Barkhausen

Andachten via Instagram: Ausbildung in der Malche geht weiter – aber anders

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Porta Westfalica-Barkhausen (mt/dh). Trotz leerer Klassenräume steht das Leben in der Malche nicht still. Die Ausbildung der Erzieher und Gemeindepädagogen läuft auch hier inzwischen per Video, berichtet die Leitung des theologisch-pädagogischen Seminars an der Portastraße.

„Bitte stellen Sie die These vor, die für Sie am wichtigsten ist“, fordert Direktor Dr. Frieder Schaefer in der Videokonferenz einen Studierenden auf. Dann folgt die nächste Wortmeldung. Die Thesen wurden von den zukünftigen Erziehern und Gemeindepädagoginnen vorher erarbeitet und in die kurzfristig bereitgestellte „Cloud“ geladen. Nach den Thesen stellen zwei Studierende ihre gemeinsam erstellte PowerPoint-Präsentation vor. Dazu wird der Bildschirm mit allen geteilt, so dass die Inhalte von den anderen auch kommentiert werden können. Nach 90 Minuten endet die Videokonferenz.

Zwar seien danach alle erschöpfter als nach normalem Unterricht. Dennoch freue sich jeder über die Verbindung in Corona-Zeiten, so die Malche. Auch das Dozentenkollegium bespreche wesentliche Fragen in einer Videokonferenz. Direktorin Anne Marie Benker: „Insgesamt klappt es gut in dieser besonderen Situation. Die Studierenden erledigen zumeist zuverlässig ihre Aufgaben, die sie per E-Mail von den Dozentinnen und Dozenten erhalten.“ Die persönliche Verbindung halten die Studierenden auch über Instagram: Die in der Malche üblichen Studierenden-Andachten sind dort fast täglich als Video zu erleben. Doch trotz der technischen Möglichkeiten würden die Studierenden gern wieder den Laptop gegen echte Begegnung tauschen.

Während der Unterricht ruht und die Klassenräume leer gefegt sind, herrscht im und am Campus beinahe „Hochbetrieb“: Die zum Teil erhabenen Räume im kaiserlichen Look werden grundgereinigt, dazu auch die Verwaltungsbüros. „Wir nutzen die Zeit für Arbeiten, zu denen wir sonst kaum kommen“ sagt Annegret Hensel, die Hausleitung. „Trotz der Ruhe geht uns die Arbeit nicht aus.“ Draußen an der Straße laufen Instandsetzungsarbeiten an der Mauer. Aufgrund einer großzügigen Stiftungsspende könne dies jetzt fortgesetzt werden. Direktor Schaefer: „Wir sind sehr dankbar, dass diese Arbeiten jetzt durch die Spende möglich geworden sind. Als Verein fehlen uns für die Sanierung der Außenanlagen die nötigen Gelder.“

Die Malche hofft, dass sich weitere Geldgeber finden, um den kaiserlichen Garten repräsentativ zu gestalten. Nach und nach sollen die Anlagen aufwendig saniert werden. Wie berichtet, gibt es monatlich öffentliche Führungen durch das Gelände. Die Malche nimmt auch weiterhin Bewerbungen und Anfragen für die Ausbildung zum Erzieher und zur Gemeindepädagogin entgegen. Gespräche finden per Telefon oder Videoschalte statt, Anfragen können auch per Mail oder WhatsApp gestellt werden.

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BarkhausenAndachten via Instagram: Ausbildung in der Malche geht weiter – aber andersPorta Westfalica-Barkhausen (mt/dh). Trotz leerer Klassenräume steht das Leben in der Malche nicht still. Die Ausbildung der Erzieher und Gemeindepädagogen läuft auch hier inzwischen per Video, berichtet die Leitung des theologisch-pädagogischen Seminars an der Portastraße. „Bitte stellen Sie die These vor, die für Sie am wichtigsten ist“, fordert Direktor Dr. Frieder Schaefer in der Videokonferenz einen Studierenden auf. Dann folgt die nächste Wortmeldung. Die Thesen wurden von den zukünftigen Erziehern und Gemeindepädagoginnen vorher erarbeitet und in die kurzfristig bereitgestellte „Cloud“ geladen. Nach den Thesen stellen zwei Studierende ihre gemeinsam erstellte PowerPoint-Präsentation vor. Dazu wird der Bildschirm mit allen geteilt, so dass die Inhalte von den anderen auch kommentiert werden können. Nach 90 Minuten endet die Videokonferenz. Zwar seien danach alle erschöpfter als nach normalem Unterricht. Dennoch freue sich jeder über die Verbindung in Corona-Zeiten, so die Malche. Auch das Dozentenkollegium bespreche wesentliche Fragen in einer Videokonferenz. Direktorin Anne Marie Benker: „Insgesamt klappt es gut in dieser besonderen Situation. Die Studierenden erledigen zumeist zuverlässig ihre Aufgaben, die sie per E-Mail von den Dozentinnen und Dozenten erhalten.“ Die persönliche Verbindung halten die Studierenden auch über Instagram: Die in der Malche üblichen Studierenden-Andachten sind dort fast täglich als Video zu erleben. Doch trotz der technischen Möglichkeiten würden die Studierenden gern wieder den Laptop gegen echte Begegnung tauschen. Während der Unterricht ruht und die Klassenräume leer gefegt sind, herrscht im und am Campus beinahe „Hochbetrieb“: Die zum Teil erhabenen Räume im kaiserlichen Look werden grundgereinigt, dazu auch die Verwaltungsbüros. „Wir nutzen die Zeit für Arbeiten, zu denen wir sonst kaum kommen“ sagt Annegret Hensel, die Hausleitung. „Trotz der Ruhe geht uns die Arbeit nicht aus.“ Draußen an der Straße laufen Instandsetzungsarbeiten an der Mauer. Aufgrund einer großzügigen Stiftungsspende könne dies jetzt fortgesetzt werden. Direktor Schaefer: „Wir sind sehr dankbar, dass diese Arbeiten jetzt durch die Spende möglich geworden sind. Als Verein fehlen uns für die Sanierung der Außenanlagen die nötigen Gelder.“ Die Malche hofft, dass sich weitere Geldgeber finden, um den kaiserlichen Garten repräsentativ zu gestalten. Nach und nach sollen die Anlagen aufwendig saniert werden. Wie berichtet, gibt es monatlich öffentliche Führungen durch das Gelände. Die Malche nimmt auch weiterhin Bewerbungen und Anfragen für die Ausbildung zum Erzieher und zur Gemeindepädagogin entgegen. Gespräche finden per Telefon oder Videoschalte statt, Anfragen können auch per Mail oder WhatsApp gestellt werden.