Barkhausen

Engel und Teufel gemeinsam: Beim Kinderkarneval gab es keine Grenzen

Michael Grundmeier

Engel und Teufel feiern zusammen: Beim Kinderkarneval in Barkhausen waren Grenzen ein Fremdwort. Foto: Michael Grundmeier - © Picasa
Engel und Teufel feiern zusammen: Beim Kinderkarneval in Barkhausen waren Grenzen ein Fremdwort. Foto: Michael Grundmeier (© Picasa)

Porta Westfalica-Barkhausen. Für die Karnevalsgesellschaft Grün-Rote Bütt beginnen die tollen Tage mit dem Kinderkarneval. Das war auch diesmal nicht anders. In der Aula der Grundschule Barkhausen war die Hölle los, und zwar durchaus im wörtlichen Sinne, wie ein Blick auf die Kostüme zeigte. Der kleine Leon beispielsweise hatte sich als süßer Teufel verkleiden lassen. Was ihm am Kinderkarneval besonders gut gefällt? Leon erklärt das so: „Es macht einfach Spaß sich zu verkleiden.“

Das Gegenstück bildete an diesem Nachmittag Emma, die eine Art Engel darstellen sollte. Es sei gar nicht so einfach, das richtige Kostüm zu finden, meint das Mädchen. Zunächst wollte Pippi Langstrumpf sein, habe es sich dann aber anders überlegt. Ein Engel sei doch viel schöner. Von einem Prinzessinnenkostüm hält Emma übrigens nur wenig. „Da ist das Kleid viel zu lang und man verheddert sich andauernd.“ Ansonsten gab es auch in diesem Jahr wieder die „üblichen Verdächtigen“: Hippie, Ninja-Krieger, „Turtle“, Flash, Cowboys, Piraten und sogar ein Rotkäppchen. Kurzum: Die Eltern hatten sich alle Mühe gegeben, ihre Zöglinge passend auszustaffieren. „Die Ansprüche sind schon ziemlich hoch“, meint eine Mutter schmunzelnd. „Früher hat man eine Augenklappe genommen und war ein Pirat, da hat sich einiges geändert.“ Allerdings habe es auch früher schon Mütter gegeben, die stundenlang an den Kostümen genäht hätten.

Bewundert wurden die kleinen Piraten und Hexen nicht nur von ihren Eltern – auch einige Großeltern waren in die Grundschule Barkhausen mitgekommen. Die waren hellauf begeistert von ihren Enkeln und Enkelinnen und erinnerten sich an ihre eigenen Karnevalserlebnisse. Viel zu staunen gab es auch, als die Tanzgruppen der Grün-Rote Bütt die Bühne enterten. Sowohl die Mini- als auch die Jugendgarde brachten richtig Schwung in die Gesellschaft. Als dann auch noch die Disco-Kids ihre artistischen Moves vorführten, war die Begeisterung riesig. Die Kinder klatschten im Takt und schrien ein ums andere Mal nach einer Zugabe. Das ließen sich die jungen Tänzer nicht zweimal sagen und schwangen noch einmal die Beine. Nach einer Riesen-Polonaise durch den gesamten Saal war die Party aber noch lange nicht zuende. Die Kinder konnten sich bei Kuchen, Crêpes und Hotdogs erholen oder ins Gespräch kommen. So standen Piraten und Cowboys, Ninjas und Hexen noch lange zusammen. Ein schönes Bild.

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BarkhausenEngel und Teufel gemeinsam: Beim Kinderkarneval gab es keine GrenzenMichael GrundmeierPorta Westfalica-Barkhausen. Für die Karnevalsgesellschaft Grün-Rote Bütt beginnen die tollen Tage mit dem Kinderkarneval. Das war auch diesmal nicht anders. In der Aula der Grundschule Barkhausen war die Hölle los, und zwar durchaus im wörtlichen Sinne, wie ein Blick auf die Kostüme zeigte. Der kleine Leon beispielsweise hatte sich als süßer Teufel verkleiden lassen. Was ihm am Kinderkarneval besonders gut gefällt? Leon erklärt das so: „Es macht einfach Spaß sich zu verkleiden.“ Das Gegenstück bildete an diesem Nachmittag Emma, die eine Art Engel darstellen sollte. Es sei gar nicht so einfach, das richtige Kostüm zu finden, meint das Mädchen. Zunächst wollte Pippi Langstrumpf sein, habe es sich dann aber anders überlegt. Ein Engel sei doch viel schöner. Von einem Prinzessinnenkostüm hält Emma übrigens nur wenig. „Da ist das Kleid viel zu lang und man verheddert sich andauernd.“ Ansonsten gab es auch in diesem Jahr wieder die „üblichen Verdächtigen“: Hippie, Ninja-Krieger, „Turtle“, Flash, Cowboys, Piraten und sogar ein Rotkäppchen. Kurzum: Die Eltern hatten sich alle Mühe gegeben, ihre Zöglinge passend auszustaffieren. „Die Ansprüche sind schon ziemlich hoch“, meint eine Mutter schmunzelnd. „Früher hat man eine Augenklappe genommen und war ein Pirat, da hat sich einiges geändert.“ Allerdings habe es auch früher schon Mütter gegeben, die stundenlang an den Kostümen genäht hätten. Bewundert wurden die kleinen Piraten und Hexen nicht nur von ihren Eltern – auch einige Großeltern waren in die Grundschule Barkhausen mitgekommen. Die waren hellauf begeistert von ihren Enkeln und Enkelinnen und erinnerten sich an ihre eigenen Karnevalserlebnisse. Viel zu staunen gab es auch, als die Tanzgruppen der Grün-Rote Bütt die Bühne enterten. Sowohl die Mini- als auch die Jugendgarde brachten richtig Schwung in die Gesellschaft. Als dann auch noch die Disco-Kids ihre artistischen Moves vorführten, war die Begeisterung riesig. Die Kinder klatschten im Takt und schrien ein ums andere Mal nach einer Zugabe. Das ließen sich die jungen Tänzer nicht zweimal sagen und schwangen noch einmal die Beine. Nach einer Riesen-Polonaise durch den gesamten Saal war die Party aber noch lange nicht zuende. Die Kinder konnten sich bei Kuchen, Crêpes und Hotdogs erholen oder ins Gespräch kommen. So standen Piraten und Cowboys, Ninjas und Hexen noch lange zusammen. Ein schönes Bild.