Hausberge

Gute Noten fürs Zusammenspiel von Musikschule und Gymnasium

Gisela Schwarze

Auch einige Sechstklässler musizierten beim Infoabend unter Anleitung, um Schüler aus der Stufe fünf fürs Erlernen eines Instruments zu begeistern. - © Foto: Gisela Schwarze.
Auch einige Sechstklässler musizierten beim Infoabend unter Anleitung, um Schüler aus der Stufe fünf fürs Erlernen eines Instruments zu begeistern. (© Foto: Gisela Schwarze.)

Porta Westfalica-Hausberge (G.S.). Es begann vor 20 Jahren mit einem Modellversuch. Die Kooperation zwischen dem Hausberger Gymnasium und der Portaner Musikschule, sie galt vor zwei Jahrzehnten als Vorreiter-Projekt der Bezirksregierung Detmold. Ein erfolgreiches, wie sich jetzt zeigt. Während einer kleinen Feierstunde zogen die Pädagogen beider Schulen eine Zwischenbilanz. Sie bezeichnen die Zusammenarbeit als Erfolgsmodell, das dem Gymnasium im musikalischen Bereich zu einer positiven Außenwirkung und der Musikschule zu Schülern verhilft.

„Unser Orchester sowie das Ensemble Brass and Friends bereichern das kulturelle Schulleben mit ihren Konzerten und sind mit Sicherheit ein Ergebnis unserer Kooperation mit der Musikschule“, würdigte die Schulleiterin Susanne Burmester die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Aus dem Musikunterricht in den Stufen fünf und sechs, in dem Gymnasium und Musikschule seit zwei Jahrzehnten kooperieren, berichteten Jan Voß als Fachschaftsvorsitzender Musik, die Musiklehrer Marina Löwen und Georg Kindt, die Referendarin Miriam Schmitz sowie der Musikschulleiter Rüdiger Konrad und sein Vorgänger Manfred Krüger.

Zunächst sei die Kooperation vor 20 Jahren als Modellversuch von der Detmolder Bezirksregierung genehmigt worden, wusste Georg Kindt. „Wir waren damals mit der Idee der Zusammenarbeit beider Schulen Vorreiter. Wir starteten ein Ausnahmemodell, das von der Bezirksregierung zunächst zeitlich begrenzt war und fünf Jahre lang von ihr überprüft wurde. Dann vertraute man in Detmold wohl dem Projekt“, blickte der Musikpädagoge zurück. Er und der damalige Musikschulleiter Manfred Krüger erlebten die Anfänge, die jungen Gymnasiasten auf Wunsch die Auswahl zwischen vier zu erlernenden Instrumenten ermöglichten.

Von Lehrern der Musikschule wurden und werden die Instrumentalisten in kleinen Gruppen in Musikpraxis unterrichtet, wobei die Betonung auf Praxis liegt. Aktuell vermitteln die Lehrer der Musikschule das Musizieren inzwischen auf acht Instrumenten: Violine, Viola, Violoncello, Gitarre, Querflöte, Trompete, Posaune und Altsaxofon.

Dass die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Musikschule beispielhaft ist, wusste Marina Löwen: „Das Gymnasium in Petershagen beschritt ebenfalls unseren Weg. Die dortigen Musikpädagogen holten sich Informationen bei mir ein und arbeiten nun seit Jahren ebenfalls mit der dortigen Musikschule zusammen.“ Die Musiklehrerin und ihr Kollege Jan Voß hatten zu Ehren des 20-Jährigen zwei Schilder anfertigen lassen, die ab sofort gut sichtbar die Musikpraxis zwischen dem Portaner Gymnasium und der Musikschule dokumentieren.

„Immer auf Augenhöhe und im gegenseitigen Einverständnis gestaltet sich die Zusammenarbeit unter uns Musikkollegen aus beiden Schulen“ , charakterisierte Rüdiger Konrad die harmonische Zusammenarbeit. Das sei übrigens bei allen weiteren Musikschul-Kooperationspartnern in den heimischen Grundschulen und Kindergärten ebenso: „Seit Jahren betreiben wir auch erfolgreiche Zusammenarbeit mit weiteren Schulen und Kindergärten.“

Als Voraussetzungen fürs Erlernen eines Instruments hielt Rüdiger Konrad die drei Bedingungen „Fleiß, Ausdauer und Geduld“ bereit. Er nannte sie den Eltern und Kindern, die sich im Anschluss an die Feierstunde beim Infoabend im Forum für den kommenden Jahrgang über die praktische Musikerziehung am Gymnasium sachkundig machten. Die Sechstklässler gaben auf Streichinstrumenten eine Kostprobe ihres Könnens.

Interessierte Fünftklässler durften anschließend Instrumente ihrer Wahl ausprobieren. „Mit Beginn des zweiten Halbjahres der fünften Klasse bis zum Ende der sechsten Klasse wird der Musikunterricht in Zusammenarbeit mit der Musikschule Porta Westfalica stattfinden“, wandte sich Marina Löwen an die Zuhörer. Eine Musikstunde pro Woche erfolge wie bisher, überwiegend mit Musiktheorie und Musikhören. „Die zweite Musikstunde findet für alle 5. Klassen zur gleichen Zeit statt, ausschließlich mit praktischem Musizieren. Ein Gymnasiallehrer betreut diese Gruppen und ist auch für die Zensurengebung zuständig“, fügte Löwen hinzu.

