Hausberge

240 Bäume in Hausberge wegen Borkenkäferbefalls gefällt

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Nachher: Der Hang ist nahezu kahl, das Areal soll aber wie bisher Forstfläche beiben. Fotos: privat - © privat
Nachher: Der Hang ist nahezu kahl, das Areal soll aber wie bisher Forstfläche beiben. Fotos: privat (© privat)

Porta Westfalica-Hausberge (dh). Das Landschaftsbild zwischen der oberen Kempstraße und dem Faulensiek hat sich drastisch verändert. Die Eigentümerin eines Waldstücks hat dort 240 Bäume fällen lassen. Viele Hausberger fragen nach dem Grund des Kahlschlags. Einige mutmaßen gar, dass dort gebaut werden könnte.

„Das ist Forstfläche und bleibt es auch“, sagt Astrid Schröder auf MT-Anfrage. Ihr gehört das knapp 7.700 Quadratmeter große Waldstück. Dort sollen auch in den nächsten Jahren Nachbarkinder spielen können.

Der Aufenthalt in dem Waldstück war nach Auskunft von Schröder zuletzt zunehmend gefährlich geworden, Borkenkäfer hätten den 130 Fichten arg zugesetzt, Bäume drohten umzustürzen und auf Nachbargrundstücke zu fallen. Auch einige Birken, Buchen und Eichen hätten schräg gestanden und seien ebenfalls abgeholzt worden. Es habe aber aus Kostengründen auch eine Reihe gesunder Bäume getroffen, gibt die Hausbergerin zu.

Vorher: In dem Waldstück zwischen Kempstraße und Faulensiek standen fast 250 Bäume, zur Hälfte Fichten. - © privat
Vorher: In dem Waldstück zwischen Kempstraße und Faulensiek standen fast 250 Bäume, zur Hälfte Fichten. (© privat)

Da in einem Baum ein Horst entdeckt wurde, blieben an dieser Stelle drei Bäume stehen. Außerdem seien auf Wunsch der Nachbarn zwei weitere Bäume verschont worden. Die Umweltbehörden von Stadt und Kreis sowie das Forstamt seien informiert worden, obwohl für die Abholzung auf einer Forstfläche von weniger als zwei Hektar grundsätzlich keine Genehmigung erforderlich sei, so Schröder.

Für Irritation sorgte offenbar ein Schild, das unterhalb des Waldes auf ein Bauprojekt hinweist. Das gehöre aber zu einem Nachbargrundstück, sagt Astrid Schröder.

Sie wollte eigentlich den Wald bereits im Februar abholzen lassen. Es sei aber schwierig gewesen, einen Baumfällbetrieb zu finden. Dies sei dann vor einigen Tagen gelungen. In dem Wald, der ursprünglich ihrem Großvater gehörte, habe sie als Kind gespielt, so Schröder. Nachdem dort wieder etwas wachse, könnten Kinder wie früher Butzen bauen. „Wir ziehen dort ja keinen Zaun.“

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Hausberge240 Bäume in Hausberge wegen Borkenkäferbefalls gefälltPorta Westfalica-Hausberge (dh). Das Landschaftsbild zwischen der oberen Kempstraße und dem Faulensiek hat sich drastisch verändert. Die Eigentümerin eines Waldstücks hat dort 240 Bäume fällen lassen. Viele Hausberger fragen nach dem Grund des Kahlschlags. Einige mutmaßen gar, dass dort gebaut werden könnte. „Das ist Forstfläche und bleibt es auch“, sagt Astrid Schröder auf MT-Anfrage. Ihr gehört das knapp 7.700 Quadratmeter große Waldstück. Dort sollen auch in den nächsten Jahren Nachbarkinder spielen können. Der Aufenthalt in dem Waldstück war nach Auskunft von Schröder zuletzt zunehmend gefährlich geworden, Borkenkäfer hätten den 130 Fichten arg zugesetzt, Bäume drohten umzustürzen und auf Nachbargrundstücke zu fallen. Auch einige Birken, Buchen und Eichen hätten schräg gestanden und seien ebenfalls abgeholzt worden. Es habe aber aus Kostengründen auch eine Reihe gesunder Bäume getroffen, gibt die Hausbergerin zu. Da in einem Baum ein Horst entdeckt wurde, blieben an dieser Stelle drei Bäume stehen. Außerdem seien auf Wunsch der Nachbarn zwei weitere Bäume verschont worden. Die Umweltbehörden von Stadt und Kreis sowie das Forstamt seien informiert worden, obwohl für die Abholzung auf einer Forstfläche von weniger als zwei Hektar grundsätzlich keine Genehmigung erforderlich sei, so Schröder. Für Irritation sorgte offenbar ein Schild, das unterhalb des Waldes auf ein Bauprojekt hinweist. Das gehöre aber zu einem Nachbargrundstück, sagt Astrid Schröder. Sie wollte eigentlich den Wald bereits im Februar abholzen lassen. Es sei aber schwierig gewesen, einen Baumfällbetrieb zu finden. Dies sei dann vor einigen Tagen gelungen. In dem Wald, der ursprünglich ihrem Großvater gehörte, habe sie als Kind gespielt, so Schröder. Nachdem dort wieder etwas wachse, könnten Kinder wie früher Butzen bauen. „Wir ziehen dort ja keinen Zaun.“