Porta Westfalica

Nach Vorwürfen der Korruption: Beigeordneter Stefan Mohme entlastet

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Der Technische Beigeordnete der Stadt, Stefan Mohme, wurde entlastet. MT-Archivfoto: Dirk Haunhorst
Der Technische Beigeordnete der Stadt, Stefan Mohme, wurde entlastet. MT-Archivfoto: Dirk Haunhorst

Porta Westfalica (lies/dh). Das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Porta Westfalica hat den Technischen Beigeordneten der Stadt, Stefan Mohme, von Vorwürfen der Korruption entlastet. Wie Bürgermeister Bernd Hedtmann (parteilos) am Mittwochabend während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses öffentlich erklärte, habe das Prüfungsamt festgestellt, „dass keine Auffälligkeiten gegeben sind, aus denen ein Fehlverhalten abgeleitet werden könnte".

Ein Facebook-Post führte zu Spekulationen, wonach Mohme möglicherweise private Vorteile aus dienstlichen Fahrzeugkäufen gezogen habe. Dem Vernehmen nach soll behauptet worden sein, dass Mohme sich durch seine dienstlichen Kontakte – auch als Vorgesetzter des städtischen Bauhofs – privat Rabatte bei Fahrzeugkäufen erschlichen haben könnte. Die Vorwürfe tauchten nach einem MT-Bericht über mögliche Interessenkonflikte bei Grundstücksgeschäften und Nebentätigkeiten auf. Mohme nahm dazu Ende Februar ausführlich Stellung und sagte, er habe nichts zu verbergen.

Der Beigeordnete erstattete nach dem Facebook-Post Anzeige gegen den Verfasser, die Staatsanwaltschaft ermittelte. Das Verfahren wurde zwar wegen Geringfügigkeit eingestellt, allerdings MT-Informationen zufolge mit der Auflage, diese Behauptung künftig zu unterlassen.

Um formal auf der sicheren Seite zu sein und andauernden Gerüchte über eine mögliche Vorteilsnahme zu begegnen, schaltete Bürgermeister Hedtmann „im Einvernehmen mit dem Technischen Beigeordneten" das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Porta Westfalica ein. Er wollte damit unter die Spekulationen rund um die Causa Mohme einen Schlussstrich setzen.

Mohme sagte bereits Ende September dem MT, dass er private Fahrzeuge zu ganz gewöhnlichen Konditionen wie jeder andere Kunde gekauft habe. Er wisse, so der Wahlbeamte damals, dass er sich nichts vorzuwerfen habe.

Das Rechnungsprüfungsamt habe, betont Hedtmann, „sehr genau" die privaten Fahrzeugkäufe sowie die dienstlichen Beschaffungen im Zeitraum vom Jahr 2000 bis heute geprüft. Dies sei auch der Grund gewesen, warum die Prüfung der Akte Mohme so viel Zeit in Anspruch genommen habe – nämlich einige Wochen.

Unterm Strich sind die Vorwürfe nun auch öffentlich aus dem Weg geräumt. Ob die Spekulationen damit auch aufhören, wird sich zeigen.

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Porta WestfalicaNach Vorwürfen der Korruption: Beigeordneter Stefan Mohme entlastetPorta Westfalica (lies/dh). Das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Porta Westfalica hat den Technischen Beigeordneten der Stadt, Stefan Mohme, von Vorwürfen der Korruption entlastet. Wie Bürgermeister Bernd Hedtmann (parteilos) am Mittwochabend während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses öffentlich erklärte, habe das Prüfungsamt festgestellt, „dass keine Auffälligkeiten gegeben sind, aus denen ein Fehlverhalten abgeleitet werden könnte". Ein Facebook-Post führte zu Spekulationen, wonach Mohme möglicherweise private Vorteile aus dienstlichen Fahrzeugkäufen gezogen habe. Dem Vernehmen nach soll behauptet worden sein, dass Mohme sich durch seine dienstlichen Kontakte – auch als Vorgesetzter des städtischen Bauhofs – privat Rabatte bei Fahrzeugkäufen erschlichen haben könnte. Die Vorwürfe tauchten nach einem MT-Bericht über mögliche Interessenkonflikte bei Grundstücksgeschäften und Nebentätigkeiten auf. Mohme nahm dazu Ende Februar ausführlich Stellung und sagte, er habe nichts zu verbergen. Der Beigeordnete erstattete nach dem Facebook-Post Anzeige gegen den Verfasser, die Staatsanwaltschaft ermittelte. Das Verfahren wurde zwar wegen Geringfügigkeit eingestellt, allerdings MT-Informationen zufolge mit der Auflage, diese Behauptung künftig zu unterlassen. Um formal auf der sicheren Seite zu sein und andauernden Gerüchte über eine mögliche Vorteilsnahme zu begegnen, schaltete Bürgermeister Hedtmann „im Einvernehmen mit dem Technischen Beigeordneten" das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Porta Westfalica ein. Er wollte damit unter die Spekulationen rund um die Causa Mohme einen Schlussstrich setzen. Mohme sagte bereits Ende September dem MT, dass er private Fahrzeuge zu ganz gewöhnlichen Konditionen wie jeder andere Kunde gekauft habe. Er wisse, so der Wahlbeamte damals, dass er sich nichts vorzuwerfen habe. Das Rechnungsprüfungsamt habe, betont Hedtmann, „sehr genau" die privaten Fahrzeugkäufe sowie die dienstlichen Beschaffungen im Zeitraum vom Jahr 2000 bis heute geprüft. Dies sei auch der Grund gewesen, warum die Prüfung der Akte Mohme so viel Zeit in Anspruch genommen habe – nämlich einige Wochen. Unterm Strich sind die Vorwürfe nun auch öffentlich aus dem Weg geräumt. Ob die Spekulationen damit auch aufhören, wird sich zeigen.