Porta Westfalica

Uwe Siemonsmeier Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP

Dirk Haunhorst

Porta Westfalica (mt). CDU und FDP präsentieren einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020. Uwe Siemonsmeier, zurzeit Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Menden im Sauerland, wird sich um den Posten des Stadtoberhauptes bewerben. Der 49-Jährige wohnt in Hausberge und hat am Anfang seiner beruflichen Laufbahn mehrere Jahre in der Portaner Verwaltung gearbeitet. Siemonsmeier ist parteilos und sieht sich als „Anwalt der guten Ideen“ und nicht in einem „Partei-Korsett“, wie er am Freitag dem MT sagte.

Möchte Bürgermeister in Porta werden: Uwe Siemonsmeier. - © haunhorst
Möchte Bürgermeister in Porta werden: Uwe Siemonsmeier. (© haunhorst)

Seine offizielle Nominierung durch die jeweiligen Gremien steht noch bevor. Parteivorstände und Fraktionen hätten sich jedoch bereits einmütig für Siemonsmeier als Kandidaten ausgesprochen und würden den Gremien entsprechende Empfehlungen geben, teilten gestern Kurt Baberske und Inga Bruckschen für die CDU sowie Cornelia Müller-Dieker und Reinhold Kölling (beide FDP) mit. Sie sehen in ihrem Kandidaten einen ausgewiesenen Fachmann für sämtliche kommunalen Aufgabenstellungen, insbesondere im Bereich Finanzen.

CDU und FDP hoffen vor allem, dass im Fall einer Wahl Siemonsmeiers ein neuer Stil ins Rathaus einzieht. So solle ein Bürgermesiter insbesondere seiner Funktion als Mediator und Moderator nachkommen. Das habe zuletzt gefehlt. Auch seien CDU und FDP oftmals zuletzt mit Informationen versorgt worden. Mehr und bessere Kommunikation sei nötig.

Grundsätzliche Übereinstimmungen mit CDU und FDP sieht Uwe Siemonsmeier in seiner wertebewussten und liberalen Denkweise. Seinen Führungsstil bezeichnet der designierte Kandidat als „wertschätzend, kommunikativ“. Ähnlich wie Porta befindet sich auch die Stadt Menden in der Haushaltkonsolidierung. Dabei, so Siemonsmeier, dürfe die Lebensqualität nicht auf der Strecke bleibe. Es gebe Bereiche, die man nicht einer bloßen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterziehen dürfe; Investitionen in den Kinder- und Jugendbereich zählten dazu. Schulstandortdebatten wie in Porta würden in Menden nicht mehr geführt. Letztlich entscheide das Schulwahlverhalten der Eltern über die Zukunft der Standorte.

Siemonsmeier ist verheirat und hat zwei Kinder. In der Woche bleibt er normalerweise in Menden und fährt am Wochenende nach Porta. „Wenn ich gut durchkomme, schaffe ich es in einer Stunde und 20 Minuten.“

Der Beigeordnete wurde erst vor einigen Wochen einstimmig in Menden wiedergewählt. Seine Laufbahn hatte er als Stadtinspektor-Anwärter vor 30 Jahren im Portaner Rathaus begonnen, unter anderem arbeitet er im Bauordnungsamt. Es folgte ein berufsbegleitendes Betriebswirtschaftsstudium, die Übernahme der Bauhofleitung in Rheda-Wiedenbrück und mehrere Jahre in verantwortlicher Funktion bei der Gemeindeprüfungsanstalt. 2011 wählte ihn dann der Mendener Stadtrat erstmals zum Beigeordneten.

Mit Uwe Siemonsmeier gibt es bislang ein Bürgermeisterkandidaten-Trio. Wie berichtet, favorisieren die Grünen die Rechtsanwältin Anke Grotjohann, die SPD den Revisor der Stadt Löhne, Jörg Achilles.

Uwe Siemonsmeier sorgte schon einmal im MT für Schlagzeilen: vor zwölf Jahren, als es Streit mit der Stadt gab um die blauen Dachpfannen auf dem Wohnhaus der Familie Siemonsmeier. Die auffällige Farbe rief seinerzeit einige Politiker auf den Plan. Sie monierten, dass das Blau nicht in das besonders sensible Gebiet Hausberger Schweiz passe.

Es gab einen Rechtsstreit, in dem die Stadt unterlag. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte darauf hingewiesen, dass die Vorgaben des Bebauungsplanes zu allgemein gehalten seien. So fehlten etwa Festsetzungen zur Anzahl der Wohneinheiten oder zur Geschosshöhe und damit gewissermaßen die Grundlagen für weitergehende Auflagen. Die blauen Pfannen blieben und die Stadt musste stattdessen mehrere Bebauungspläne überarbeiten. Uwe und Katy Siemonsmeier bezeichneten die Farbwahl damals als „spontane Idee“ und gaben zu, auch nicht alles richtig gemacht zu haben. So hätten sie für ihr Dach einen sogenannte Abweichungsantrag stellen können. Immerhin förderte die Auseinandersetzung einen Formfehler zutage.

Die Familie wohnt noch heute in der Hausberger Schweiz. Uwe Siemonsmeier joggt dort hin und wieder, um sich fit zu halten. Außerdem macht er Musik in der Mendener Rathausband. Etwas Vergleichbares gab es mit Bürgermeister Stephan Böhme auch in Porta.. Siemonsmeier hat in der Mendener Musikschule in einem Erwachsenenkurs E-Bass gelernt. Der Name der Band „Never too late“ (Niemals zu spät) passt gut zu allen Spätberufenen.

