Veltheim

Löschgruppe Veltheim-Möllbergen: Zu 39 Einsätzen ausgerückt

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Jan Schlensker (Zweiter von links) ist neuer stellvertretender Löschgruppenführer und Nachfolger von Wolfgang Pauser (Dritter von links). Zu den Geehrten zählt Christian Lutz (Fünfter von rechts) , der das Feuerwehrehrenzeichen in Gold bekam. Foto: Michael Horst - © horst
Jan Schlensker (Zweiter von links) ist neuer stellvertretender Löschgruppenführer und Nachfolger von Wolfgang Pauser (Dritter von links). Zu den Geehrten zählt Christian Lutz (Fünfter von rechts) , der das Feuerwehrehrenzeichen in Gold bekam. Foto: Michael Horst (© horst)

Porta Westfalica-Veltheim (mt/dh). Auf der Jahresversammlung der Löschgruppe Veltheim-Möllbergen blickte Löschgruppenführer Ralf Todeskino auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die Löschgruppe rückte zu 39 Einsätzen aus. Und Jan Schlensker übernahm das Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers von Wolfgang Pauser.

Einsatzschwerpunkt der Löschgruppe ist neben dem Stadtgebiet die Autobahn 2. 22-mal rückte die Feuerwehr zu Bränden aus, elfmal zu sogenannten technischen Hilfeleistungen, womit zumeist die Hilfe nach Verkehrsunfällen gemeint ist.

Das Gerätehaus am Sprengelweg ist auch Standort für ein Erkundungsfahrzeug (CBRN-Erkunder) des Bundes, das für Messeinsätze bei Gefahrgutunfällen eingesetzt wird oder bei Großbränden wie am 10. Juli am Kraftwerk Veltheim, wo die Löschgruppe bis zu 13 Stunden im Einsatz war. Dort brannte die ehemalige Rauchgasentschwefelungsanlage in voller Ausdehnung, Teile des Gebäudes stürzten ein. Aufgrund der Gefahr für die Einsatzkräfte ließ die Feuerwehr den Gebäudetrakt kontrolliert abbrennen.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 30. Juli auf der A 2, als ein Lkw-Gespann auf ein Absicherungsfahrzeug auffuhr und der Lkw-Fahrer im Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Beim Absturz eines Segelfliegers am 12. Oktober war die Löschgruppe sieben Stunden im Einsatz, die Rettung der beiden Flugzeuginsassen gelang mithilfe der Höhenretter aus Espelkamp und eines Rettungshubschraubers mit Winde.

Zu den Feuerwehrdiensten zählte auch eine Übung mit Gefahrgut auf dem Bauhof. Im November besuchte die Löschgruppe die Flughafenfeuerwehr in Achum. Aus eigenen Mitteln beschaffte die Löschgruppe eine Wärmebildkamera. Sie dient beim Löscheinsatz in Gebäuden zur Orientierung und zum Auffinden von Personen. Die Löschgruppe will auch Werkzeug zum Öffnen von Türen mit eigenen Geldern beschaffen.

Die Jugendfeuerwehr Veltheim-Möllbergen wird von Florian Todeskino geleitet, momentan sind 25 Kinder und Jugendliche in der Gruppe aktiv. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme am Stadtzeltlager in Otterndorf an der Nordsee, hier standen die Besichtigung der Feuerwehr Cuxhaven und ein Besuch im Bremer Universum auf dem Programm. Beim Jahresabschlussturnier der Jugendfeuerweh landete die Gruppe aus Veltheim-Möllbergen auf dem ersten Platz.

Leonie Wever, Lukas Möller, Thomas Janssen, Finn Kuhlmann und Florian Todeskino erhielten in der Versammlung die Urkunden für den erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung und weiterer Lehrgänge. Leonie Wever erhielt außerdem das Leistungsabzeichen in Bronze. Christian Lutz bekam das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold für 35 Jahre aktive Feuerwehrarbeit. Siegfried Heinrich ist der gute Geist im Gerätehaus der Löschgruppe, für sein Engagement erhielt er ein Präsent der Löschgruppe.

