Feuerwehr rückt näher an den Einsatzort Autobahn Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Holtrup (mt). Der Bürgermeister hatte erst drei Sätze gesagt, da drohte ihm der offizielle Auftakt zum Bau des Feuerwehrhauses zu verhageln. Glücklicherweise blieb es gestern Nachmittag bei einem kleinen körnigen Schauer, so dass die Gäste bis zum Ende zuhörten, was auch deshalb leicht fiel, weil Bernd Hedtmann sich kurz fasste. Es war ja auch „nur“ der erste Spatenstich und nicht die Einweihung. Gleichwohl ist der Start des Bauprojekts für die Männer und Frauen der Löschgruppe Holtrup-Vennebeck-Costedt von großer Bedeutung. Sie warten nämlich schon ein paar Jahre auf eine zeitgemäße Unterkunft. Der richtungweisende Ratsbeschluss dazu wurde bereits Mitte 2017 gefasst. Derzeit ist der Verbund der drei ehemals eigenständigen Löschgruppen noch in den alten Häusern am Denkmalsweg in Vennebeck und an der Vössener Straße in Holtrup untergebracht. „Das Wort Behelf beschreibt die aktuelle Situation noch recht freundlich“, meint Portas Feuerwehrchef Jens Grabbe. Löschgruppenführer Sascha Jung freut sich schon darauf, wenn demnächst knapp 50 Feuerwehrleute an die Holtruper Straße umziehen. Der Standort sei gut gewählt, um rasch zu den Einsatzorten zu gelangen. Wichtig vor allem, dass die Feuerwehr nicht erst durchs Wohngebiet müsse, sondern gleich auf einer Landesstraße sei. Hätte sich die Wehr den optimalen Standort in A2-Nähe aussuchen können, wäre die Wahl wohl auf das Gelände des Metro-Großmarktes gefallen, Aber das ist nun einmal belegt und so kam als gute Alternative das städtische Grundstück an der Ecke Eschweg/Holtruper Straße ins Spiel. Dort entsteht ein 400 Quadratmeter großes Gebäude. Die eine Hälfte ist für die drei Fahrzeuge vorgesehen, die andere für die Löschgruppe. Die Kosten sollen knapp 1,1 Millionen Euro betragen. Der städtische Ingenieur Willy Nolte rechnet mit einem Dreivierteljahr Bauzeit. Der Vorlauf sei deutlich aufwendiger. „Allein ein Jahr braucht man fürs Planungsrecht.“ Absprachen mit Behörden seien nötig, von den Archäologen über den Kampfmittelmittelräumdienst bis hin zu Straßen NRW. Komplikationen bescherte zudem eine sogenannte Ausgleichsfläche, die auf dem Gelände für ein früheres Bauprojekt angelegt worden war. Für den Gehölzstreifen, der zudem erweitert wird, hat die Stadt in unmittelbarer Nähe einen Platz gefunden. Seit 2003 überarbeitet die Feuerwehr mithilfe des Brandschutzbedarfsplans ihr Standortkonzept. Die Zeiten, da die Stadt in jedem ihrer 15 Orte eine Löschgruppe samt Gerätehaus vorhielt, sind lange vorbei. Die Zusammenlegung der Einheiten an strategisch günstigen Orten ist seit Jahren die große Aufgabe, die andauert. So soll nach dem Gerätehaus in Holtrup ein neuer Standort für die Löschgruppen Hausberge und Lohfeld in der Hausberger Schweiz gebaut werden. Später ist dann die Immobilie in Eisbergen an der Reihe. Außerdem ist die Erweiterung des Gerätehauses Holzhausen und die Sanierung der hauptamtlichen Wache in Hausberge geplant. Ein anderes Thema, das viele Holtruper zuletzt beschäftigt hat, wurde beim gestrigen Spatenstich nur am Rande gestreift: der Wunsch nach einem sicheren Schulweg entlang der Holtruper Straße. Beigeordneter Stefan Mohme hatte vor wenigen Tagen im Bauausschuss gesagt, dass solch ein Weg wegen Böschung und Graben mit dem erhofften kleinen Aufwand nicht zu machen sei. Und über mögliche Querungshilfen auf der Holtruper Straße müsse mit dem Landesbetrieb gesprochen werden. Eine weitere Idee ist, einen Fußweg anzulegen, der vom Eschweg ungefähr in Höhe des Feuerwehrhauses abzweigt und parallel zur Holtruper Straße durchs Grüne führt. Die Verwaltung will diese Möglichkeit prüfen und dafür mit dem betroffenen Grundstückseigentümer sprechen. Der Autor ist erreichbar unterTelefon (0571) 882 164 oderDirk.Haunhorst@MT.de

Feuerwehr rückt näher an den Einsatzort Autobahn

Die Spaten stecken für den offiziellen Auftakt griffbereit im Boden. Die Erdarbeiten begannen bereits im Januar. Läuft alles nach Plan, dann kann die Löschgruppe Holtrup-Vennebeck-Costedt noch in diesem Jahr ihr neues Domizil beziehen.? MT- © Foto: Dirk Haunhorst

Porta Westfalica-Holtrup (mt). Der Bürgermeister hatte erst drei Sätze gesagt, da drohte ihm der offizielle Auftakt zum Bau des Feuerwehrhauses zu verhageln. Glücklicherweise blieb es gestern Nachmittag bei einem kleinen körnigen Schauer, so dass die Gäste bis zum Ende zuhörten, was auch deshalb leicht fiel, weil Bernd Hedtmann sich kurz fasste. Es war ja auch „nur“ der erste Spatenstich und nicht die Einweihung.

