Großprojekt mit Strahlkraft: Besondere Lichtshow am Fernsehturm in Porta Thomas Lieske Porta Westfalica-Hausberge. Oliver Roth schneidet kleine Dreiecke und Rechtecke aus. Zusammen mit Heiko Rehling von Porta Events und Manuel Ohlemeyer von Lange und Ohlemeyer puzzelt der Mindener Lichtkünstler an einem Großprojekt. An einem Projekt, das im buchstäblichen Sinne ein Signal senden soll. Wenn am 5. Juni der Portaner Fernsehturm auf dem Jakobsberg für zwei Stunden in vielen verschiedenen Farben leuchtet und Beamstrahler durch die Luft schwenken, wollen die drei Veranstalter damit eine Botschaft senden: „Wir wollen zeigen, dass die Kulturveranstalter trotz aller Beschränkungen von Corona noch da sind“, betont Oliver Roth. Das Projekt sehen die drei als eine Art Schulterschluss für die gesamte Kulturbranche – „und allen Machern, die im Hintergrund dranhängen“, sagt Heiko Rehling. „Wir sind die ersten, die in eine Veranstaltungshalle kommen und die letzten, die gehen – ohne gesehen zu werden.“ In Zeiten von Corona verhalte es sich ähnlich: „Wir waren die ersten, die von Absagen betroffen waren und werden die letzten sein, die wieder voll durchstarten können.“ Für dieses Jahr rechnen die drei nicht mehr mit großen Einnahmen. „Über dieses Jahr reden wir praktisch gar nicht mehr, es ist verloren“, weiß Rehling. Umso wichtiger sei es, jetzt ein Signal zu senden. „Für die Branche, damit sie nicht vergessen wird“, betont Manuel Ohlemeyer. „Und wir wollen auch unsere Mitarbeiter motivieren, die derzeit durch den für den Kulturbereich nach wie vor geltenden Lockdown mit anderen Dingen beschäftigt werden müssen, als Tontechnik, Bühnen und Scheinwerfer auszubauen oder Konzepte für Veranstaltungen zu entwickeln.“ Bis zu 200 verschiedene Lampen und Strahler könnten am 5. Juni zum Einsatz kommen. Die Planungen laufen auf Hochtouren – und sind mit einer Menge Hürden verbunden. „Vom Umweltamt des Kreises bis hin zum Luftfahrtbundesamt müssen wir alle fragen“, sagt Oliver Roth. Da ist viel Geduld am Telefon nötig. „Die Zusammenarbeit mit allen Behörden klappt aber hervorragend“, lobt Heiko Rehling. Auch die Deutsche Funkturm GmbH als Eigentümerin des Turmes und der Bismarckbund als Betreiber der Besucherplattform sehen die Idee positiv. Wenn alles gut geht, wird der Turm zum Einbruch der Dunkelheit ab der Besucherplattform aufwärts beleuchtet. „Das ist schon eine große Herausforderung, die Technik anzubringen“, sagt Oliver Roth. „Alles muss einzeln angebracht und abgesichert werden.“ Einen richtigen Probelauf wird es nicht geben. „Wir haben nur diesen einen Tag zum Aufbauen, Abspielen und Abbauen.“ Die drei sind aber davon überzeugt, dass das klappen wird. Denn grundsätzlich machen sie nichts anderes als sonst auch. „Nur, dass wir ein richtig geiles Objekt bespielen“, freut sich Roth. „Das passiert nur einmal im Leben.“ Den Dreien ist wichtig zu betonen, dass die Straße zum Fernsehturm hinauf gesperrt wird. „Wir rufen bewusst nicht zu Versammlungen auf. Die Illumination wird weithin zu sehen sein. Von der Veltheimer Kiesgrube aus genauso wie vom Kaiser-Denkmal und Kanzlers Weide, Bad Oeynhausen oder Bückeburg“, betont Roth. Nicht nur für die Lichtshow selbst, sondern auch für die Zeit danach erhoffen sich Roth, Ohlemeyer und Rehling eine große Strahlkraft. „Wir wollen zeigen, dass solche Veranstaltungen irgendwie doch möglich sind“, sagt Roth. Vielleicht gebe das einen Schub für neue, alternative Konzepte. „Wenn die Leute sich nach dem 6. Juni noch daran erinnern, haben wir schon viel gewonnen.“

Großprojekt mit Strahlkraft: Besondere Lichtshow am Fernsehturm in Porta

Porta Westfalica-Hausberge. Oliver Roth schneidet kleine Dreiecke und Rechtecke aus. Zusammen mit Heiko Rehling von Porta Events und Manuel Ohlemeyer von Lange und Ohlemeyer puzzelt der Mindener Lichtkünstler an einem Großprojekt. An einem Projekt, das im buchstäblichen Sinne ein Signal senden soll. Wenn am 5. Juni der Portaner Fernsehturm auf dem Jakobsberg für zwei Stunden in vielen verschiedenen Farben leuchtet und Beamstrahler durch die Luft schwenken, wollen die drei Veranstalter damit eine Botschaft senden: „Wir wollen zeigen, dass die Kulturveranstalter trotz aller Beschränkungen von Corona noch da sind“, betont Oliver Roth.

