Künstlerforum Herford zu Gast in Porta

Ursula Koch

Gastspiel in Porta: Christel Verrijdt-Lindemann, Hans-Joachim Schrauwen, Yvonne Vahle und Sonja Vahle, Karl Heinz Sänger und Brigitte Schrauwen (von links) vom Künstleforum Herford posieren in ihrer Ausstellung „Facettenreich“ vor den fotorealistischen Porträt-Gemälden von Alexander Ort. MT- - © Foto: Ursula Koch
Gastspiel in Porta: Christel Verrijdt-Lindemann, Hans-Joachim Schrauwen, Yvonne Vahle und Sonja Vahle, Karl Heinz Sänger und Brigitte Schrauwen (von links) vom Künstleforum Herford posieren in ihrer Ausstellung „Facettenreich“ vor den fotorealistischen Porträt-Gemälden von Alexander Ort. MT- (© Foto: Ursula Koch)

Porta Westfalica-Hausberge. „Die Vereine sind schneller als die beiden Kreise“, sagt Hans-Joachim Schrauwen, Vorsitzender des Künstlerforum Herford. Er spielt mit der Bemerkung auf die gemeinsame Kulturentwicklung an, die die Kreise Herford und Minden-Lübbecke im vergangenen Herbst verabredet haben. Das Künstlerforum und der Kunstkreis Porta sind bei einer Ausstellung im vergangenen Jahr miteinander in Kontakt gekommen und hatten einen Austausch verabredet. So sind von Sonntag an in der Ausstellung "Facettenreich" Bilder der Mitglieder des Künstlerforums im Rathaus in Hausberge ausgestellt. Der Kunstkreis soll im Herbst im Herforder Kreishaus ausstellen.

Das Künstlerforum hatte die Malerin Brigitte Schrauwen vor zwei Jahren gegründet. Sie hatte dabei den Austausch untereinander im Sinn, aber eben auch Öffentlichkeit für die Künstler herzustellen und Ausstellungen zu organisieren. Das betreibt der Verein sehr rege, nutzt das Kreishaus, ein Bürgerzentrum, eine Tanzschule, ein Bankfiliale in Enger oder eine Arztpraxis in Bünde. Von den insgesamt knapp 50 Mitgliedern sind in der Ausstellung in Porta 21 vertreten. Wie beim Kunstkreis auch, ist die Kunst für sie alle nicht der Erwerbsberuf. Dementsprechend breitgefächert ist auch das künstlerische Spektrum, das von reinen Autodidakten bis zu Absolventen künstlerischer Studiengänge reicht.

Ebenso „Facettenreich“ präsentiert sich diese Ausstellung, reicht von Malerei über Collagen und Fotografie bis zu Keramik- und Metallskulpturen. Die stammen zum Beispiel von Karl Heinz Sänger, der mit Malerei begonnen hat, über seinen Beruf aber zum Metall kam. Heute malt er mit Eisen – das sind zum Beispiel stark stilisierte zweidimensionale Landschaften, die er aus Stahlstäben biegt und schweißt. Auch seine dreidimensionale „Welle“ basiert auf einer zweidimensionalen Mondsichel, die er allerdings so ineinander verschränkt, dass eine plastische Figur entsteht. In „Flying Nofretete“ hat er drei Silhouetten der berühmten Büste zu einer Art Propeller montiert, der auf einer Stahlkugel steckt.

Sonja Vahle aus Herford ist von Beruf Krankenschwester. In einer krankheitsbedingten Pause hat sie 2008 zur Malerei gefunden. Sie hat einige Kurse besucht, unterrichtet inzwischen auch selbst und empfindet die Malerei heute als einen „guten Ausgleich“ zum Job. Sie hat keinen festgelegten Stil, malt sowohl abstrakt, wie naturalistische Landschaften.

Yvonne Vahle aus Lübbecke verarbeitet in ihren Bildern dreidimensionale Masken. Ihr geht es darum Natur und Unterbewusstsein in Einklang zu bringen. Sie beschäftigte sich schon zur Schulzeit intensiv mit Kunst und ist ausgebildete Schauwerbegestalterin. Brigitte Schrauwen malt bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten, hat ursprünglich mit Aquarell angefangen, benutzt heute die ebenfalls sehr flüssigen Airbrush-Farben auf Leinwand, der sie mit Marmormehl Struktur verleiht. In Porta zeigt sie abstrahierte Blumenstillleben.

Christel Verrijdt-Lindemann hat sich der Fotografie verschrieben. Die Natur ist ihr Motiv, vor allem weil sie den Blick ihrer Enkel für die Details und das Schützenswerte schärfen will. Spiegelungen habe es ihr angetan und darum ist in ihren Bildern häufig Wasser zu finden.

Außerdem sind in der Ausstellung verteten die Keramikerin Christa Große-Wöhrmann, Ronald Schäfer mit Metallskulpturen, die Fotografen David Hirschhäuser mit grafisch durchkomponierten Schwarz-Weiß-Aufnahmen und Gerhard Knollmann mit sehr malerischen Landschafts-Aufnamen. Das Genre Malerei vertreten Vilma Paduschak, Olga Gorodetzki, Gines de Castillo-Elejabeytia, Claudia Bach, Alexander Ort mit fotorealistischen Großporträts, Ulrike Terhardt, Lydia Padel, Andrea Lohmeier, Liane Przybilla und Michael Wallenfang. Angelika Paschen-Hofmann gestaltet sehr poetische kleinformatige Collagen und Ulla Tomalla nutzt eine spezielle Aquarell-Technik für sehr expressive Bilder.

