Freilichtbühne Porta sagt Abendstück für komplette Saison ab Dirk Haunhorst Porta Westfalica. Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch für die Freilichtbühne Porta gravierende Folgen. Das Abendstück „Der kleine Horrorladen“ entfällt komplett. Ob das Familienstück „Die kleine Hexe“ über die Bühne geht, bleibt vorerst offen. Das hat der Vereinsvorstand in dieser Woche entschieden. Möglicherweise fällt die gesamte Saison ins Wasser. „Wir sind natürlich alle sehr traurig darüber“, sagt Vorsitzender Andreas Müller zum MT. Aber da aufgrund entsprechender Vorschriften sämtliche Aktivitäten an der Bühne bis zum 30. April eingestellt werden müssen, sei zumindest die Inszenierung des „kleinen Horrorladens“ nicht möglich. Dafür sei das Stück, das Gesang, Schauspiel und Livemusik vereint, in der Vorbereitung zu aufwendig. „Eine verbleibende Probenzeit von nicht einmal sieben Wochen reicht dafür nicht aus.“ Überdies sei völlig ungewiss, ob im Mai tatsächlich gestartet werden könnte, um dann Ende Juni Premiere zu feiern. . „Wir haben eine gesundheitliche Verantwortung, aber auch eine finanzielle“, sagt Müller im Hinblick auf die Kosten, die das Abendstücks mit allem Drum und Dran kosten würde. Das seien ungefähr 40.000 bis 45.000 Euro. Deshalb sei es wichtig, die Vorbereitungen frühzeitig zu stoppen, wenn nicht absehbar sei, ob überhaupt Geld eingespielt werden könnte. Die Entscheidung zur Absage des Stücks sei nach Rücksprache mit dem Regisseur Werner Pichler, dem Leiter für den Gesang der Solisten Jochen Mühlbach und dem musikalischen Leiter Stephan Winkelhake gefallen. Die „kleine Hexe“ bleibt als Sommerstück zunächst bestehen. Da es sich um ein reines Schauspiel handele, seien die Proben weniger zeitintensiv. Die Texte könnten die Darsteller auch in der probenfreien Zeit lernen. Möglicherweise müsse man über die Verlegung des Premierentermins (31. Mai) nachdenken. Bei den weiteren Überlegungen spiele auch eine Rolle, ob und wann wieder spezielle Aufführungen für Schulen möglich seien, die die „Kleine Hexe“ buchen können. Die Kosten für dieses Stück seien insgesamt deutlich geringer als für den „Horrorladen“ und lägen bei etwa 25.000 Euro, berichtet Müller. Auch das Kinder-Stück „Die Gänsemagd“ bleibt zunächst im Programm. Beim Theater von Kindern für Kinder möchte der Freilichtbühnen-Nachwuchs gerne zeigen, was er kann. Proben sind selbstverständlich auch hier vorerst nicht möglich, die Premiere ist für den 7. Juni vorgesehen – bislang. Wer Theater spielt, muss immer mit Unwägbarkeiten rechnen, das liegt in der Natur der (Live-)Sache. Man habe auch schon mal am Anfang der Saison bei der Wahl des Stückes umdisponiert, sagt Müller. Aber dass ein Stück plötzlich für die gesamte Saison abgesagt werden müsse, habe er noch nicht erlebt. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitgliedern und die finanzielle Verantwortung für den Verein hätten jedoch keinen Spielraum gelassen.

Freilichtbühne Porta sagt Abendstück für komplette Saison ab

Szene aus „Romeo und Julia“ in der Saison 2019. Damals lief alles nach Plan. In dieser Saison fällt das Abendstück „Der kleine Horrorladen“ dem Coronavirus zum Opfer. MT-Foto: Ursula Koch © koch

Porta Westfalica. Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch für die Freilichtbühne Porta gravierende Folgen. Das Abendstück „Der kleine Horrorladen“ entfällt komplett. Ob das Familienstück „Die kleine Hexe“ über die Bühne geht, bleibt vorerst offen. Das hat der Vereinsvorstand in dieser Woche entschieden. Möglicherweise fällt die gesamte Saison ins Wasser.

„Wir sind natürlich alle sehr traurig darüber“, sagt Vorsitzender Andreas Müller zum MT. Aber da aufgrund entsprechender Vorschriften sämtliche Aktivitäten an der Bühne bis zum 30. April eingestellt werden müssen, sei zumindest die Inszenierung des „kleinen Horrorladens“ nicht möglich. Dafür sei das Stück, das Gesang, Schauspiel und Livemusik vereint, in der Vorbereitung zu aufwendig. „Eine verbleibende Probenzeit von nicht einmal sieben Wochen reicht dafür nicht aus.“ Überdies sei völlig ungewiss, ob im Mai tatsächlich gestartet werden könnte, um dann Ende Juni Premiere zu feiern. . „Wir haben eine gesundheitliche Verantwortung, aber auch eine finanzielle“, sagt Müller im Hinblick auf die Kosten, die das Abendstücks mit allem Drum und Dran kosten würde. Das seien ungefähr 40.000 bis 45.000 Euro. Deshalb sei es wichtig, die Vorbereitungen frühzeitig zu stoppen, wenn nicht absehbar sei, ob überhaupt Geld eingespielt werden könnte.

Die Entscheidung zur Absage des Stücks sei nach Rücksprache mit dem Regisseur Werner Pichler, dem Leiter für den Gesang der Solisten Jochen Mühlbach und dem musikalischen Leiter Stephan Winkelhake gefallen. Die „kleine Hexe“ bleibt als Sommerstück zunächst bestehen. Da es sich um ein reines Schauspiel handele, seien die Proben weniger zeitintensiv. Die Texte könnten die Darsteller auch in der probenfreien Zeit lernen. Möglicherweise müsse man über die Verlegung des Premierentermins (31. Mai) nachdenken. Bei den weiteren Überlegungen spiele auch eine Rolle, ob und wann wieder spezielle Aufführungen für Schulen möglich seien, die die „Kleine Hexe“ buchen können. Die Kosten für dieses Stück seien insgesamt deutlich geringer als für den „Horrorladen“ und lägen bei etwa 25.000 Euro, berichtet Müller.

Auch das Kinder-Stück „Die Gänsemagd“ bleibt zunächst im Programm. Beim Theater von Kindern für Kinder möchte der Freilichtbühnen-Nachwuchs gerne zeigen, was er kann. Proben sind selbstverständlich auch hier vorerst nicht möglich, die Premiere ist für den 7. Juni vorgesehen – bislang.

Wer Theater spielt, muss immer mit Unwägbarkeiten rechnen, das liegt in der Natur der (Live-)Sache. Man habe auch schon mal am Anfang der Saison bei der Wahl des Stückes umdisponiert, sagt Müller. Aber dass ein Stück plötzlich für die gesamte Saison abgesagt werden müsse, habe er noch nicht erlebt. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitgliedern und die finanzielle Verantwortung für den Verein hätten jedoch keinen Spielraum gelassen.

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