Nachdem der stellvertretende Löschgruppenführer Wolfgang Pauser Ende 2019 sein Amt niedergelegt hatte, sprach sich die Löschgruppe für Jan Schlensker als Nachfolger aus. Dieser nahm die Wahl an.

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VeltheimLöschgruppe Veltheim-Möllbergen: Zu 39 Einsätzen ausgerücktPorta Westfalica-Veltheim (mt/dh). Auf der Jahresversammlung der Löschgruppe Veltheim-Möllbergen blickte Löschgruppenführer Ralf Todeskino auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die Löschgruppe rückte zu 39 Einsätzen aus. Und Jan Schlensker übernahm das Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers von Wolfgang Pauser. Einsatzschwerpunkt der Löschgruppe ist neben dem Stadtgebiet die Autobahn 2. 22-mal rückte die Feuerwehr zu Bränden aus, elfmal zu sogenannten technischen Hilfeleistungen, womit zumeist die Hilfe nach Verkehrsunfällen gemeint ist. Das Gerätehaus am Sprengelweg ist auch Standort für ein Erkundungsfahrzeug (CBRN-Erkunder) des Bundes, das für Messeinsätze bei Gefahrgutunfällen eingesetzt wird oder bei Großbränden wie am 10. Juli am Kraftwerk Veltheim, wo die Löschgruppe bis zu 13 Stunden im Einsatz war. Dort brannte die ehemalige Rauchgasentschwefelungsanlage in voller Ausdehnung, Teile des Gebäudes stürzten ein. Aufgrund der Gefahr für die Einsatzkräfte ließ die Feuerwehr den Gebäudetrakt kontrolliert abbrennen. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 30. Juli auf der A 2, als ein Lkw-Gespann auf ein Absicherungsfahrzeug auffuhr und der Lkw-Fahrer im Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Beim Absturz eines Segelfliegers am 12. Oktober war die Löschgruppe sieben Stunden im Einsatz, die Rettung der beiden Flugzeuginsassen gelang mithilfe der Höhenretter aus Espelkamp und eines Rettungshubschraubers mit Winde. Zu den Feuerwehrdiensten zählte auch eine Übung mit Gefahrgut auf dem Bauhof. Im November besuchte die Löschgruppe die Flughafenfeuerwehr in Achum. Aus eigenen Mitteln beschaffte die Löschgruppe eine Wärmebildkamera. Sie dient beim Löscheinsatz in Gebäuden zur Orientierung und zum Auffinden von Personen. Die Löschgruppe will auch Werkzeug zum Öffnen von Türen mit eigenen Geldern beschaffen. Die Jugendfeuerwehr Veltheim-Möllbergen wird von Florian Todeskino geleitet, momentan sind 25 Kinder und Jugendliche in der Gruppe aktiv. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme am Stadtzeltlager in Otterndorf an der Nordsee, hier standen die Besichtigung der Feuerwehr Cuxhaven und ein Besuch im Bremer Universum auf dem Programm. Beim Jahresabschlussturnier der Jugendfeuerweh landete die Gruppe aus Veltheim-Möllbergen auf dem ersten Platz. Leonie Wever, Lukas Möller, Thomas Janssen, Finn Kuhlmann und Florian Todeskino erhielten in der Versammlung die Urkunden für den erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung und weiterer Lehrgänge. Leonie Wever erhielt außerdem das Leistungsabzeichen in Bronze. Christian Lutz bekam das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold für 35 Jahre aktive Feuerwehrarbeit. Siegfried Heinrich ist der gute Geist im Gerätehaus der Löschgruppe, für sein Engagement erhielt er ein Präsent der Löschgruppe. Nachdem der stellvertretende Löschgruppenführer Wolfgang Pauser Ende 2019 sein Amt niedergelegt hatte, sprach sich die Löschgruppe für Jan Schlensker als Nachfolger aus. Dieser nahm die Wahl an.