Hausberge

Portaner kriegen einen eingeschenkt: Hüttenzauber in Hausberge startet am 1. Dezember

Stefan Lyrath

Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Ganz Porta geht im Dezember früh zu Bett oder liegt gar schon im Winterschlaf. Ganz Porta? Nein. In Hausberge brennt noch Licht. Unbeugsame Einwohner hören nicht auf, der Dunkelheit, die sich wie eine Armee aus römischen Legionären über die Dörfer legt, Widerstand zu leisten. Und sie sind nicht allein. An etlichen Abenden in der Vorweihnachtszeit setzt eine regelrechte Wanderung nach Hausberge ein. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Auch das gab es: Schneegestöber an der Hausberger Hütte. Kein Problem für Besucher, denn es gibt einen Unterstand. Foto: Stefan Lyrath - © lyrath
Auch das gab es: Schneegestöber an der Hausberger Hütte. Kein Problem für Besucher, denn es gibt einen Unterstand. Foto: Stefan Lyrath (© lyrath)

Die Hausberger Hütte, weit über die Stadtgrenzen hinaus auch bekannt als Deutschlands wohl kleinster Weihnachtsmarkt, startet am Sonntag, 1. Dezember, in ihre fünfte Saison. Von Abnutzungserscheinungen kann keine Rede sein. „Die Hausberger Hütte hat sich etabliert“, spricht Orts- und Stadtheimatpfleger Herbert Wiese für die Arbeitsgruppe Attraktivität, die das Projekt seinerzeit aus der Taufe gehoben hat. „Sie ist mittlerweile so bekannt, dass eine große Zahl an Menschen davon weiß. Es ist uns gelungen, Hausberge im Dezember nachhaltig zu beleben – und das jeden Tag bis Heiligabend.“

Thomas Weber, einer der Macher, rechnet nach den bisherigen Erfahrungen im Schnitt wieder mit rund 200 Besuchern pro Abend, an Spitzentagen bis zu 500. Auch in diesem Jahr fließt der Erlös in Betrieb und Erhalt des Bürgerhauses Porta Westfalica in Hausberge. „Das Bürgerhaus ist ein Großprojekt, das Kultur und Bildung für alle Portaner bietet“, betont Wiese. Auch die ehrenamtlich betriebene Hausberger Hütte ist als Angebot für Bürger aus sämtlichen Ortschaften gedacht, die Gesellschaft suchen.

Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt, bestehend aus einer einzigen Glühweinbude am Hausberger Marktbrunnen, hat einen ganz besonderen Charme. „Klönen, nette Leute treffen, die Vorweihnachtszeit genießen – dazu braucht man keinen großen Markt“, meint Herbert Wiese. Vor der Hausberger Hütte rücken die Menschen eng zusammen.

Geöffnet ist täglich bis einschließlich Montag, 23. Dezember, jeweils von 17 bis 21 Uhr. Vereine, Gruppen, Politiker: Die Hütte wird jeden Tag von einem anderen Team betrieben (insgesamt rund 30). Im Ausschank sind Glühwein und alkoholfreier Apfelpunsch, beides auf Wunsch auch mit Schuss. Vereine können bei dieser Gelegenheit gleichzeitig Werbung in eigener Sache machen.

Neu soll in diesem Jahr ein Kindernachmittag sein. Der Termin steht noch nicht ganz fest. An dem Tag wird wahrscheinlich ein oder zwei Stunden früher geöffnet. Neu ist außerdem, dass die Musikschule an mehreren Tagen mit ihren Gruppen auftritt.

Aktive der Freilichtbühne wollen am 2. Dezember nicht nur Getränke ausschenken, sondern laut Herbert Wiese auch Kostproben ihres schauspielerischen Könnens geben. „Es steht jedem Verein frei, was er macht“, erklärt der Heimatpfleger. Einige servieren Speisen, andere – wie der Hegering am 4. Dezember – machen auch Musik. Den Anfang macht am Sonntag, 1. Dezember, der Verein Bürgerhaus.

Verwaist wirkt Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt an keinem Tag, weil die Vereine einen Teil ihrer Fans und Mitglieder gleich mitbringen. „Nicht alle haben ein Vereinslokal. Für einige ist dies daher wie ein Vereinstreffen im Dezember“, hat Herbert Wiese beobachtet. Hinzu kommt: „Die Arbeit in der Hütte ist mit relativ wenig Aufwand verbunden, denn es wird für alles gesorgt.“

Entsprechend groß ist das Interesse: An einigen Tagen wird die Hütte von mehreren Gruppen und Vereinen gleichzeitig betrieben. Am Freitag, 20. Dezember, stehen Bernd Hedtmann und mehrere Politiker hinterm Tresen. Dann schenkt der Bürgermeister den Portanern einen ein.

