SPD-Fraktion lässt Bettensteuer von Verwaltung prüfen Nach Katzensteuer weitere Abgabe in der Diskussion / Lesermeinung: Dumme Ideen von Ratsherren besteuern Porta Westfalica (dh). Wer nachts von einer Katzensteuer träumt, wacht womöglich morgens mit einem schweren Kater auf. Für seinen Vorstoß, eine neue Abgabe zu erheben, kassiert CDU-Politiker Rainer Traue überwiegend harsche Kritik. Allein auf der MT-Internetseite äußerten sich bis gestern Abend mehr als drei Dutzend Leserinnen und Leser. Stellvertretend für die vielen Kritiker die Zeilen, die "Atze" schrieb: "Arme Stadt, wie pleite muss man sein. Vielleicht sollte man die dummen Ideen von Ratsherren besteuern." Allerdings gab es vereinzelt auch Zuspruch. Zum Beispiel von Markus Lange: "Dieser Vorschlag war längst überfällig. Dann herrscht endlich Gleichbehandlung zwischen Katzen und Hunden."Die CDU-Fraktion wird Traues Vorschlag einer Katzensteuer in den nächsten Tagen und Wochen diskutieren und dann entscheiden, ob daraus ein Antrag wird. Derweil räumen die anderen Fraktionen einer solchen Abgabe eher geringe Chancen ein.Es dürfte sehr schwierig werden, freilaufende Katzen einem Halter zuzuordnen, meint Rainer von Marcholewski. Für wahrscheinlicher hält der SPD-Fraktionschef eine Bettensteuer. Von Marcholewski hat die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses um Prüfung gebeten, ob die Einführung einer Bettensteuer möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.Cornelia Müller-Dieker ist weder für eine Katzen- noch für eine Bettensteuer zu begeistern. "Angesichts der Situation der Portaner Hotellerie würden wir uns mit einer Bettensteuer schwertun", sagt die FDP-Fraktionschefin. Auch für den Tourismus wäre das kontraproduktiv, Preissteigerungen wären die Folge. Und die Einführung einer Katzensteuer zöge hohen Verwaltungsaufwand nach sich.Friedrich Vogt (Bündnisgrüne) findet, dass die Debatte in die falsche Richtung geht. Anstatt ständig nach neuen Einnahmen zu schauen, müssten Stadt und Verwaltung stärker nach Einsparpotenzialen suchen. "Mit dem Stärkungspaket Stadtfinanzen werden auf die Bürger ohnehin Gebührenanhebungen zukommen."

SPD-Fraktion lässt Bettensteuer von Verwaltung prüfen

Porta Westfalica (dh). Wer nachts von einer Katzensteuer träumt, wacht womöglich morgens mit einem schweren Kater auf. Für seinen Vorstoß, eine neue Abgabe zu erheben, kassiert CDU-Politiker Rainer Traue überwiegend harsche Kritik.

Allein auf der MT-Internetseite äußerten sich bis gestern Abend mehr als drei Dutzend Leserinnen und Leser. Stellvertretend für die vielen Kritiker die Zeilen, die "Atze" schrieb: "Arme Stadt, wie pleite muss man sein. Vielleicht sollte man die dummen Ideen von Ratsherren besteuern." Allerdings gab es vereinzelt auch Zuspruch. Zum Beispiel von Markus Lange: "Dieser Vorschlag war längst überfällig. Dann herrscht endlich Gleichbehandlung zwischen Katzen und Hunden."

Die CDU-Fraktion wird Traues Vorschlag einer Katzensteuer in den nächsten Tagen und Wochen diskutieren und dann entscheiden, ob daraus ein Antrag wird. Derweil räumen die anderen Fraktionen einer solchen Abgabe eher geringe Chancen ein.

Es dürfte sehr schwierig werden, freilaufende Katzen einem Halter zuzuordnen, meint Rainer von Marcholewski. Für wahrscheinlicher hält der SPD-Fraktionschef eine Bettensteuer. Von Marcholewski hat die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses um Prüfung gebeten, ob die Einführung einer Bettensteuer möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Cornelia Müller-Dieker ist weder für eine Katzen- noch für eine Bettensteuer zu begeistern. "Angesichts der Situation der Portaner Hotellerie würden wir uns mit einer Bettensteuer schwertun", sagt die FDP-Fraktionschefin. Auch für den Tourismus wäre das kontraproduktiv, Preissteigerungen wären die Folge. Und die Einführung einer Katzensteuer zöge hohen Verwaltungsaufwand nach sich.

Friedrich Vogt (Bündnisgrüne) findet, dass die Debatte in die falsche Richtung geht. Anstatt ständig nach neuen Einnahmen zu schauen, müssten Stadt und Verwaltung stärker nach Einsparpotenzialen suchen. "Mit dem Stärkungspaket Stadtfinanzen werden auf die Bürger ohnehin Gebührenanhebungen zukommen."

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