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Porta WestfalicaUwe Siemonsmeier Bürgermeisterkandidat von CDU und FDPDirk HaunhorstPorta Westfalica (mt). CDU und FDP präsentieren einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020. Uwe Siemonsmeier, zurzeit Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Menden im Sauerland, wird sich um den Posten des Stadtoberhauptes bewerben. Der 49-Jährige wohnt in Hausberge und hat am Anfang seiner beruflichen Laufbahn mehrere Jahre in der Portaner Verwaltung gearbeitet. Siemonsmeier ist parteilos und sieht sich als „Anwalt der guten Ideen“ und nicht in einem „Partei-Korsett“, wie er am Freitag dem MT sagte. Seine offizielle Nominierung durch die jeweiligen Gremien steht noch bevor. Parteivorstände und Fraktionen hätten sich jedoch bereits einmütig für Siemonsmeier als Kandidaten ausgesprochen und würden den Gremien entsprechende Empfehlungen geben, teilten gestern Kurt Baberske und Inga Bruckschen für die CDU sowie Cornelia Müller-Dieker und Reinhold Kölling (beide FDP) mit. Sie sehen in ihrem Kandidaten einen ausgewiesenen Fachmann für sämtliche kommunalen Aufgabenstellungen, insbesondere im Bereich Finanzen. CDU und FDP hoffen vor allem, dass im Fall einer Wahl Siemonsmeiers ein neuer Stil ins Rathaus einzieht. So solle ein Bürgermesiter insbesondere seiner Funktion als Mediator und Moderator nachkommen. Das habe zuletzt gefehlt. Auch seien CDU und FDP oftmals zuletzt mit Informationen versorgt worden. Mehr und bessere Kommunikation sei nötig. Grundsätzliche Übereinstimmungen mit CDU und FDP sieht Uwe Siemonsmeier in seiner wertebewussten und liberalen Denkweise. Seinen Führungsstil bezeichnet der designierte Kandidat als „wertschätzend, kommunikativ“. Ähnlich wie Porta befindet sich auch die Stadt Menden in der Haushaltkonsolidierung. Dabei, so Siemonsmeier, dürfe die Lebensqualität nicht auf der Strecke bleibe. Es gebe Bereiche, die man nicht einer bloßen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterziehen dürfe; Investitionen in den Kinder- und Jugendbereich zählten dazu. Schulstandortdebatten wie in Porta würden in Menden nicht mehr geführt. Letztlich entscheide das Schulwahlverhalten der Eltern über die Zukunft der Standorte. Siemonsmeier ist verheirat und hat zwei Kinder. In der Woche bleibt er normalerweise in Menden und fährt am Wochenende nach Porta. „Wenn ich gut durchkomme, schaffe ich es in einer Stunde und 20 Minuten.“ Der Beigeordnete wurde erst vor einigen Wochen einstimmig in Menden wiedergewählt. Seine Laufbahn hatte er als Stadtinspektor-Anwärter vor 30 Jahren im Portaner Rathaus begonnen, unter anderem arbeitet er im Bauordnungsamt. Es folgte ein berufsbegleitendes Betriebswirtschaftsstudium, die Übernahme der Bauhofleitung in Rheda-Wiedenbrück und mehrere Jahre in verantwortlicher Funktion bei der Gemeindeprüfungsanstalt. 2011 wählte ihn dann der Mendener Stadtrat erstmals zum Beigeordneten. Mit Uwe Siemonsmeier gibt es bislang ein Bürgermeisterkandidaten-Trio. Wie berichtet, favorisieren die Grünen die Rechtsanwältin Anke Grotjohann, die SPD den Revisor der Stadt Löhne, Jörg Achilles. Uwe Siemonsmeier sorgte schon einmal im MT für Schlagzeilen: vor zwölf Jahren, als es Streit mit der Stadt gab um die blauen Dachpfannen auf dem Wohnhaus der Familie Siemonsmeier. Die auffällige Farbe rief seinerzeit einige Politiker auf den Plan. Sie monierten, dass das Blau nicht in das besonders sensible Gebiet Hausberger Schweiz passe. Es gab einen Rechtsstreit, in dem die Stadt unterlag. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte darauf hingewiesen, dass die Vorgaben des Bebauungsplanes zu allgemein gehalten seien. So fehlten etwa Festsetzungen zur Anzahl der Wohneinheiten oder zur Geschosshöhe und damit gewissermaßen die Grundlagen für weitergehende Auflagen. Die blauen Pfannen blieben und die Stadt musste stattdessen mehrere Bebauungspläne überarbeiten. Uwe und Katy Siemonsmeier bezeichneten die Farbwahl damals als „spontane Idee“ und gaben zu, auch nicht alles richtig gemacht zu haben. So hätten sie für ihr Dach einen sogenannte Abweichungsantrag stellen können. Immerhin förderte die Auseinandersetzung einen Formfehler zutage. Die Familie wohnt noch heute in der Hausberger Schweiz. Uwe Siemonsmeier joggt dort hin und wieder, um sich fit zu halten. Außerdem macht er Musik in der Mendener Rathausband. Etwas Vergleichbares gab es mit Bürgermeister Stephan Böhme auch in Porta.. Siemonsmeier hat in der Mendener Musikschule in einem Erwachsenenkurs E-Bass gelernt. Der Name der Band „Never too late“ (Niemals zu spät) passt gut zu allen Spätberufenen.