Hausberge

69-Jähriger stirbt nach Unfall im Porta-Bad

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Hier im Porta-Bad ereignete sich der laut Polizei tragische Unglücksfall. MT- - © Foto: Thomas Lieske
Hier im Porta-Bad ereignete sich der laut Polizei tragische Unglücksfall. MT- (© Foto: Thomas Lieske)

Porta Westfalica-Hausberge (lies). Ein 69 Jahre alter Mann ist bereits am vergangenen Mittwoch nach einem Unfall im Porta-Bad in Hausberge verstorben. Diese jetzt erst bekanntgewordene Info bestätigt Stadtwerke-Geschäftsführer Randulph Noack auf MT-Anfrage. Die Stadtwerke betreiben das Porta-Bad. Das sei während der laufenden Reanimation geräumt worden. Zwischen 60 und 70 Gäste hätten sich zu diesem Zeitpunkt am Abend in dem Hallenbad aufgehalten.

Das Gerücht, dass der Mann ertrunken sei, stimme nicht, betont Noack. Nach seinen Informationen sei der ältere Mann „unglücklich“ auf dem Ein-Meter-Brett gestürzt und außerhalb des Beckens aufgekommen. Besonders tragisch: Zunächst sei der Mann ansprechbar gewesen, „die Rettungskette hat funktioniert“, betont Noack. Bad-Angestellte, zu diesem Zeitpunkt seien eine Schwimmmeisterin und zwei Fachangestellte vor Ort gewesen, hätten sich sofort um den verletzten Mann gekümmert und den Notruf abgesetzt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sei alles ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Nach Übergabe des Patienten habe der allerdings plötzlich das Bewusstsein verloren und offenbar einen Herzstillstand erlitten. Die Reanimation sei rund eine Stunde gelaufen.

„Wir haben uns dann entschieden, das gesamte Bad inklusive Sauna-Trakt zu räumen.“ Dass der Fall, der zuerst nach einem normalen Sturz ausgesehen habe, solch eine Wendung genommen habe, sei „äußerst tragisch“, sagt Noack. Das habe auch beim Personal des Badbetriebs Spuren hinterlassen – vor allem, weil die Rettungskette gut gegriffen habe.

Das bestätigt auch Polizeisprecher Ralf Steinmeyer gegenüber dem MT. „Polizei und Staatsanwaltschaft ordnen den Vorfall als ein tragisches Unfallgeschehen ein.“ Die Ermittlungen seien bereits abgeschlossen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht.

Der ältere Mann wollte nach Ermittlungen der Polizei vom Ein-Meter-Brett springen. Da sich unter ihm aber ein Schwimmer befunden habe, sei er zurückgetreten. Bei einem Schritt ins Leere sei er gestürzt und auf einen Startblock geprallt. „Dem zunächst ansprechbaren Verletzten wurde sofort Erste Hilfe geleistet. Zudem wurden ein Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung alarmiert“, erklärt Steinmeyer. „Trotz ärztlicher Versorgung verstarb der Mann noch im Hallenbad an den schweren Sturzfolgen.“

An einen Todesfall im Bad kann sich Noack für die zurückliegenden 15 Jahre nicht erinnern. Zwischen fünf- und sechsmal im Jahr komme der Rettungswagen zum Porta-Bad. „Mal wegen eines Kreislaufzusammenbruchs in der Sauna, mal wegen eines allergischen Schocks nach einem Wespenstich im Freibad“, erklärt der Geschäftsführer. Stellt sich der Notfalleinsatz als besonders aufwendig dar, werde das Bad grundsätzlich geräumt, „damit wir Freiraum für die Rettungsarbeiten haben und in Ruhe arbeiten können und niemand die Szene mit ansehen muss“.

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Hausberge69-Jähriger stirbt nach Unfall im Porta-BadPorta Westfalica-Hausberge (lies). Ein 69 Jahre alter Mann ist bereits am vergangenen Mittwoch nach einem Unfall im Porta-Bad in Hausberge verstorben. Diese jetzt erst bekanntgewordene Info bestätigt Stadtwerke-Geschäftsführer Randulph Noack auf MT-Anfrage. Die Stadtwerke betreiben das Porta-Bad. Das sei während der laufenden Reanimation geräumt worden. Zwischen 60 und 70 Gäste hätten sich zu diesem Zeitpunkt am Abend in dem Hallenbad aufgehalten. Das Gerücht, dass der Mann ertrunken sei, stimme nicht, betont Noack. Nach seinen Informationen sei der ältere Mann „unglücklich“ auf dem Ein-Meter-Brett gestürzt und außerhalb des Beckens aufgekommen. Besonders tragisch: Zunächst sei der Mann ansprechbar gewesen, „die Rettungskette hat funktioniert“, betont Noack. Bad-Angestellte, zu diesem Zeitpunkt seien eine Schwimmmeisterin und zwei Fachangestellte vor Ort gewesen, hätten sich sofort um den verletzten Mann gekümmert und den Notruf abgesetzt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sei alles ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Nach Übergabe des Patienten habe der allerdings plötzlich das Bewusstsein verloren und offenbar einen Herzstillstand erlitten. Die Reanimation sei rund eine Stunde gelaufen. „Wir haben uns dann entschieden, das gesamte Bad inklusive Sauna-Trakt zu räumen.“ Dass der Fall, der zuerst nach einem normalen Sturz ausgesehen habe, solch eine Wendung genommen habe, sei „äußerst tragisch“, sagt Noack. Das habe auch beim Personal des Badbetriebs Spuren hinterlassen – vor allem, weil die Rettungskette gut gegriffen habe. Das bestätigt auch Polizeisprecher Ralf Steinmeyer gegenüber dem MT. „Polizei und Staatsanwaltschaft ordnen den Vorfall als ein tragisches Unfallgeschehen ein.“ Die Ermittlungen seien bereits abgeschlossen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht. Der ältere Mann wollte nach Ermittlungen der Polizei vom Ein-Meter-Brett springen. Da sich unter ihm aber ein Schwimmer befunden habe, sei er zurückgetreten. Bei einem Schritt ins Leere sei er gestürzt und auf einen Startblock geprallt. „Dem zunächst ansprechbaren Verletzten wurde sofort Erste Hilfe geleistet. Zudem wurden ein Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung alarmiert“, erklärt Steinmeyer. „Trotz ärztlicher Versorgung verstarb der Mann noch im Hallenbad an den schweren Sturzfolgen.“ An einen Todesfall im Bad kann sich Noack für die zurückliegenden 15 Jahre nicht erinnern. Zwischen fünf- und sechsmal im Jahr komme der Rettungswagen zum Porta-Bad. „Mal wegen eines Kreislaufzusammenbruchs in der Sauna, mal wegen eines allergischen Schocks nach einem Wespenstich im Freibad“, erklärt der Geschäftsführer. Stellt sich der Notfalleinsatz als besonders aufwendig dar, werde das Bad grundsätzlich geräumt, „damit wir Freiraum für die Rettungsarbeiten haben und in Ruhe arbeiten können und niemand die Szene mit ansehen muss“.