Der grobe Plan steht. Derzeit basteln Oliver Roth (von links), Heiko Rehling und Manuel Ohlemeyer an den Feinheiten für die Lichtshow am 5. Juni. MT- - © Foto: Thomas Lieske
Der grobe Plan steht. Derzeit basteln Oliver Roth (von links), Heiko Rehling und Manuel Ohlemeyer an den Feinheiten für die Lichtshow am 5. Juni. MT- - © Foto: Thomas Lieske

Das Projekt sehen die drei als eine Art Schulterschluss für die gesamte Kulturbranche – „und allen Machern, die im Hintergrund dranhängen“, sagt Heiko Rehling. „Wir sind die ersten, die in eine Veranstaltungshalle kommen und die letzten, die gehen – ohne gesehen zu werden.“ In Zeiten von Corona verhalte es sich ähnlich: „Wir waren die ersten, die von Absagen betroffen waren und werden die letzten sein, die wieder voll durchstarten können.“ Für dieses Jahr rechnen die drei nicht mehr mit großen Einnahmen. „Über dieses Jahr reden wir praktisch gar nicht mehr, es ist verloren“, weiß Rehling.

Ab der Besucherplattform soll der Turm erstrahlen. - © Foto: cko
Ab der Besucherplattform soll der Turm erstrahlen. - © Foto: cko

Umso wichtiger sei es, jetzt ein Signal zu senden. „Für die Branche, damit sie nicht vergessen wird“, betont Manuel Ohlemeyer. „Und wir wollen auch unsere Mitarbeiter motivieren, die derzeit durch den für den Kulturbereich nach wie vor geltenden Lockdown mit anderen Dingen beschäftigt werden müssen, als Tontechnik, Bühnen und Scheinwerfer auszubauen oder Konzepte für Veranstaltungen zu entwickeln.“

Bis zu 200 verschiedene Lampen und Strahler könnten am 5. Juni zum Einsatz kommen. Die Planungen laufen auf Hochtouren – und sind mit einer Menge Hürden verbunden. „Vom Umweltamt des Kreises bis hin zum Luftfahrtbundesamt müssen wir alle fragen“, sagt Oliver Roth. Da ist viel Geduld am Telefon nötig. „Die Zusammenarbeit mit allen Behörden klappt aber hervorragend“, lobt Heiko Rehling. Auch die Deutsche Funkturm GmbH als Eigentümerin des Turmes und der Bismarckbund als Betreiber der Besucherplattform sehen die Idee positiv.

Wenn alles gut geht, wird der Turm zum Einbruch der Dunkelheit ab der Besucherplattform aufwärts beleuchtet. „Das ist schon eine große Herausforderung, die Technik anzubringen“, sagt Oliver Roth. „Alles muss einzeln angebracht und abgesichert werden.“ Einen richtigen Probelauf wird es nicht geben. „Wir haben nur diesen einen Tag zum Aufbauen, Abspielen und Abbauen.“ Die drei sind aber davon überzeugt, dass das klappen wird. Denn grundsätzlich machen sie nichts anderes als sonst auch. „Nur, dass wir ein richtig geiles Objekt bespielen“, freut sich Roth. „Das passiert nur einmal im Leben.“

Den Dreien ist wichtig zu betonen, dass die Straße zum Fernsehturm hinauf gesperrt wird. „Wir rufen bewusst nicht zu Versammlungen auf. Die Illumination wird weithin zu sehen sein. Von der Veltheimer Kiesgrube aus genauso wie vom Kaiser-Denkmal und Kanzlers Weide, Bad Oeynhausen oder Bückeburg“, betont Roth. Nicht nur für die Lichtshow selbst, sondern auch für die Zeit danach erhoffen sich Roth, Ohlemeyer und Rehling eine große Strahlkraft. „Wir wollen zeigen, dass solche Veranstaltungen irgendwie doch möglich sind“, sagt Roth. Vielleicht gebe das einen Schub für neue, alternative Konzepte. „Wenn die Leute sich nach dem 6. Juni noch daran erinnern, haben wir schon viel gewonnen.“

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