Porta Westfalica

Spielplatz-Spione: Kinder holen sich Ideen für eigenen Tobeplatz in Lerbeck

Michael Grundmeier

Porta Westfalica (mig). Wie viele tobende Kinder hält ein Spielplatz eigentlich aus? Und was hat der so alles zu bieten? Eine ganze Kinderschar hat am Dienstagnachmittag mit dem Jugendzentrum „Jugi 71“ den Spielplatz-Check gemacht. Neun Kinder im Alter zwischen vier und elf Jahren ließen sich von dem schlechten Wetter nicht abschrecken und testeten zwei Spielplätze auf Herz und Nieren. In gewisser Weise waren die jungen Besucher als Spione unterwegs: Das Jugendhaus wollte mit ihnen zusammen herausfinden, was sich die Kinder für den heimischen Spielplatz in Lerbeck wünschen.

Gute Übung für die Balance: Dieses Spielgerät überzeugte. - © Picasa
Gute Übung für die Balance: Dieses Spielgerät überzeugte. (© Picasa)

Für die Kinder war das ein ganz neues Bild: So viele unterschiedliche Spielgeräte, das sind sie von ihrem Heimat-Spielplatz nicht gewohnt. Die beiden für den Ausflug ausgesuchten Spielplätze in Möllbergen und Holtrup seien in vielerlei Hinsicht durchaus vorbildhaft, waren sich die jungen Tester einig. Nicht nur, dass dort kaum Müll herumliegt – auch die auf den Plätzen stehenden Geräte bieten Kindern viele Möglichkeiten. Eine Art „Kletterburg“ mit Rutsche, Holzbrücke und anderem mehr lädt in Möllbergen zum Ritterspiel ein, in einer Baumhöhle können Pläne geschmiedet werden. Und in Holtrup gibt es ein in alle Richtungen kippbares „Schiff“, sowie einen Kletter/Parcour-Kurs. Ein richtiges Vergnügen. Viel Spaß verspricht auch die Riesenschaukel, in der gleich mehrere Kinder Platz finden können.

Und Abflug: Die Nestschaukel auf dem Spielplatz in Möllbergen sorgt bei den Lerbecker Kinder für viel Spaß. Solch ein Gerät wünschen sie sich auch für den eigenen Spielplatz. Fotos: Michael Grundmeier - © Picasa
Und Abflug: Die Nestschaukel auf dem Spielplatz in Möllbergen sorgt bei den Lerbecker Kinder für viel Spaß. Solch ein Gerät wünschen sie sich auch für den eigenen Spielplatz. Fotos: Michael Grundmeier (© Picasa)

Zu Hause in Lerbeck gibt es zwar auch einige Geräte – unter anderem Rutsche oder Basketballkorb –, so schön wie in Holtrup oder Möllbergen sei es aber nicht. Die Auswahl sei viel kleiner und rund um den Platz finde sich eine Menge Müll. „Wir wollen ein Bild davon bekommen, was sich die Kinder wünschen“, erklärt Bettina Löwen vom Jugi 71 die Idee. Durch den Ausflug zu zwei anderen Spielplätzen sollen die Kinder Ideen bekommen, was anders werden könnte. „Die Kinder sollen auf den Geräten spielen und so einen Eindruck bekommen, was ihnen gefallen könnte“, sagt Löwen. Auf einem anschließend verteilten Fragebogen können die Teilnehmer der Aktion ein Urteil abgeben.

Dildar jedenfalls hat schon jetzt einen Favoriten: das zu allen Seiten hin schwenkbare Schiff, das er gerade mit Betreuerin Lea Wippermann hin- und herwirft. „Mir hat das am meisten von allen Geräten Spaß gemacht“, meint er auf Nachfrage. Ob er sich so ein Gerät auch für den Spielplatz in Lerbeck wünschen würde? Dildar nickt mit dem Kopf: „Ja.“ Unterdessen hat sich Bettina Löwen ein erstes Bild von der Befragung gemacht. In Möllbergen seien vor allem die Kletterburg und die Seilbahn sehr gut bei den Kindern angekommen. „Da haben sie sich besonders lange aufgehalten“. Einige hätten aber auch Basketball gespielt.

