Porta Westfalica

Totholz als Lebensraum: Naturschützer geben Tipps für den Garten

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Als Reisighaufen bietet Totholz noch einen Lebensraum für viele Tierarten. - © Foto: pr
Als Reisighaufen bietet Totholz noch einen Lebensraum für viele Tierarten. (© Foto: pr)

Porta Westfalica (mt/lies). In diesem Jahr möchte die Lokale Agendagruppe ,,Biodiversität“ auf die Bedeutung von Naturgärten als Lebensräume für Mensch, Tier und Pflanze besonders aufmerksam machen. „Wir müssen dem Trend der Steinschüttungen in den heimischen Gärten etwas entgegensetzen, wir wollen für mehr Natur im eigenen Garten werben“, meint Reinhard Jäger, der sich als Imker in der Agendagruppe engagiert, die sich an jedem zweiten Donnerstag im Monat im Portaner Rathaus trifft.

Jetzt im Januar tauchte bei vielen Bürgern die Frage auf, was sie mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum machen sollten. Wenn die lokalen Vereine den Baum nicht abgeholt haben, dann wurden viele Bäume kleingesägt und in die Biotonne geworfen. Doch das müsse nicht sein, denn in einem naturnahen Garten sollte jeder eine Ecke für ein wertvolles Biotop vorsehen: den Reisig- oder Totholzhaufen. Aus dem anfallenden Strauch- und Gehölzschnitt, wie dem Weihnachtsbaum oder dem bald anstehendem Obstbaumschnitt, lasse sich schnell im Garten ein Haufen aufschichten, der einen Lebensraum für viele Tierarten darstelle.

Der Reisig- oder Totholzhaufen biete in seinem Inneren ein ideales Überwinterungsquartier für den Igel und die Erdkröte. Im Frühjahr liefert der Reisighaufen dem Zaunkönig eine Nistmöglichkeit. Die Ringelnatter liebt derartige Orte ebenfalls, da sie eine Überwinterungsmöglichkeit und im Sommer ein sicheres Versteck bieten. Morgens schlängelt sie sich aus dem Haufen und legt sich zum Sonnenbaden auf die warmen Äste.

Wer mehr über den Reisighaufen sowie andere Elemente des Naturgartens erfahren möchte, der kann zum nächsten Treffen am Donnerstag, 13. Februar, um 20 Uhr im Konferenzraum des Portaner Rathauses kommen.

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Porta WestfalicaTotholz als Lebensraum: Naturschützer geben Tipps für den GartenPorta Westfalica (mt/lies). In diesem Jahr möchte die Lokale Agendagruppe ,,Biodiversität“ auf die Bedeutung von Naturgärten als Lebensräume für Mensch, Tier und Pflanze besonders aufmerksam machen. „Wir müssen dem Trend der Steinschüttungen in den heimischen Gärten etwas entgegensetzen, wir wollen für mehr Natur im eigenen Garten werben“, meint Reinhard Jäger, der sich als Imker in der Agendagruppe engagiert, die sich an jedem zweiten Donnerstag im Monat im Portaner Rathaus trifft. Jetzt im Januar tauchte bei vielen Bürgern die Frage auf, was sie mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum machen sollten. Wenn die lokalen Vereine den Baum nicht abgeholt haben, dann wurden viele Bäume kleingesägt und in die Biotonne geworfen. Doch das müsse nicht sein, denn in einem naturnahen Garten sollte jeder eine Ecke für ein wertvolles Biotop vorsehen: den Reisig- oder Totholzhaufen. Aus dem anfallenden Strauch- und Gehölzschnitt, wie dem Weihnachtsbaum oder dem bald anstehendem Obstbaumschnitt, lasse sich schnell im Garten ein Haufen aufschichten, der einen Lebensraum für viele Tierarten darstelle. Der Reisig- oder Totholzhaufen biete in seinem Inneren ein ideales Überwinterungsquartier für den Igel und die Erdkröte. Im Frühjahr liefert der Reisighaufen dem Zaunkönig eine Nistmöglichkeit. Die Ringelnatter liebt derartige Orte ebenfalls, da sie eine Überwinterungsmöglichkeit und im Sommer ein sicheres Versteck bieten. Morgens schlängelt sie sich aus dem Haufen und legt sich zum Sonnenbaden auf die warmen Äste. Wer mehr über den Reisighaufen sowie andere Elemente des Naturgartens erfahren möchte, der kann zum nächsten Treffen am Donnerstag, 13. Februar, um 20 Uhr im Konferenzraum des Portaner Rathauses kommen.