Porta Westfalica

Suche nach Standorten für neue Bäume in Porta offenbar schwierig

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Es ist offenbar gar nicht so einfach, Standorte für 1.000 neue Bäume zu finden. MT- - © Foto: Archiv
Es ist offenbar gar nicht so einfach, Standorte für 1.000 neue Bäume zu finden. MT- (© Foto: Archiv)

Porta Westfalica (lies). Die Suche nach Standorten für neue Bäume im Zuge der vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutzinitiative „1.000 zusätzliche Bäume für Porta“ gestaltet sich in einigen Stadtteilen offenbar schwieriger als zunächst gedacht. Das wurde einmal mehr während der Sitzung des Bezirksausschusses Neesen/Lerbeck am Dienstagabend in der Mensa der Grundschule im Stadtteil Neesen deutlich.

Laut Ratsbeschluss sind die Mitglieder der einzelnen Bezirksausschüsse dazu aufgefordert, Standorte zu benennen, an denen die Stadt Teile der 1.000 zusätzlichen Bäume pflanzen kann. Sowohl für Neesen als auch für Lerbeck fielen den Ausschussmitgliedern kaum freie Flächen ein. Deshalb hatte der Lerbecker Norbert Schulte eine Idee, die der Ausschuss für gut befunden hat und der Verwaltung vorschlagen will.

„Als wir privat nach Lerbeck gezogen sind, gab es von der Stadt das Angebot, auf städtische Kosten Pflanzen auszusuchen, um das Baugrundstück zu begrünen“, erinnerte sich Schulte. Das sei für ihn auch die Parallele zur jetzigen Aktion. „Wir sollten Grundstückseigentümer auffordern, sich bei der Stadt zu melden, ob sie auf ihren Grundstücken noch Platz für weitere Bäume haben“, sagte Schulte. Denn über die privaten Flächen hätten die Ausschussmitglieder kaum Überblick.

Zudem könne die Stadt vor allem Landwirte im Nebenerwerb ansprechen. Die hätten laut Schulte oftmals kleinere Flächen, die sich nicht rentabel bewirtschaften ließen. „Vielleicht lässt sich da ja auch der eine oder andere Baum neu pflanzen.“

Die gut gemeinte Aktion hat auch andere Stadtteile und die Verwaltung bereits vor Herausforderungen gestellt. Denn nicht jeder vorgeschlagene Pflanzort eignet sich für jede Baumart. Da müsse die Stadt genau hinschauen, wo sie welche Bäume hinsetzen könne, sagte Portas Technischer Beigeordneter Stefan Mohme in einer früheren Ausschusssitzung. Zudem müssen Abstände zu Grundstücksgrenzen eingehalten werden. So könne es sein, dass eine freie Fläche auf den ersten Blick als geeignet erscheint, eine Vermessung aber ergibt, dass der zu pflanzende Baum in späterer Größe über Grundstücksgrenzen herüberragt und Schäden anrichten könnte.

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Porta WestfalicaSuche nach Standorten für neue Bäume in Porta offenbar schwierigPorta Westfalica (lies). Die Suche nach Standorten für neue Bäume im Zuge der vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutzinitiative „1.000 zusätzliche Bäume für Porta“ gestaltet sich in einigen Stadtteilen offenbar schwieriger als zunächst gedacht. Das wurde einmal mehr während der Sitzung des Bezirksausschusses Neesen/Lerbeck am Dienstagabend in der Mensa der Grundschule im Stadtteil Neesen deutlich. Laut Ratsbeschluss sind die Mitglieder der einzelnen Bezirksausschüsse dazu aufgefordert, Standorte zu benennen, an denen die Stadt Teile der 1.000 zusätzlichen Bäume pflanzen kann. Sowohl für Neesen als auch für Lerbeck fielen den Ausschussmitgliedern kaum freie Flächen ein. Deshalb hatte der Lerbecker Norbert Schulte eine Idee, die der Ausschuss für gut befunden hat und der Verwaltung vorschlagen will. „Als wir privat nach Lerbeck gezogen sind, gab es von der Stadt das Angebot, auf städtische Kosten Pflanzen auszusuchen, um das Baugrundstück zu begrünen“, erinnerte sich Schulte. Das sei für ihn auch die Parallele zur jetzigen Aktion. „Wir sollten Grundstückseigentümer auffordern, sich bei der Stadt zu melden, ob sie auf ihren Grundstücken noch Platz für weitere Bäume haben“, sagte Schulte. Denn über die privaten Flächen hätten die Ausschussmitglieder kaum Überblick. Zudem könne die Stadt vor allem Landwirte im Nebenerwerb ansprechen. Die hätten laut Schulte oftmals kleinere Flächen, die sich nicht rentabel bewirtschaften ließen. „Vielleicht lässt sich da ja auch der eine oder andere Baum neu pflanzen.“ Die gut gemeinte Aktion hat auch andere Stadtteile und die Verwaltung bereits vor Herausforderungen gestellt. Denn nicht jeder vorgeschlagene Pflanzort eignet sich für jede Baumart. Da müsse die Stadt genau hinschauen, wo sie welche Bäume hinsetzen könne, sagte Portas Technischer Beigeordneter Stefan Mohme in einer früheren Ausschusssitzung. Zudem müssen Abstände zu Grundstücksgrenzen eingehalten werden. So könne es sein, dass eine freie Fläche auf den ersten Blick als geeignet erscheint, eine Vermessung aber ergibt, dass der zu pflanzende Baum in späterer Größe über Grundstücksgrenzen herüberragt und Schäden anrichten könnte.