Das Ergebnis will die Jugendpflege am 4. November dem Portaner Jugendhilfeausschuss vorstellen. „Wir wollen der Politik dann die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder vermitteln“, sagen die Verantwortlichen.

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Porta WestfalicaSpielplatz-Spione: Kinder holen sich Ideen für eigenen Tobeplatz in LerbeckMichael GrundmeierPorta Westfalica (mig). Wie viele tobende Kinder hält ein Spielplatz eigentlich aus? Und was hat der so alles zu bieten? Eine ganze Kinderschar hat am Dienstagnachmittag mit dem Jugendzentrum „Jugi 71“ den Spielplatz-Check gemacht. Neun Kinder im Alter zwischen vier und elf Jahren ließen sich von dem schlechten Wetter nicht abschrecken und testeten zwei Spielplätze auf Herz und Nieren. In gewisser Weise waren die jungen Besucher als Spione unterwegs: Das Jugendhaus wollte mit ihnen zusammen herausfinden, was sich die Kinder für den heimischen Spielplatz in Lerbeck wünschen. Für die Kinder war das ein ganz neues Bild: So viele unterschiedliche Spielgeräte, das sind sie von ihrem Heimat-Spielplatz nicht gewohnt. Die beiden für den Ausflug ausgesuchten Spielplätze in Möllbergen und Holtrup seien in vielerlei Hinsicht durchaus vorbildhaft, waren sich die jungen Tester einig. Nicht nur, dass dort kaum Müll herumliegt – auch die auf den Plätzen stehenden Geräte bieten Kindern viele Möglichkeiten. Eine Art „Kletterburg“ mit Rutsche, Holzbrücke und anderem mehr lädt in Möllbergen zum Ritterspiel ein, in einer Baumhöhle können Pläne geschmiedet werden. Und in Holtrup gibt es ein in alle Richtungen kippbares „Schiff“, sowie einen Kletter/Parcour-Kurs. Ein richtiges Vergnügen. Viel Spaß verspricht auch die Riesenschaukel, in der gleich mehrere Kinder Platz finden können. Zu Hause in Lerbeck gibt es zwar auch einige Geräte – unter anderem Rutsche oder Basketballkorb –, so schön wie in Holtrup oder Möllbergen sei es aber nicht. Die Auswahl sei viel kleiner und rund um den Platz finde sich eine Menge Müll. „Wir wollen ein Bild davon bekommen, was sich die Kinder wünschen“, erklärt Bettina Löwen vom Jugi 71 die Idee. Durch den Ausflug zu zwei anderen Spielplätzen sollen die Kinder Ideen bekommen, was anders werden könnte. „Die Kinder sollen auf den Geräten spielen und so einen Eindruck bekommen, was ihnen gefallen könnte“, sagt Löwen. Auf einem anschließend verteilten Fragebogen können die Teilnehmer der Aktion ein Urteil abgeben. Dildar jedenfalls hat schon jetzt einen Favoriten: das zu allen Seiten hin schwenkbare Schiff, das er gerade mit Betreuerin Lea Wippermann hin- und herwirft. „Mir hat das am meisten von allen Geräten Spaß gemacht“, meint er auf Nachfrage. Ob er sich so ein Gerät auch für den Spielplatz in Lerbeck wünschen würde? Dildar nickt mit dem Kopf: „Ja.“ Unterdessen hat sich Bettina Löwen ein erstes Bild von der Befragung gemacht. In Möllbergen seien vor allem die Kletterburg und die Seilbahn sehr gut bei den Kindern angekommen. „Da haben sie sich besonders lange aufgehalten“. Einige hätten aber auch Basketball gespielt. Das Ergebnis will die Jugendpflege am 4. November dem Portaner Jugendhilfeausschuss vorstellen. „Wir wollen der Politik dann die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder vermitteln“, sagen die Verantwortlichen.