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HausbergePortaner kriegen einen eingeschenkt: Hüttenzauber in Hausberge startet am 1. DezemberStefan LyrathPorta Westfalica-Hausberge (Ly). Ganz Porta geht im Dezember früh zu Bett oder liegt gar schon im Winterschlaf. Ganz Porta? Nein. In Hausberge brennt noch Licht. Unbeugsame Einwohner hören nicht auf, der Dunkelheit, die sich wie eine Armee aus römischen Legionären über die Dörfer legt, Widerstand zu leisten. Und sie sind nicht allein. An etlichen Abenden in der Vorweihnachtszeit setzt eine regelrechte Wanderung nach Hausberge ein. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Hausberger Hütte, weit über die Stadtgrenzen hinaus auch bekannt als Deutschlands wohl kleinster Weihnachtsmarkt, startet am Sonntag, 1. Dezember, in ihre fünfte Saison. Von Abnutzungserscheinungen kann keine Rede sein. „Die Hausberger Hütte hat sich etabliert“, spricht Orts- und Stadtheimatpfleger Herbert Wiese für die Arbeitsgruppe Attraktivität, die das Projekt seinerzeit aus der Taufe gehoben hat. „Sie ist mittlerweile so bekannt, dass eine große Zahl an Menschen davon weiß. Es ist uns gelungen, Hausberge im Dezember nachhaltig zu beleben – und das jeden Tag bis Heiligabend.“ Thomas Weber, einer der Macher, rechnet nach den bisherigen Erfahrungen im Schnitt wieder mit rund 200 Besuchern pro Abend, an Spitzentagen bis zu 500. Auch in diesem Jahr fließt der Erlös in Betrieb und Erhalt des Bürgerhauses Porta Westfalica in Hausberge. „Das Bürgerhaus ist ein Großprojekt, das Kultur und Bildung für alle Portaner bietet“, betont Wiese. Auch die ehrenamtlich betriebene Hausberger Hütte ist als Angebot für Bürger aus sämtlichen Ortschaften gedacht, die Gesellschaft suchen. Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt, bestehend aus einer einzigen Glühweinbude am Hausberger Marktbrunnen, hat einen ganz besonderen Charme. „Klönen, nette Leute treffen, die Vorweihnachtszeit genießen – dazu braucht man keinen großen Markt“, meint Herbert Wiese. Vor der Hausberger Hütte rücken die Menschen eng zusammen. Geöffnet ist täglich bis einschließlich Montag, 23. Dezember, jeweils von 17 bis 21 Uhr. Vereine, Gruppen, Politiker: Die Hütte wird jeden Tag von einem anderen Team betrieben (insgesamt rund 30). Im Ausschank sind Glühwein und alkoholfreier Apfelpunsch, beides auf Wunsch auch mit Schuss. Vereine können bei dieser Gelegenheit gleichzeitig Werbung in eigener Sache machen. Neu soll in diesem Jahr ein Kindernachmittag sein. Der Termin steht noch nicht ganz fest. An dem Tag wird wahrscheinlich ein oder zwei Stunden früher geöffnet. Neu ist außerdem, dass die Musikschule an mehreren Tagen mit ihren Gruppen auftritt. Aktive der Freilichtbühne wollen am 2. Dezember nicht nur Getränke ausschenken, sondern laut Herbert Wiese auch Kostproben ihres schauspielerischen Könnens geben. „Es steht jedem Verein frei, was er macht“, erklärt der Heimatpfleger. Einige servieren Speisen, andere – wie der Hegering am 4. Dezember – machen auch Musik. Den Anfang macht am Sonntag, 1. Dezember, der Verein Bürgerhaus. Verwaist wirkt Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt an keinem Tag, weil die Vereine einen Teil ihrer Fans und Mitglieder gleich mitbringen. „Nicht alle haben ein Vereinslokal. Für einige ist dies daher wie ein Vereinstreffen im Dezember“, hat Herbert Wiese beobachtet. Hinzu kommt: „Die Arbeit in der Hütte ist mit relativ wenig Aufwand verbunden, denn es wird für alles gesorgt.“ Entsprechend groß ist das Interesse: An einigen Tagen wird die Hütte von mehreren Gruppen und Vereinen gleichzeitig betrieben. Am Freitag, 20. Dezember, stehen Bernd Hedtmann und mehrere Politiker hinterm Tresen. Dann schenkt der Bürgermeister den Portanern einen ein.