Spielplatz am Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird jetzt ausgeschrieben Porta Westfalica/Münster (dh). Auch Kinder sollen bei ihrem Besuch am Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu ihrem Recht kommen: Eine Experten-Jury hat jetzt den Sieger aus mehreren Entwürfen für eine große Kinderaktionsfläche am Fuße des Denkmals gekürt. Allerdings müssen sich Besucher wohl noch bis zum Frühjahr 2021 gedulden. Erst dann dürfte der 600 Quadratmeter große Spielplatz auf der Freifläche im Rücken der Kaiserstatue sein, wie Thorsten Fechtner, Pressesprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), gestern auf MT-Nachfrage erläuterte. Die Auftragsvergabe solle im Sommer erfolgen, der Baubeginn im Herbst. Die Inbetriebnahme sei erst 2021 realistisch. Bereits im Herbst 2018, wenige Monat nach der Fertigstellung des runderneuerten Denkmals samt Besucherzentrum, war das Spielplatzprojekt angekündigt worden. Damals hatte die NRW-Stiftung dem heimischen Denkmal-Förderverein 380.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld sollen die Außenanlagen kindgerecht und barrierefrei hergerichtet werden. Dafür ist ungefähr eine Viertelmillion Euro vorgesehen. Außerdem in Planung: Auf der Ringterrasse wird für sehbehinderte Menschen die Kaiserstatue als Tastmodell aufgestellt, Hinweistafeln erhalten Blindenschrift. Und mithilfe zusätzlicher Technik sollen Besucher die Sprach- und Textinformationen an Schaukästen, Tastobjekten und am Spielgelände kontaktlos auf ihre Smartphones übertragen können. Ursprünglich sollten bereits im Laufe des vorigen Jahres die neue Attraktionen in Betrieb gehen. Doch die Planung verzögerte sich, weil die Ansprüche an einen Aktionsfläche, die mit der Ausstellung des Besucherzentrums korrespondieren soll, ungleich anspruchsvoller ist als die Herstellung eines einfachen Spielplatzes, lautete die Erklärung eines Verantwortlichen im vorigen Jahr. Unter dem Vorsitz des Direktors des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, hat das Gremium der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV), einer LWL-Tochter und Eigentümerin des Denkmals, nun eine Empfehlung für die Auftragsvergabe ausgesprochen. Nach der Präsentation der Architektenentwürfe entschied sich die Jury einstimmig für den Beitrag des Iserlohner Büros „Bimberg Landschaftsarchitekten“. „Die Klarheit des Entwurfs sowie die durchdachte Konzeption waren ausschlaggebend für unsere Wahl“, sagt Löb, „das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bleibt dabei aber klar im Vordergrund“. Die Kinderaktionsfläche soll auf spielerische Weise das Thema „Denkmal“ aufgreifen. „Beim Spielen und Graben können sich Kinder mit dem Ort und seiner Geschichte ganz 'handgreiflich' auseinandersetzen“, freut sich LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Zwei Grabungsfelder, ein Tastort zur Geologie des Geländes sowie eine kaiserzeitliche Baustelle sollen dann Einblicke in die Zeitschichten am Kaiser-Wilhelm-Denkmal geben. Besucherinnen und Besucher können an Info-Modulen – ausgestattet mit Tastmodellen, Bild- und Textinformationen – mehr über die Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, den Wittekindsberg sowie die Unterschiede von Boden- und Baudenkmälern erfahren.

Spielplatz am Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird jetzt ausgeschrieben

Das Spielgelände beinhaltet eine „kaiserzeitliche Baustelle“, hier der Ausschnitt einer Skizze des siegreichen Entwurfs. Foto: MünsterView.de/ Heiner Witte © MünsterView/Witte 2020

Porta Westfalica/Münster (dh). Auch Kinder sollen bei ihrem Besuch am Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu ihrem Recht kommen: Eine Experten-Jury hat jetzt den Sieger aus mehreren Entwürfen für eine große Kinderaktionsfläche am Fuße des Denkmals gekürt.

Allerdings müssen sich Besucher wohl noch bis zum Frühjahr 2021 gedulden. Erst dann dürfte der 600 Quadratmeter große Spielplatz auf der Freifläche im Rücken der Kaiserstatue sein, wie Thorsten Fechtner, Pressesprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), gestern auf MT-Nachfrage erläuterte. Die Auftragsvergabe solle im Sommer erfolgen, der Baubeginn im Herbst. Die Inbetriebnahme sei erst 2021 realistisch.

Bereits im Herbst 2018, wenige Monat nach der Fertigstellung des runderneuerten Denkmals samt Besucherzentrum, war das Spielplatzprojekt angekündigt worden. Damals hatte die NRW-Stiftung dem heimischen Denkmal-Förderverein 380.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld sollen die Außenanlagen kindgerecht und barrierefrei hergerichtet werden. Dafür ist ungefähr eine Viertelmillion Euro vorgesehen. Außerdem in Planung: Auf der Ringterrasse wird für sehbehinderte Menschen die Kaiserstatue als Tastmodell aufgestellt, Hinweistafeln erhalten Blindenschrift. Und mithilfe zusätzlicher Technik sollen Besucher die Sprach- und Textinformationen an Schaukästen, Tastobjekten und am Spielgelände kontaktlos auf ihre Smartphones übertragen können.

Ursprünglich sollten bereits im Laufe des vorigen Jahres die neue Attraktionen in Betrieb gehen. Doch die Planung verzögerte sich, weil die Ansprüche an einen Aktionsfläche, die mit der Ausstellung des Besucherzentrums korrespondieren soll, ungleich anspruchsvoller ist als die Herstellung eines einfachen Spielplatzes, lautete die Erklärung eines Verantwortlichen im vorigen Jahr.

Unter dem Vorsitz des Direktors des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, hat das Gremium der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV), einer LWL-Tochter und Eigentümerin des Denkmals, nun eine Empfehlung für die Auftragsvergabe ausgesprochen. Nach der Präsentation der Architektenentwürfe entschied sich die Jury einstimmig für den Beitrag des Iserlohner Büros „Bimberg Landschaftsarchitekten“.

„Die Klarheit des Entwurfs sowie die durchdachte Konzeption waren ausschlaggebend für unsere Wahl“, sagt Löb, „das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bleibt dabei aber klar im Vordergrund“. Die Kinderaktionsfläche soll auf spielerische Weise das Thema „Denkmal“ aufgreifen. „Beim Spielen und Graben können sich Kinder mit dem Ort und seiner Geschichte ganz 'handgreiflich' auseinandersetzen“, freut sich LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Zwei Grabungsfelder, ein Tastort zur Geologie des Geländes sowie eine kaiserzeitliche Baustelle sollen dann Einblicke in die Zeitschichten am Kaiser-Wilhelm-Denkmal geben. Besucherinnen und Besucher können an Info-Modulen – ausgestattet mit Tastmodellen, Bild- und Textinformationen – mehr über die Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, den Wittekindsberg sowie die Unterschiede von Boden- und Baudenkmälern erfahren.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.