Hausberge

Es wird eng bei den Kita-Plätzen: Der Neubau am Porta-Bad geht wohl nicht im Sommer an den Start

Thomas Lieske

Auf diesem ehemaligen Minigolf-Gelände sollte im Sommer die geplante Kita des Vereins „Parität für Kinder“ an den Start gehen. Doch daraus wird nichts. Der Bebauungsplan verzögert sich. MT-Foto (Archiv): Thomas Lieske
Auf diesem ehemaligen Minigolf-Gelände sollte im Sommer die geplante Kita des Vereins „Parität für Kinder“ an den Start gehen. Doch daraus wird nichts. Der Bebauungsplan verzögert sich. MT-Foto (Archiv): Thomas Lieske

Porta Westfalica-Hausberge. Die Stadt Porta Westfalica wird zum neuen Kindergartenjahr, das im August startet, vermutlich stärker als gedacht mit der Vergabe der Kita-Plätze jonglieren müssen. Wie das MT erfuhr, kann der geplante Neubau der Kindertagesstätte am Porta-Bad nicht wie geplant zum neuen Kita-Jahr an den Start gehen – warum, das blieb bisher auf MT-Anfrage unbeantwortet. Auch der künftige Betreiber, der Verein Parität für Kinder aus Lübbecke, glaubt derzeit nicht an einen Start im Sommer. „Das wäre sehr sportlich“, erklärt Christin Niemeier, pädagogische Leitung des Vereins. Das habe man sich anders erhofft. Und die Stadt könnte die zusätzlich entstehenden Plätze aus drei neuen Regelgruppen gut gebrauchen.

Bisher waren Politiker und Verwaltung frohen Mutes, im Sommer ein zusätzliches Angebot einrechnen zu können. Über die Verzögerung im Vorlauf für die Kita kann Niemeier nur mutmaßen. „Woran es genau liegt, wissen wir nicht. Der Abstimmungsprozess gestaltet sich sehr lang, länger als erwartet.“ Eine verbindliche Rechtsgrundlage mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es jedenfalls noch nicht. Das MT hatte die Stadt gefragt, ob das mit einer neuen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts NRW zu tun hat. Danach entschied sich die Stadt nämlich, alle aktuellen B-Pläne nochmals für einen weiteren Monat auszulegen, um möglichen Formfehlern vorzubeugen. Doch laut Stadtsprecherin Babette Lissner ergeben sich daraus „keinerlei Verzögerungen im Hinblick auf das Wirksamwerden des Planes“.

Bisher war es offenbar schwierig, den Bedarf an Plätzen mit den bestehenden Kitas zu decken. Ein abschließendes Bild hat die Stadt zwar meist immer erst Ende Februar. Bis dahin sind die Verhandlungen mit den einzelnen Kita-Trägern abgeschlossen, in denen es unter anderem darum geht, in welcher Einrichtung mehr Kinder untergebracht werden können, als die reguläre Kapazität hergibt – ein gängiges Verfahren, um einen spontanen Mehrbedarf abzudecken. Oftmals werden auch Not-Gruppen eingerichtet.

Was sich schon jetzt abzeichnet: Die Nachfrage an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren wird vermutlich das Angebot an Plätzen in Kindertagesstätten deutlich übersteigen. In diesen Fällen darf die Stadt die Nachfrage aber auch über die Kindertagespflege abfangen. Eine neue Einrichtung ist vor Kurzem im Portaner Süden in Betrieb gegangen. Wie es mit Plätzen für Kinder über drei Jahren aussieht, bleibt noch offen. Dem Vernehmen nach dürften die vorhandenen Plätze aber voll ausgelastet werden.

Der Verein „Parität für Kinder“ hätte jedenfalls gern zum Sommer den Betrieb voll aufgenommen, betont Christin Niemeier. Denn im vergangenen Sommer ging bereits die Waldgruppe des Kindergartens an den Start, die aus einer Elterninitiative um die Portanerin Tanja Brune entstand. Die soll später an den Neubau angedockt werden. „Wir haben jedenfalls alles dafür getan, damit der Start klappt.“

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HausbergeEs wird eng bei den Kita-Plätzen: Der Neubau am Porta-Bad geht wohl nicht im Sommer an den StartThomas LieskePorta Westfalica-Hausberge. Die Stadt Porta Westfalica wird zum neuen Kindergartenjahr, das im August startet, vermutlich stärker als gedacht mit der Vergabe der Kita-Plätze jonglieren müssen. Wie das MT erfuhr, kann der geplante Neubau der Kindertagesstätte am Porta-Bad nicht wie geplant zum neuen Kita-Jahr an den Start gehen – warum, das blieb bisher auf MT-Anfrage unbeantwortet. Auch der künftige Betreiber, der Verein Parität für Kinder aus Lübbecke, glaubt derzeit nicht an einen Start im Sommer. „Das wäre sehr sportlich“, erklärt Christin Niemeier, pädagogische Leitung des Vereins. Das habe man sich anders erhofft. Und die Stadt könnte die zusätzlich entstehenden Plätze aus drei neuen Regelgruppen gut gebrauchen. Bisher waren Politiker und Verwaltung frohen Mutes, im Sommer ein zusätzliches Angebot einrechnen zu können. Über die Verzögerung im Vorlauf für die Kita kann Niemeier nur mutmaßen. „Woran es genau liegt, wissen wir nicht. Der Abstimmungsprozess gestaltet sich sehr lang, länger als erwartet.“ Eine verbindliche Rechtsgrundlage mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es jedenfalls noch nicht. Das MT hatte die Stadt gefragt, ob das mit einer neuen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts NRW zu tun hat. Danach entschied sich die Stadt nämlich, alle aktuellen B-Pläne nochmals für einen weiteren Monat auszulegen, um möglichen Formfehlern vorzubeugen. Doch laut Stadtsprecherin Babette Lissner ergeben sich daraus „keinerlei Verzögerungen im Hinblick auf das Wirksamwerden des Planes“. Bisher war es offenbar schwierig, den Bedarf an Plätzen mit den bestehenden Kitas zu decken. Ein abschließendes Bild hat die Stadt zwar meist immer erst Ende Februar. Bis dahin sind die Verhandlungen mit den einzelnen Kita-Trägern abgeschlossen, in denen es unter anderem darum geht, in welcher Einrichtung mehr Kinder untergebracht werden können, als die reguläre Kapazität hergibt – ein gängiges Verfahren, um einen spontanen Mehrbedarf abzudecken. Oftmals werden auch Not-Gruppen eingerichtet. Was sich schon jetzt abzeichnet: Die Nachfrage an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren wird vermutlich das Angebot an Plätzen in Kindertagesstätten deutlich übersteigen. In diesen Fällen darf die Stadt die Nachfrage aber auch über die Kindertagespflege abfangen. Eine neue Einrichtung ist vor Kurzem im Portaner Süden in Betrieb gegangen. Wie es mit Plätzen für Kinder über drei Jahren aussieht, bleibt noch offen. Dem Vernehmen nach dürften die vorhandenen Plätze aber voll ausgelastet werden. Der Verein „Parität für Kinder“ hätte jedenfalls gern zum Sommer den Betrieb voll aufgenommen, betont Christin Niemeier. Denn im vergangenen Sommer ging bereits die Waldgruppe des Kindergartens an den Start, die aus einer Elterninitiative um die Portanerin Tanja Brune entstand. Die soll später an den Neubau angedockt werden. „Wir haben jedenfalls alles dafür getan, damit der Start klappt.“