Gleichwohl ist der Start des Bauprojekts für die Männer und Frauen der Löschgruppe Holtrup-Vennebeck-Costedt von großer Bedeutung. Sie warten nämlich schon ein paar Jahre auf eine zeitgemäße Unterkunft. Der richtungweisende Ratsbeschluss dazu wurde bereits Mitte 2017 gefasst. Derzeit ist der Verbund der drei ehemals eigenständigen Löschgruppen noch in den alten Häusern am Denkmalsweg in Vennebeck und an der Vössener Straße in Holtrup untergebracht. „Das Wort Behelf beschreibt die aktuelle Situation noch recht freundlich“, meint Portas Feuerwehrchef Jens Grabbe. Löschgruppenführer Sascha Jung freut sich schon darauf, wenn demnächst knapp 50 Feuerwehrleute an die Holtruper Straße umziehen. Der Standort sei gut gewählt, um rasch zu den Einsatzorten zu gelangen. Wichtig vor allem, dass die Feuerwehr nicht erst durchs Wohngebiet müsse, sondern gleich auf einer Landesstraße sei. Hätte sich die Wehr den optimalen Standort in A2-Nähe aussuchen können, wäre die Wahl wohl auf das Gelände des Metro-Großmarktes gefallen, Aber das ist nun einmal belegt und so kam als gute Alternative das städtische Grundstück an der Ecke Eschweg/Holtruper Straße ins Spiel.

Symbolischer Auftakt: Verwaltung und Feuerwehrleute signalisierten per Handarbeit, dass die Bauarbeiten für das Gerätehaus starten. MT- - © Foto: Dirk Haunhorst
Symbolischer Auftakt: Verwaltung und Feuerwehrleute signalisierten per Handarbeit, dass die Bauarbeiten für das Gerätehaus starten. MT- - © Foto: Dirk Haunhorst

Dort entsteht ein 400 Quadratmeter großes Gebäude. Die eine Hälfte ist für die drei Fahrzeuge vorgesehen, die andere für die Löschgruppe. Die Kosten sollen knapp 1,1 Millionen Euro betragen. Der städtische Ingenieur Willy Nolte rechnet mit einem Dreivierteljahr Bauzeit. Der Vorlauf sei deutlich aufwendiger. „Allein ein Jahr braucht man fürs Planungsrecht.“ Absprachen mit Behörden seien nötig, von den Archäologen über den Kampfmittelmittelräumdienst bis hin zu Straßen NRW. Komplikationen bescherte zudem eine sogenannte Ausgleichsfläche, die auf dem Gelände für ein früheres Bauprojekt angelegt worden war. Für den Gehölzstreifen, der zudem erweitert wird, hat die Stadt in unmittelbarer Nähe einen Platz gefunden.

Seit 2003 überarbeitet die Feuerwehr mithilfe des Brandschutzbedarfsplans ihr Standortkonzept. Die Zeiten, da die Stadt in jedem ihrer 15 Orte eine Löschgruppe samt Gerätehaus vorhielt, sind lange vorbei. Die Zusammenlegung der Einheiten an strategisch günstigen Orten ist seit Jahren die große Aufgabe, die andauert. So soll nach dem Gerätehaus in Holtrup ein neuer Standort für die Löschgruppen Hausberge und Lohfeld in der Hausberger Schweiz gebaut werden. Später ist dann die Immobilie in Eisbergen an der Reihe. Außerdem ist die Erweiterung des Gerätehauses Holzhausen und die Sanierung der hauptamtlichen Wache in Hausberge geplant.

Ein anderes Thema, das viele Holtruper zuletzt beschäftigt hat, wurde beim gestrigen Spatenstich nur am Rande gestreift: der Wunsch nach einem sicheren Schulweg entlang der Holtruper Straße. Beigeordneter Stefan Mohme hatte vor wenigen Tagen im Bauausschuss gesagt, dass solch ein Weg wegen Böschung und Graben mit dem erhofften kleinen Aufwand nicht zu machen sei. Und über mögliche Querungshilfen auf der Holtruper Straße müsse mit dem Landesbetrieb gesprochen werden. Eine weitere Idee ist, einen Fußweg anzulegen, der vom Eschweg ungefähr in Höhe des Feuerwehrhauses abzweigt und parallel zur Holtruper Straße durchs Grüne führt. Die Verwaltung will diese Möglichkeit prüfen und dafür mit dem betroffenen Grundstückseigentümer sprechen.

Der Autor ist erreichbar unterTelefon (0571) 882 164 oderDirk.Haunhorst@MT.de

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