Schock auf der Überholspur: Familie berichtet von unverschuldetem Unfall auf A2 bei Veltheim Thomas Lieske Porta Westfalica-Veltheim. Der Schock sitzt noch immer tief. Unangenehme Schmerzen im Rücken und ein paar Fotos von einem zerstörten Auto erinnern Denise Ulrich und ihren Freund Klaus Bäcker an ihren Unfall auf der Autobahn 2 bei Veltheim. An einen Unfall, der auf doppelte Weise schlimm in Erinnerung bleiben wird. Es ist Samstag, kurz nach 13 Uhr. Die Familie aus Salzgitter ist mit ihrem sportlichen Mercedes auf dem Weg in Richtung Dortmund. Der Tacho zeigt 180 km/h, als kurz vor dem Parkplatz Löwenburg bei Veltheim plötzlich ein schwarzer, großer VW von der mittleren auf die linke Spur zieht. „Er ist uns mit langsamer Geschwindigkeit so knapp davor gefahren, dass mein Freund noch eine Vollbremsung versucht. Dann war auch schon alles vorbei“, erzählt Denise Ulrich. Der Wagen gerät ins Schleudern, prallt mehrfach in die Leitplanke und bleibt auf der linken Spur stehen. Der schwarze Wagen fährt davon. „Wir wollten nur noch raus aus dem Auto. Das Kennzeichen konnten wir nicht mehr erkennen“, sagt Ulrich. Später berichten auch Unfallzeugen gegenüber der Polizei von einem schwarzen Wagen, der plötzlich ausgeschert sei. Doch der entscheidende Hinweis ist nicht dabei. Die Familie bleibt zurück mit einem Schaden von rund 20.000 Euro. Denise Ulrich ist verzweifelt. „Uns ist zum Glück nicht viel passiert. Aber der Verursacher ist davon gefahren.“ Deshalb startet sie auf Facebook einen Aufruf, sucht in einer Gruppe für Porta Westfalica Zeugen, die vielleicht etwas gesehen, aber nicht angehalten haben. „Vielleicht wollten manche nicht halten, weil sie gesehen haben, dass schon so viele ausgestiegen sind“, vermutet Ulrich. Die Polizei bestätigt Ermittlungen wegen Fahrerflucht. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass es sich um einen schwarzen SUV handele, erklärt Michael Kötter, Sprecher der Autobahnpolizei. Der soll, wie auch Denise Ulrich auch schildert, mit einem Fahrfehler von der mittleren Spur aus den Unfall verursacht haben. Die Beamten hätten alle Hinweise am Unfallort aufgenommen. Ob sie reichen werden, um den Flüchtigen zu finden? Denise Ulrich ist skeptisch und hofft deshalb, dass sich weitere Zeugen bei der Autobahnpolizei in Bielefeld, Telefon (05 21) 54 50 melden. Lange dauert die Unfallaufnahme übrigens nicht. Bereits kurze Zeit später ereilt die Beamten der nächste Notruf. Im Rückstau des Unfalls kracht ein Lkw auf das Stauende und wird lebensgefährlich verletzt (MT berichtete). Dass es einen weiteren Unfall gibt, erfährt Denise Ulrich noch vor Ort. Wie schlimm er ist, liest sie erst später. Ein doppelter Schock für die Familie.

Schock auf der Überholspur: Familie berichtet von unverschuldetem Unfall auf A2 bei Veltheim

Stark beschädigt, bleibt der Mercedes nach dem Unfall auf der linken Spur stehen. © privat/Denise Ulrich

Porta Westfalica-Veltheim. Der Schock sitzt noch immer tief. Unangenehme Schmerzen im Rücken und ein paar Fotos von einem zerstörten Auto erinnern Denise Ulrich und ihren Freund Klaus Bäcker an ihren Unfall auf der Autobahn 2 bei Veltheim. An einen Unfall, der auf doppelte Weise schlimm in Erinnerung bleiben wird.

Es ist Samstag, kurz nach 13 Uhr. Die Familie aus Salzgitter ist mit ihrem sportlichen Mercedes auf dem Weg in Richtung Dortmund. Der Tacho zeigt 180 km/h, als kurz vor dem Parkplatz Löwenburg bei Veltheim plötzlich ein schwarzer, großer VW von der mittleren auf die linke Spur zieht. „Er ist uns mit langsamer Geschwindigkeit so knapp davor gefahren, dass mein Freund noch eine Vollbremsung versucht. Dann war auch schon alles vorbei“, erzählt Denise Ulrich.

Der Wagen gerät ins Schleudern, prallt mehrfach in die Leitplanke und bleibt auf der linken Spur stehen. Der schwarze Wagen fährt davon. „Wir wollten nur noch raus aus dem Auto. Das Kennzeichen konnten wir nicht mehr erkennen“, sagt Ulrich. Später berichten auch Unfallzeugen gegenüber der Polizei von einem schwarzen Wagen, der plötzlich ausgeschert sei. Doch der entscheidende Hinweis ist nicht dabei. Die Familie bleibt zurück mit einem Schaden von rund 20.000 Euro.

Denise Ulrich ist verzweifelt. „Uns ist zum Glück nicht viel passiert. Aber der Verursacher ist davon gefahren.“ Deshalb startet sie auf Facebook einen Aufruf, sucht in einer Gruppe für Porta Westfalica Zeugen, die vielleicht etwas gesehen, aber nicht angehalten haben. „Vielleicht wollten manche nicht halten, weil sie gesehen haben, dass schon so viele ausgestiegen sind“, vermutet Ulrich.

Die Polizei bestätigt Ermittlungen wegen Fahrerflucht. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass es sich um einen schwarzen SUV handele, erklärt Michael Kötter, Sprecher der Autobahnpolizei. Der soll, wie auch Denise Ulrich auch schildert, mit einem Fahrfehler von der mittleren Spur aus den Unfall verursacht haben. Die Beamten hätten alle Hinweise am Unfallort aufgenommen. Ob sie reichen werden, um den Flüchtigen zu finden? Denise Ulrich ist skeptisch und hofft deshalb, dass sich weitere Zeugen bei der Autobahnpolizei in Bielefeld, Telefon (05 21) 54 50 melden.

Lange dauert die Unfallaufnahme übrigens nicht. Bereits kurze Zeit später ereilt die Beamten der nächste Notruf. Im Rückstau des Unfalls kracht ein Lkw auf das Stauende und wird lebensgefährlich verletzt (MT berichtete). Dass es einen weiteren Unfall gibt, erfährt Denise Ulrich noch vor Ort. Wie schlimm er ist, liest sie erst später. Ein doppelter Schock für die Familie.

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