Porta Westfalica/Bielefeld

Urteil gegen mutmaßlichen Vergewaltiger aus Porta fällt voraussichtlich im März

Nils Middelhauve

Symbolfoto: Eike J. Horstmann
Symbolfoto: Eike J. Horstmann

Porta Westfalica/Bielefeld. Der Prozess gegen den 23 Jahre alten Wulf J. (Name geändert) sieht seinem Ende entgegen: Seit November muss sich der Mann aus Porta Westfalica wegen des Verdachts mehrerer Sexualstraftaten, die sich in Bad Oeynhausen, Minden und Porta ereignet haben sollen, vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Das Gericht plant nun, das Urteil am 16. März zu verkünden.

Seit dem 25. November muss sich Wulf J. gegen schwere Vorwürfe verteidigen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem geringfügig vorbestraften Angeklagten vor, zwei Frauen vergewaltigt zu haben.

Die Taten sollen sich in seiner Wohnung in Porta sowie in Minden ereignet haben. Darüber hinaus soll J. in Bad Oeynhausen eine Frau bedrängt und zu sexuellen Handlungen genötigt haben.

Die XX. Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Carsten Glashörster hatte zunächst lediglich fünf Verhandlungstage angesetzt, das Verfahren hätte am 9. Januar seinen Abschluss finden sollen. Jedoch hatten sich während des laufenden Prozesses mehrere Frauen an das Landgericht gewandt, die ebenfalls den Vorwurf sexueller Übergriffe des Angeklagten erhoben.

In den folgenden Wochen vernahm das Gericht diese Frauen in nichtöffentlichen Verhandlungen als Zeuginnen. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass die nun zusätzlich im Raum stehenden Taten zwar nicht Gegenstand der Anklage und des Verfahrens sind, das Gericht sich aber dennoch ein möglichst genaues Bild vom generellen Verhalten des Angeklagten Frauen gegenüber machen möchte. Wulf J. droht neben einer Verurteilung zu einer Haftstrafe auch die anschließende Unterbringung in der Sicherungsverwahrung.

An den kommenden beiden Verhandlungstagen soll der Psychiater Gerhard Dankwarth sein Gutachten erstatten, im Anschluss plant die Kammer in nichtöffentlicher Verhandlung die Schlussvorträge von Verteidigung, Nebenklage und Staatsanwaltschaft entgegenzunehmen. Das Urteil wird am Montag, 16. März, erwartet.

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Porta Westfalica/BielefeldUrteil gegen mutmaßlichen Vergewaltiger aus Porta fällt voraussichtlich im MärzNils MiddelhauvePorta Westfalica/Bielefeld. Der Prozess gegen den 23 Jahre alten Wulf J. (Name geändert) sieht seinem Ende entgegen: Seit November muss sich der Mann aus Porta Westfalica wegen des Verdachts mehrerer Sexualstraftaten, die sich in Bad Oeynhausen, Minden und Porta ereignet haben sollen, vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Das Gericht plant nun, das Urteil am 16. März zu verkünden. Seit dem 25. November muss sich Wulf J. gegen schwere Vorwürfe verteidigen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem geringfügig vorbestraften Angeklagten vor, zwei Frauen vergewaltigt zu haben. Die Taten sollen sich in seiner Wohnung in Porta sowie in Minden ereignet haben. Darüber hinaus soll J. in Bad Oeynhausen eine Frau bedrängt und zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Die XX. Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Carsten Glashörster hatte zunächst lediglich fünf Verhandlungstage angesetzt, das Verfahren hätte am 9. Januar seinen Abschluss finden sollen. Jedoch hatten sich während des laufenden Prozesses mehrere Frauen an das Landgericht gewandt, die ebenfalls den Vorwurf sexueller Übergriffe des Angeklagten erhoben. In den folgenden Wochen vernahm das Gericht diese Frauen in nichtöffentlichen Verhandlungen als Zeuginnen. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass die nun zusätzlich im Raum stehenden Taten zwar nicht Gegenstand der Anklage und des Verfahrens sind, das Gericht sich aber dennoch ein möglichst genaues Bild vom generellen Verhalten des Angeklagten Frauen gegenüber machen möchte. Wulf J. droht neben einer Verurteilung zu einer Haftstrafe auch die anschließende Unterbringung in der Sicherungsverwahrung. An den kommenden beiden Verhandlungstagen soll der Psychiater Gerhard Dankwarth sein Gutachten erstatten, im Anschluss plant die Kammer in nichtöffentlicher Verhandlung die Schlussvorträge von Verteidigung, Nebenklage und Staatsanwaltschaft entgegenzunehmen. Das Urteil wird am Montag, 16. März, erwartet.