Baugebiet östlich der Bäckerstraße in Lerbeck ist wieder in Gefahr Thomas Lieske Porta Westfalica-Lerbeck. Für die Erschließergemeinschaft des neuen Baugebiets östlich der Bäckerstraße in Lerbeck ist es zum Verzweifeln. Nachdem eigentlich schon eine Einigung im Streit um die Erschließung der Baugrundstücke in Sicht war, steht das Projekt nun wieder einmal auf der Kippe. In letzter Minute ist offenbar ein Sondervertrag geplatzt. Damit verstreicht noch mehr Zeit. Knackpunkt war bisher ein Grundstück am Ende des neuen Baugebiets. Der Eigentümer ist nicht Mitglied in der Erschließergemeinschaft, in der sich die übrigen Grundbesitzer zusammengetan haben, um das Projekt voranzutreiben. Bisher bestand die Stadt aber darauf, dass auch dieses Grundstück Teil des neu zu planenden Baugebiets wird. Weil die Gemeinschaft aber die Kosten für einen Privatweg zu diesem Hof hätte tragen sollen, wollte sie zuletzt einen Sondervertrag mit dem Grundstückseigentümer schließen. Der hätte besagt, dass er sich an den Kosten beteiligt, wenn er sein Areal doch irgendwann bebauen lassen würde. Einen Termin zur Unterschrift habe er dann aber kurzfristig platzen lassen, beklagt die Erschließergemeinschaft gegenüber dem MT. Nun muss sie improvisieren. Der neue Plan: Das Baugebiet nun doch ohne dieses Grundstück ausweisen. Das wollte die Stadt bisher so nicht zulassen. Doch nun geht es offenbar auch so. Der Nachteil: Der Bebauungsplan müsste wieder für vier Wochen öffentlich ausgelegt werden. Wenn es schlecht läuft, könnte der rechtssichere Plan damit erst im Sommer stehen. Dabei drängt die Zeit. Seit mehr als zwei Jahren laufen bereits die Planungen, einige hätten sich bereits das nötige Geld für Bauvorhaben besorgt, heißt es aus der Gemeinschaft. Dafür würden bereits seit längerer Zeit Zinsen anfallen. Zudem habe die Gemeinschaft nach eigenen Angaben bereits einen sechsstelligen Betrag in die bisherigen Planungen investiert. Die sehen mehrere Mehrfamilienhäuser mit bezahlbarem Wohnraum vor. Außerdem plant die Erschließergemeinschaft ein ökologisches Projekt mit Biotop, Solaranlagen, grünen Dächern und einer geplant autarken Energie- und Wärmeversorgung. Ein Investor sei bereits im Planungsprozess abgesprungen, weil der sich bereits lange hingezogen habe. Bisher hatte es immer wieder Abstimmungsprobleme zwischen Planern und der Stadt gegeben. Die neue Verzögerung könnte die Pläne wieder in Gefahr bringen, heißt es aus der Gemeinschaft. Denn die Investoren könnten auch jederzeit an anderer Stelle bauen. Damit wäre das Projekt östlich der Bäckerstraße begraben, bevor es überhaupt begonnen hat.

Baugebiet östlich der Bäckerstraße in Lerbeck ist wieder in Gefahr

Hinter der Baumreihe soll eigentlich ein neues Baugebiet für Mehrfamilienhäuser mit bezahlbarem Wohnraum entstehen. MT- © Foto: Thomas Lieske

Porta Westfalica-Lerbeck. Für die Erschließergemeinschaft des neuen Baugebiets östlich der Bäckerstraße in Lerbeck ist es zum Verzweifeln. Nachdem eigentlich schon eine Einigung im Streit um die Erschließung der Baugrundstücke in Sicht war, steht das Projekt nun wieder einmal auf der Kippe. In letzter Minute ist offenbar ein Sondervertrag geplatzt. Damit verstreicht noch mehr Zeit.

Knackpunkt war bisher ein Grundstück am Ende des neuen Baugebiets. Der Eigentümer ist nicht Mitglied in der Erschließergemeinschaft, in der sich die übrigen Grundbesitzer zusammengetan haben, um das Projekt voranzutreiben. Bisher bestand die Stadt aber darauf, dass auch dieses Grundstück Teil des neu zu planenden Baugebiets wird. Weil die Gemeinschaft aber die Kosten für einen Privatweg zu diesem Hof hätte tragen sollen, wollte sie zuletzt einen Sondervertrag mit dem Grundstückseigentümer schließen. Der hätte besagt, dass er sich an den Kosten beteiligt, wenn er sein Areal doch irgendwann bebauen lassen würde.

Einen Termin zur Unterschrift habe er dann aber kurzfristig platzen lassen, beklagt die Erschließergemeinschaft gegenüber dem MT. Nun muss sie improvisieren. Der neue Plan: Das Baugebiet nun doch ohne dieses Grundstück ausweisen. Das wollte die Stadt bisher so nicht zulassen. Doch nun geht es offenbar auch so. Der Nachteil: Der Bebauungsplan müsste wieder für vier Wochen öffentlich ausgelegt werden. Wenn es schlecht läuft, könnte der rechtssichere Plan damit erst im Sommer stehen.

Dabei drängt die Zeit. Seit mehr als zwei Jahren laufen bereits die Planungen, einige hätten sich bereits das nötige Geld für Bauvorhaben besorgt, heißt es aus der Gemeinschaft. Dafür würden bereits seit längerer Zeit Zinsen anfallen. Zudem habe die Gemeinschaft nach eigenen Angaben bereits einen sechsstelligen Betrag in die bisherigen Planungen investiert. Die sehen mehrere Mehrfamilienhäuser mit bezahlbarem Wohnraum vor. Außerdem plant die Erschließergemeinschaft ein ökologisches Projekt mit Biotop, Solaranlagen, grünen Dächern und einer geplant autarken Energie- und Wärmeversorgung.

Ein Investor sei bereits im Planungsprozess abgesprungen, weil der sich bereits lange hingezogen habe. Bisher hatte es immer wieder Abstimmungsprobleme zwischen Planern und der Stadt gegeben. Die neue Verzögerung könnte die Pläne wieder in Gefahr bringen, heißt es aus der Gemeinschaft. Denn die Investoren könnten auch jederzeit an anderer Stelle bauen. Damit wäre das Projekt östlich der Bäckerstraße begraben, bevor es überhaupt begonnen hat.

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