Die Ausstellung „Facettenreich“ wird am Sonntag, 16. Februar, um 11.15 Uhr im Rathaus I, Kempstraße 1, eröffnet und ist dort bis zum 17. April Mo-Di 8.30-16 Uhr, Do 8.30-17 Uhr sowie Fr 8.30-13 Uhr zu besichtigen

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Künstlerforum Herford zu Gast in PortaUrsula KochPorta Westfalica-Hausberge. „Die Vereine sind schneller als die beiden Kreise“, sagt Hans-Joachim Schrauwen, Vorsitzender des Künstlerforum Herford. Er spielt mit der Bemerkung auf die gemeinsame Kulturentwicklung an, die die Kreise Herford und Minden-Lübbecke im vergangenen Herbst verabredet haben. Das Künstlerforum und der Kunstkreis Porta sind bei einer Ausstellung im vergangenen Jahr miteinander in Kontakt gekommen und hatten einen Austausch verabredet. So sind von Sonntag an in der Ausstellung "Facettenreich" Bilder der Mitglieder des Künstlerforums im Rathaus in Hausberge ausgestellt. Der Kunstkreis soll im Herbst im Herforder Kreishaus ausstellen. Das Künstlerforum hatte die Malerin Brigitte Schrauwen vor zwei Jahren gegründet. Sie hatte dabei den Austausch untereinander im Sinn, aber eben auch Öffentlichkeit für die Künstler herzustellen und Ausstellungen zu organisieren. Das betreibt der Verein sehr rege, nutzt das Kreishaus, ein Bürgerzentrum, eine Tanzschule, ein Bankfiliale in Enger oder eine Arztpraxis in Bünde. Von den insgesamt knapp 50 Mitgliedern sind in der Ausstellung in Porta 21 vertreten. Wie beim Kunstkreis auch, ist die Kunst für sie alle nicht der Erwerbsberuf. Dementsprechend breitgefächert ist auch das künstlerische Spektrum, das von reinen Autodidakten bis zu Absolventen künstlerischer Studiengänge reicht. Ebenso „Facettenreich“ präsentiert sich diese Ausstellung, reicht von Malerei über Collagen und Fotografie bis zu Keramik- und Metallskulpturen. Die stammen zum Beispiel von Karl Heinz Sänger, der mit Malerei begonnen hat, über seinen Beruf aber zum Metall kam. Heute malt er mit Eisen – das sind zum Beispiel stark stilisierte zweidimensionale Landschaften, die er aus Stahlstäben biegt und schweißt. Auch seine dreidimensionale „Welle“ basiert auf einer zweidimensionalen Mondsichel, die er allerdings so ineinander verschränkt, dass eine plastische Figur entsteht. In „Flying Nofretete“ hat er drei Silhouetten der berühmten Büste zu einer Art Propeller montiert, der auf einer Stahlkugel steckt. Sonja Vahle aus Herford ist von Beruf Krankenschwester. In einer krankheitsbedingten Pause hat sie 2008 zur Malerei gefunden. Sie hat einige Kurse besucht, unterrichtet inzwischen auch selbst und empfindet die Malerei heute als einen „guten Ausgleich“ zum Job. Sie hat keinen festgelegten Stil, malt sowohl abstrakt, wie naturalistische Landschaften. Yvonne Vahle aus Lübbecke verarbeitet in ihren Bildern dreidimensionale Masken. Ihr geht es darum Natur und Unterbewusstsein in Einklang zu bringen. Sie beschäftigte sich schon zur Schulzeit intensiv mit Kunst und ist ausgebildete Schauwerbegestalterin. Brigitte Schrauwen malt bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten, hat ursprünglich mit Aquarell angefangen, benutzt heute die ebenfalls sehr flüssigen Airbrush-Farben auf Leinwand, der sie mit Marmormehl Struktur verleiht. In Porta zeigt sie abstrahierte Blumenstillleben. Christel Verrijdt-Lindemann hat sich der Fotografie verschrieben. Die Natur ist ihr Motiv, vor allem weil sie den Blick ihrer Enkel für die Details und das Schützenswerte schärfen will. Spiegelungen habe es ihr angetan und darum ist in ihren Bildern häufig Wasser zu finden. Außerdem sind in der Ausstellung verteten die Keramikerin Christa Große-Wöhrmann, Ronald Schäfer mit Metallskulpturen, die Fotografen David Hirschhäuser mit grafisch durchkomponierten Schwarz-Weiß-Aufnahmen und Gerhard Knollmann mit sehr malerischen Landschafts-Aufnamen. Das Genre Malerei vertreten Vilma Paduschak, Olga Gorodetzki, Gines de Castillo-Elejabeytia, Claudia Bach, Alexander Ort mit fotorealistischen Großporträts, Ulrike Terhardt, Lydia Padel, Andrea Lohmeier, Liane Przybilla und Michael Wallenfang. Angelika Paschen-Hofmann gestaltet sehr poetische kleinformatige Collagen und Ulla Tomalla nutzt eine spezielle Aquarell-Technik für sehr expressive Bilder. Die Ausstellung „Facettenreich“ wird am Sonntag, 16. Februar, um 11.15 Uhr im Rathaus I, Kempstraße 1, eröffnet und ist dort bis zum 17. April Mo-Di 8.30-16 Uhr, Do 8.30-17 Uhr sowie Fr 8.30-13 Uhr zu besichtigen