Leuchtende Botschaft: Der Fernsehturm in Porta wird am 5. Juni ein Zeichen für die Kultur setzen Thomas Lieske Porta Westfalica-Hausberge. Langsam steigt die Aufregung. In knapp einer Woche werden Heiko Rehling von Porta Event, Oliver Roth von der Licht-Ereignis-Manufaktur und Manuel Ohlemeyer von Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik kurz vor der Premiere stehen. Vor einer Premiere, die dem gesamten Mühlenkreis nicht nur zwei Stunden Lichtshow bieten, sondern auch ein Zeichen setzen soll: Wenn der Portaner Fernsehturm am Freitag, 5. Juni, in bunten Farben erstrahlt und Beamer Lichtsäulen in den Himmel projizieren, wollen die drei ein Signal der Hoffnung und des Zusammenhalts für die gesamte Kulturszene in Zeiten von Corona senden. Dafür sind die drei bereit, eine größere Geldsumme in die Hand zu nehmen: Miete für den Turm, Personaleinsatz für den Auf- und Abbau von 200 Scheinwerfern in schwindelerregender Höhe, Genehmigungen, Planung – und das alles trotz fehlender Einnahmen. Beginn der Lichtinstallation wird bei Einbruch der Dunkelheit sein, gegen 22.15 Uhr. Die Zufahrt zum Fernsehturm wird gesperrt. Auffahrten und Wanderungen zum Turm sind an diesem Abend verboten. „Die Beamer werden zunächst Lichtstrahlen in die Luft werfen“, erklärt Oliver Roth. „Dann werden wir sie irgendwann bündeln und nacheinander auf alle elf Städte und Gemeinden im Mühlenkreis richten.“ Kommt das Leuchtsignal dann zum Beispiel an der Freilichtbühne in Barkhausen oder am Stadttheater in Minden an, werden die Spielstätten in diesem Moment den Schriftzug „#Kulturerhalten“, den das ZDF initiiert hat, an die Fassade des jeweiligen Kulturhauses projizieren. Auch andere Einrichtungen wie das Alte Amtsgericht in Petershagen, die Kulturscheune des Heimatvereins Rothenuffeln oder das GOP in Bad Oeynhausen haben bereits zugesagt. „Das Stadttheater Minden hat seine Saison vorzeitig abgesagt, das GOP kann nicht wirtschaftlich mit halbem Betrieb arbeiten“, sagt Oliver Roth. „Wir wissen nicht, wann es in der Kulturszene wieder richtig losgeht. Womöglich erst Ostern nächstes Jahr“, ergänzt Heiko Rehling. Eine solche Lichtshow an einem Funkturm habe es in den vergangenen Jahren noch nicht gegeben, haben die drei vom Eigentümer des Turm, der Deutschen Funkturm GmbH, erfahren. Zuletzt vor vier Jahren erstrahlte der Fernsehturm in Düsseldorf beim „Rhein-Komet“. „Aber so etwas in Porta wird es wohl nur einmal im Leben geben“, sagt Rehling.

Leuchtende Botschaft: Der Fernsehturm in Porta wird am 5. Juni ein Zeichen für die Kultur setzen

So ähnlich könnte es am kommenden Freitag aussehen, wenn der Blick in Richtung Fernsehturm in Porta geht. Beamstrahler werden Leuchtsignale in die Luft senden, die später gebündelt auf die elf einzelnen Städte und Gemeinden im Mühlenkreis gerichtet werden sollen. Fotomontage: Oliver Roth

Porta Westfalica-Hausberge. Langsam steigt die Aufregung. In knapp einer Woche werden Heiko Rehling von Porta Event, Oliver Roth von der Licht-Ereignis-Manufaktur und Manuel Ohlemeyer von Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik kurz vor der Premiere stehen. Vor einer Premiere, die dem gesamten Mühlenkreis nicht nur zwei Stunden Lichtshow bieten, sondern auch ein Zeichen setzen soll: Wenn der Portaner Fernsehturm am Freitag, 5. Juni, in bunten Farben erstrahlt und Beamer Lichtsäulen in den Himmel projizieren, wollen die drei ein Signal der Hoffnung und des Zusammenhalts für die gesamte Kulturszene in Zeiten von Corona senden.

Dafür sind die drei bereit, eine größere Geldsumme in die Hand zu nehmen: Miete für den Turm, Personaleinsatz für den Auf- und Abbau von 200 Scheinwerfern in schwindelerregender Höhe, Genehmigungen, Planung – und das alles trotz fehlender Einnahmen. Beginn der Lichtinstallation wird bei Einbruch der Dunkelheit sein, gegen 22.15 Uhr. Die Zufahrt zum Fernsehturm wird gesperrt. Auffahrten und Wanderungen zum Turm sind an diesem Abend verboten. „Die Beamer werden zunächst Lichtstrahlen in die Luft werfen“, erklärt Oliver Roth. „Dann werden wir sie irgendwann bündeln und nacheinander auf alle elf Städte und Gemeinden im Mühlenkreis richten.“ Kommt das Leuchtsignal dann zum Beispiel an der Freilichtbühne in Barkhausen oder am Stadttheater in Minden an, werden die Spielstätten in diesem Moment den Schriftzug „#Kulturerhalten“, den das ZDF initiiert hat, an die Fassade des jeweiligen Kulturhauses projizieren. Auch andere Einrichtungen wie das Alte Amtsgericht in Petershagen, die Kulturscheune des Heimatvereins Rothenuffeln oder das GOP in Bad Oeynhausen haben bereits zugesagt. „Das Stadttheater Minden hat seine Saison vorzeitig abgesagt, das GOP kann nicht wirtschaftlich mit halbem Betrieb arbeiten“, sagt Oliver Roth. „Wir wissen nicht, wann es in der Kulturszene wieder richtig losgeht. Womöglich erst Ostern nächstes Jahr“, ergänzt Heiko Rehling.

Heiko Rehling (von links), Oliver Roth und Manuel Ohlemeyer stehen kurz vor der Premiere ihrer Lichtshow. MT- - © Foto: Thomas Lieske
Heiko Rehling (von links), Oliver Roth und Manuel Ohlemeyer stehen kurz vor der Premiere ihrer Lichtshow. MT- - © Foto: Thomas Lieske

Eine solche Lichtshow an einem Funkturm habe es in den vergangenen Jahren noch nicht gegeben, haben die drei vom Eigentümer des Turm, der Deutschen Funkturm GmbH, erfahren. Zuletzt vor vier Jahren erstrahlte der Fernsehturm in Düsseldorf beim „Rhein-Komet“. „Aber so etwas in Porta wird es wohl nur einmal im Leben geben“, sagt Rehling.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
3 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.