Porta Westfalica

IKEK: Von Lückenschluss bis Neubau

Thomas Lieske

Im Süden Portas will die Stadt das Radwegenetz schließen. Dafür sind mehr als 500.000 Euro nötig, die zum großen teil über Fördergelder abgedeckt werden sollen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa - © Daniel Bockwoldt
Im Süden Portas will die Stadt das Radwegenetz schließen. Dafür sind mehr als 500.000 Euro nötig, die zum großen teil über Fördergelder abgedeckt werden sollen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa (© Daniel Bockwoldt)

Porta Westfalica (mt). Die Stadt Porta Westfalica kommt bei ihren Projekten aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) gut voran. Zwölf Projekte sind soweit gereift, dass die Stadt nun in die Phase der Fördermittelbeschaffung gehen kann. Zudem soll die Verwaltung im Auftrag der Politik die konkreten Planungen anstrengen.

Zu diesen Projekten gehört unter anderem der Lückenschluss im Radwegenetz – vor allem im südlichen Bereich wie Eisbergen und Veltheim. Es ist vermutlich auch gleichzeitig eines der teuersten Projekte aus dem IKEK-Programm. Insgesamt plant die Stadt derzeit mit über 500.000 Euro an Kosten, wovon etwa fast 160.000 Euro als Eigenanteil zu tragen wären. Den Rest würde die Kommune über Fördermittel abdecken. Das Außergewöhnliche: Ein Großteil der neu zu schaffenden Radwege liegen an Landesstraßen. Damit wäre die Stadt eigentlich nicht für die Planung zuständig, erklärt der Radverkehrswegebeauftragte der Stadt, Eike Krüger. Dennoch sei die Stadt nun in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen NRW in das Projekt eingestiegen, weil die Landesbehörde in absehbarer Zeit keine Kapazitäten für solche Projekte habe. Und der Stadt sei es wichtig, die Lücke zu schließen, weil das ein vielfacher Wunsch aus der Bevölkerung sei. Im kommenden Jahr stehen Gespräche mit Landwirten und anderen Grundstücksbesitzern an, die einen Teil ihres Grundes für den Radwegebau hergeben müssten – gegen Bezahlung.

Ein großes Fragezeichen steht nach wie vor über einem möglichen Bahnhaltepunkt im Süden Portas. Bisher gehen offenbar viele Portaner davon aus, dass dieser Haltepunkt, wenn er denn möglich ist, in Veltheim reaktiviert wird. Das sei aber nicht zwingend der Fall, erklärt der Technische Beigeordnete der Stadt, Stefan Mohme. Derzeit seine eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die mehrere Bahnhaltepunkte prüft. Das könnte am Ende auch bedeuten, dass der Zug für den Bereich Porta-Süd in Möllbergen hält. Die Ergebnisse sind aber noch offen. Deshalb gibt es zu diesem IKEK-Projekt auch noch keine Kostenschätzung.

Veränderungen peilt die Stadt für 2020 am Fähranleger in Veltheim an. Dort soll die Anlegestelle für Radtouristen deutlich aufgewertet werden. Derzeit steht dort unter anderem ein altes Fährhaus. Das soll laut Projektbeschreibung einem neuen Haus weichen, das gleichzeitig Radtouristen und Fußgängern Unterschlupf bieten soll. Außerdem soll eine Sitzgruppe an dem im Sommer hochfrequentierten Punkt des Weserradwegs gebaut werden. Kostenpunkt für alles zusammen: geschätzte 26.500 Euro.

Der alte Bahnhof in Vennebeck wird ein neues Gesicht bekommen. Dort soll es künftig einen Mehrgenerationenplatz geben. Ursprünglich sollte der Platz auf der Dreiecksfläche in der Dorfmitte entstehen. Allerdings steht diese Fläche nicht zur Verfügung. Der Heimatverein Vennebeck ist derzeit dabei, Spenden zu sammeln, damit der Eigenanteil für die Stadt geringer ausfällt. Der läge nach derzeitigen Berechnungen mit über 10.000 Euro für ein solches Projekt recht hoch.

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Porta WestfalicaIKEK: Von Lückenschluss bis NeubauThomas LieskePorta Westfalica (mt). Die Stadt Porta Westfalica kommt bei ihren Projekten aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) gut voran. Zwölf Projekte sind soweit gereift, dass die Stadt nun in die Phase der Fördermittelbeschaffung gehen kann. Zudem soll die Verwaltung im Auftrag der Politik die konkreten Planungen anstrengen. Zu diesen Projekten gehört unter anderem der Lückenschluss im Radwegenetz – vor allem im südlichen Bereich wie Eisbergen und Veltheim. Es ist vermutlich auch gleichzeitig eines der teuersten Projekte aus dem IKEK-Programm. Insgesamt plant die Stadt derzeit mit über 500.000 Euro an Kosten, wovon etwa fast 160.000 Euro als Eigenanteil zu tragen wären. Den Rest würde die Kommune über Fördermittel abdecken. Das Außergewöhnliche: Ein Großteil der neu zu schaffenden Radwege liegen an Landesstraßen. Damit wäre die Stadt eigentlich nicht für die Planung zuständig, erklärt der Radverkehrswegebeauftragte der Stadt, Eike Krüger. Dennoch sei die Stadt nun in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen NRW in das Projekt eingestiegen, weil die Landesbehörde in absehbarer Zeit keine Kapazitäten für solche Projekte habe. Und der Stadt sei es wichtig, die Lücke zu schließen, weil das ein vielfacher Wunsch aus der Bevölkerung sei. Im kommenden Jahr stehen Gespräche mit Landwirten und anderen Grundstücksbesitzern an, die einen Teil ihres Grundes für den Radwegebau hergeben müssten – gegen Bezahlung. Ein großes Fragezeichen steht nach wie vor über einem möglichen Bahnhaltepunkt im Süden Portas. Bisher gehen offenbar viele Portaner davon aus, dass dieser Haltepunkt, wenn er denn möglich ist, in Veltheim reaktiviert wird. Das sei aber nicht zwingend der Fall, erklärt der Technische Beigeordnete der Stadt, Stefan Mohme. Derzeit seine eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die mehrere Bahnhaltepunkte prüft. Das könnte am Ende auch bedeuten, dass der Zug für den Bereich Porta-Süd in Möllbergen hält. Die Ergebnisse sind aber noch offen. Deshalb gibt es zu diesem IKEK-Projekt auch noch keine Kostenschätzung. Veränderungen peilt die Stadt für 2020 am Fähranleger in Veltheim an. Dort soll die Anlegestelle für Radtouristen deutlich aufgewertet werden. Derzeit steht dort unter anderem ein altes Fährhaus. Das soll laut Projektbeschreibung einem neuen Haus weichen, das gleichzeitig Radtouristen und Fußgängern Unterschlupf bieten soll. Außerdem soll eine Sitzgruppe an dem im Sommer hochfrequentierten Punkt des Weserradwegs gebaut werden. Kostenpunkt für alles zusammen: geschätzte 26.500 Euro. Der alte Bahnhof in Vennebeck wird ein neues Gesicht bekommen. Dort soll es künftig einen Mehrgenerationenplatz geben. Ursprünglich sollte der Platz auf der Dreiecksfläche in der Dorfmitte entstehen. Allerdings steht diese Fläche nicht zur Verfügung. Der Heimatverein Vennebeck ist derzeit dabei, Spenden zu sammeln, damit der Eigenanteil für die Stadt geringer ausfällt. Der läge nach derzeitigen Berechnungen mit über 10.000 Euro für ein solches Projekt recht hoch.