Sicher ist sicher: Die Rotbuche ist weg Bis zu zwölf Meter lange Äste hätten laut Gutachten am Rathaus herabstürzen können Von Stefan Lyrath Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Bis zu zwölf Meter lange Äste mit einem Durchmesser von stellenweise 40 Zentimetern hätten herabstürzen können, wenn die Rotbuche vor dem Rathaus nicht gefällt worden wäre. Zu diesem Schluss kommt der städtische Baumkontrolleur Robert Siebert. Nun ist die 27 Meter hohe Buche Geschichte. Stückweise haben Spezialisten der Meller Firma von "Baumkletterer" Heiko Bösemann den Stamm (3,50 Meter Umfang) mit der Motorsäge abgetragen und die Äste abgeseilt. "Das ist schonend und wirtschaftlich", erklärt Robert Siebert. "Wenn Bäume komplett gefällt werden, wird ein Flurschaden angerichtet."Die Aktion inklusive Sperrung der Kempstraße hatte sich über zwei Tage hingezogen. Für den Herbst ist am Hang vor dem Rathaus eine Ersatzbepflanzung vorgesehen, voraussichtlich wieder eine Buche, die allerdings nur etwas größer als mannshoch sein dürfte.Bevor die Firma angerückt war, hatte Siebert, als zertifizierter Kontrolleur ein unabhängiger Sachverständiger innerhalb der Verwaltung, den Baum begutachtet. Ergebnis: "Die Bruchsicherheit war nicht mehr gegeben." Ursache: Pilzbefall durch mehrere Arten, der zu Fäulnis geführt hat, außerdem viel Totholz. Standsicherheit war dagegen nicht das Problem. "Die Buche hätte noch eine Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren gehabt", so Siebert.Beseitigt hat die Kommune den Baum, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und eine Gefahrenquelle auszuschalten. "Im Wald hätte man die abgängige Buche vielleicht sterben lassen können", erklärt der Portaner Umweltbeauftragte Dr. Albrecht von Lochow. "Als Stadt kann man es sich jedoch nicht leisten, dass Äste an einer stark begangenen Straße herunterfallen."Früher standen übrigens drei Rotbuchen am Rathaus. Zwei davon sind laut von Lochow bereits vor etwa 15 Jahren gefällt worden.Früher standen übrigens drei Rotbuchen am Rathaus. Zwei davon sind laut von Lochow bereits vor etwa 15 Jahren gefällt worden.

Sicher ist sicher: Die Rotbuche ist weg

Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Bis zu zwölf Meter lange Äste mit einem Durchmesser von stellenweise 40 Zentimetern hätten herabstürzen können, wenn die Rotbuche vor dem Rathaus nicht gefällt worden wäre. Zu diesem Schluss kommt der städtische Baumkontrolleur Robert Siebert.

Stückweise: Späne fliegen, während ein angeseilter Mitarbeiter der Firma den Stamm mit der Motorsäge abträgt. - © Foto: Stefan Lyrath
Stückweise: Späne fliegen, während ein angeseilter Mitarbeiter der Firma den Stamm mit der Motorsäge abträgt. - © Foto: Stefan Lyrath

Nun ist die 27 Meter hohe Buche Geschichte. Stückweise haben Spezialisten der Meller Firma von "Baumkletterer" Heiko Bösemann den Stamm (3,50 Meter Umfang) mit der Motorsäge abgetragen und die Äste abgeseilt. "Das ist schonend und wirtschaftlich", erklärt Robert Siebert. "Wenn Bäume komplett gefällt werden, wird ein Flurschaden angerichtet."

Die Aktion inklusive Sperrung der Kempstraße hatte sich über zwei Tage hingezogen. Für den Herbst ist am Hang vor dem Rathaus eine Ersatzbepflanzung vorgesehen, voraussichtlich wieder eine Buche, die allerdings nur etwas größer als mannshoch sein dürfte.

Bevor die Firma angerückt war, hatte Siebert, als zertifizierter Kontrolleur ein unabhängiger Sachverständiger innerhalb der Verwaltung, den Baum begutachtet. Ergebnis: "Die Bruchsicherheit war nicht mehr gegeben." Ursache: Pilzbefall durch mehrere Arten, der zu Fäulnis geführt hat, außerdem viel Totholz. Standsicherheit war dagegen nicht das Problem. "Die Buche hätte noch eine Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren gehabt", so Siebert.

Beseitigt hat die Kommune den Baum, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und eine Gefahrenquelle auszuschalten. "Im Wald hätte man die abgängige Buche vielleicht sterben lassen können", erklärt der Portaner Umweltbeauftragte Dr. Albrecht von Lochow. "Als Stadt kann man es sich jedoch nicht leisten, dass Äste an einer stark begangenen Straße herunterfallen."

Früher standen übrigens drei Rotbuchen am Rathaus. Zwei davon sind laut von Lochow bereits vor etwa 15 Jahren gefällt worden.

Früher standen übrigens drei Rotbuchen am Rathaus. Zwei davon sind laut von Lochow bereits vor etwa 15 Jahren gefällt worden.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.