Musiklehrer des Gymnasiums unterrichten alle Schüler, die kein Instrument erlernen möchten, in größeren Gruppen. Ebenfalls sei praktisches Musizieren hier Schwerpunkt. Singen, Bewegen zur Musik, Spiel mit Schlaginstrumenten und Stabspielen seien Inhalt der Musikstunden, erfuhren die Eltern.

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HausbergeGute Noten fürs Zusammenspiel von Musikschule und GymnasiumGisela SchwarzePorta Westfalica-Hausberge (G.S.). Es begann vor 20 Jahren mit einem Modellversuch. Die Kooperation zwischen dem Hausberger Gymnasium und der Portaner Musikschule, sie galt vor zwei Jahrzehnten als Vorreiter-Projekt der Bezirksregierung Detmold. Ein erfolgreiches, wie sich jetzt zeigt. Während einer kleinen Feierstunde zogen die Pädagogen beider Schulen eine Zwischenbilanz. Sie bezeichnen die Zusammenarbeit als Erfolgsmodell, das dem Gymnasium im musikalischen Bereich zu einer positiven Außenwirkung und der Musikschule zu Schülern verhilft. „Unser Orchester sowie das Ensemble Brass and Friends bereichern das kulturelle Schulleben mit ihren Konzerten und sind mit Sicherheit ein Ergebnis unserer Kooperation mit der Musikschule“, würdigte die Schulleiterin Susanne Burmester die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Aus dem Musikunterricht in den Stufen fünf und sechs, in dem Gymnasium und Musikschule seit zwei Jahrzehnten kooperieren, berichteten Jan Voß als Fachschaftsvorsitzender Musik, die Musiklehrer Marina Löwen und Georg Kindt, die Referendarin Miriam Schmitz sowie der Musikschulleiter Rüdiger Konrad und sein Vorgänger Manfred Krüger. Zunächst sei die Kooperation vor 20 Jahren als Modellversuch von der Detmolder Bezirksregierung genehmigt worden, wusste Georg Kindt. „Wir waren damals mit der Idee der Zusammenarbeit beider Schulen Vorreiter. Wir starteten ein Ausnahmemodell, das von der Bezirksregierung zunächst zeitlich begrenzt war und fünf Jahre lang von ihr überprüft wurde. Dann vertraute man in Detmold wohl dem Projekt“, blickte der Musikpädagoge zurück. Er und der damalige Musikschulleiter Manfred Krüger erlebten die Anfänge, die jungen Gymnasiasten auf Wunsch die Auswahl zwischen vier zu erlernenden Instrumenten ermöglichten. Von Lehrern der Musikschule wurden und werden die Instrumentalisten in kleinen Gruppen in Musikpraxis unterrichtet, wobei die Betonung auf Praxis liegt. Aktuell vermitteln die Lehrer der Musikschule das Musizieren inzwischen auf acht Instrumenten: Violine, Viola, Violoncello, Gitarre, Querflöte, Trompete, Posaune und Altsaxofon. Dass die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Musikschule beispielhaft ist, wusste Marina Löwen: „Das Gymnasium in Petershagen beschritt ebenfalls unseren Weg. Die dortigen Musikpädagogen holten sich Informationen bei mir ein und arbeiten nun seit Jahren ebenfalls mit der dortigen Musikschule zusammen.“ Die Musiklehrerin und ihr Kollege Jan Voß hatten zu Ehren des 20-Jährigen zwei Schilder anfertigen lassen, die ab sofort gut sichtbar die Musikpraxis zwischen dem Portaner Gymnasium und der Musikschule dokumentieren. „Immer auf Augenhöhe und im gegenseitigen Einverständnis gestaltet sich die Zusammenarbeit unter uns Musikkollegen aus beiden Schulen“ , charakterisierte Rüdiger Konrad die harmonische Zusammenarbeit. Das sei übrigens bei allen weiteren Musikschul-Kooperationspartnern in den heimischen Grundschulen und Kindergärten ebenso: „Seit Jahren betreiben wir auch erfolgreiche Zusammenarbeit mit weiteren Schulen und Kindergärten.“ Als Voraussetzungen fürs Erlernen eines Instruments hielt Rüdiger Konrad die drei Bedingungen „Fleiß, Ausdauer und Geduld“ bereit. Er nannte sie den Eltern und Kindern, die sich im Anschluss an die Feierstunde beim Infoabend im Forum für den kommenden Jahrgang über die praktische Musikerziehung am Gymnasium sachkundig machten. Die Sechstklässler gaben auf Streichinstrumenten eine Kostprobe ihres Könnens. Interessierte Fünftklässler durften anschließend Instrumente ihrer Wahl ausprobieren. „Mit Beginn des zweiten Halbjahres der fünften Klasse bis zum Ende der sechsten Klasse wird der Musikunterricht in Zusammenarbeit mit der Musikschule Porta Westfalica stattfinden“, wandte sich Marina Löwen an die Zuhörer. Eine Musikstunde pro Woche erfolge wie bisher, überwiegend mit Musiktheorie und Musikhören. „Die zweite Musikstunde findet für alle 5. Klassen zur gleichen Zeit statt, ausschließlich mit praktischem Musizieren. Ein Gymnasiallehrer betreut diese Gruppen und ist auch für die Zensurengebung zuständig“, fügte Löwen hinzu. Musiklehrer des Gymnasiums unterrichten alle Schüler, die kein Instrument erlernen möchten, in größeren Gruppen. Ebenfalls sei praktisches Musizieren hier Schwerpunkt. Singen, Bewegen zur Musik, Spiel mit Schlaginstrumenten und Stabspielen seien Inhalt der Musikstunden, erfuhren die Eltern.