen Neigungen.

Die 18-jährige Shalien Schmidt aus der Stufe 12 besuchte diese Kunstklasse und profitierte davon während ihrer gesamten Schullaufbahn. "Meine Liebe zum Zeichnen und Malen erhielt immer neue Impulse. Wahrscheinlich werde ich mich beruflich der Kunst widmen. Lehrerin für Kunst und Musik ist mein gegenwärtiges Ziel."

Mit drei Werken bereichert Shalien die Ausstellung, dabei ein Selbstbildnis, das sie in verdünntem Acryl malte. "Besonders gern male ich bei Gesichtern die Augen. Der Reiz liegt für mich darin, sie ausdruckvoll und real zu gestalten", erzählt die junge Künstlerin. Lange habe sie Porträts in Kohle gezeichnet, nun sei sie zu Farbe übergegangen.

Bemerkenswert: Die Rechtschreibreform half der Kunstlehrerin Roswitha Hillebrand dabei, mit ihren Schülern Installationen zu kreieren: "Die nach der Reform ausrangierten Schulbücher haben wir teilweise aus Containern geholt, um sie für Kunstobjekte zu verwenden." Die Bücher wurden bemalt, beklebt und zu Installationen verbaut.

Jan Plitnick, Auresi Kameri und Nadina Hantschmann aus der 7b gehören zu den Künstlern, denen die Installationen mit den Büchern riesigen Spaß bereiteten. "Solche Arbeiten im Kunstunterricht wünschen wir uns noch einmal."

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