Porta Westfalica

Neue Verzögerung: Zusätzliche Spur an der B482 erst 2020

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An der Rampe und auf der B 482 kommt es ständig zu Stau. Das soll sich eigentlich ändern. - © Hans-Martin Polte
An der Rampe und auf der B 482 kommt es ständig zu Stau. Das soll sich eigentlich ändern. (© Hans-Martin Polte)

Porta Westfalica (dh). Die schlechten Nachrichten in Sachen „B482-Rampe“ haben sich längst zu einem Mehrteiler entwickelt. Nun folgt die Fortsetzung: Der Bau der Entlastungsspur im Bereich von Weserbrücke und Findelkreuzung verschiebt sich bis Frühjahr 2020 – mindestens. Ursprüngliche Pläne sahen den Bau im Jahr 2017 vor.

Der Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen NRW, Sven Johanning, nannte gestern auf Anfrage gleich mehrere Gründe, die zu der abermaligen Verzögerung führen. Nach wie vor habe die Bezirksregierung die wasserrechtliche Genehmigung für eine Ausgleichsfläche nicht erteilt. Die Fläche ist bereits gefunden, sie liegt im Bereich der Kiesteiche in Vennebeck/Costedt. Der Ausgleich ist nötig, weil der Landesbetrieb für die neue Fahrspur Flächen benötigt, die im Überschwemmungsgebiet der Weser liegen.

Doch selbst wenn die Genehmigung vorläge, könnte der Landesbetrieb nicht mit dem Bau anfangen, sagt Johanning. Zunächst müsse man die Fertigstellung der Brückenarbeiten im Bereich im B482/A2 abwarten, die zurzeit den Verkehrsfluss behindern. „Die Arbeiten dort werden wohl bis in den November hinein andauern.“ Außerdem habe die Stadt Porta Westfalica eine Kanalbaustelle an der Platten Weide in Bahnhofsnähe dieses Jahr noch vor sich. Eine gleichzeitige Großbaustelle am Fähranger würde die B 482 an dieser Stelle nicht verkraften, zumal die hauptamtliche Feuerwehr am Fähranger erreichbar bleiben müsse.

Überdies mache es keinen Sinn, die Rampenbaustelle noch in dieses Jahr hineinzuquetschen, da aufgrund witterungsbedingter Unwägbarkeiten längerer Unterbrechungen drohten. Der nächste Anlauf soll nun 2020 folgen.

Die geplante 700 Meter lange Spur soll über die „Findelkreuzung“ hinausführen – bis zur bestehenden B 482-Verbreiterung auf zwei Richtungsspuren. Der geplante Ausbau betrifft unmittelbar die Kreuzung, die mit ihren Einfädelungsspuren umgestaltet, neu markiert und im Bereich Fähranger leicht verschoben wird. Vorgesehen ist ferner eine Verbreiterung des Abschnitts, der über den Fußgängertunnel im Werder führt. Die Gesamtkosten, die der Bund trägt, belaufen sich schätzungsweise auf 1,5 Millionen Euro. Möglicherweise ist diese Zahl bei Baubeginn längst überholt.

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Porta WestfalicaNeue Verzögerung: Zusätzliche Spur an der B482 erst 2020Porta Westfalica (dh). Die schlechten Nachrichten in Sachen „B482-Rampe“ haben sich längst zu einem Mehrteiler entwickelt. Nun folgt die Fortsetzung: Der Bau der Entlastungsspur im Bereich von Weserbrücke und Findelkreuzung verschiebt sich bis Frühjahr 2020 – mindestens. Ursprüngliche Pläne sahen den Bau im Jahr 2017 vor. Der Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen NRW, Sven Johanning, nannte gestern auf Anfrage gleich mehrere Gründe, die zu der abermaligen Verzögerung führen. Nach wie vor habe die Bezirksregierung die wasserrechtliche Genehmigung für eine Ausgleichsfläche nicht erteilt. Die Fläche ist bereits gefunden, sie liegt im Bereich der Kiesteiche in Vennebeck/Costedt. Der Ausgleich ist nötig, weil der Landesbetrieb für die neue Fahrspur Flächen benötigt, die im Überschwemmungsgebiet der Weser liegen. Doch selbst wenn die Genehmigung vorläge, könnte der Landesbetrieb nicht mit dem Bau anfangen, sagt Johanning. Zunächst müsse man die Fertigstellung der Brückenarbeiten im Bereich im B482/A2 abwarten, die zurzeit den Verkehrsfluss behindern. „Die Arbeiten dort werden wohl bis in den November hinein andauern.“ Außerdem habe die Stadt Porta Westfalica eine Kanalbaustelle an der Platten Weide in Bahnhofsnähe dieses Jahr noch vor sich. Eine gleichzeitige Großbaustelle am Fähranger würde die B 482 an dieser Stelle nicht verkraften, zumal die hauptamtliche Feuerwehr am Fähranger erreichbar bleiben müsse. Überdies mache es keinen Sinn, die Rampenbaustelle noch in dieses Jahr hineinzuquetschen, da aufgrund witterungsbedingter Unwägbarkeiten längerer Unterbrechungen drohten. Der nächste Anlauf soll nun 2020 folgen. Die geplante 700 Meter lange Spur soll über die „Findelkreuzung“ hinausführen – bis zur bestehenden B 482-Verbreiterung auf zwei Richtungsspuren. Der geplante Ausbau betrifft unmittelbar die Kreuzung, die mit ihren Einfädelungsspuren umgestaltet, neu markiert und im Bereich Fähranger leicht verschoben wird. Vorgesehen ist ferner eine Verbreiterung des Abschnitts, der über den Fußgängertunnel im Werder führt. Die Gesamtkosten, die der Bund trägt, belaufen sich schätzungsweise auf 1,5 Millionen Euro. Möglicherweise ist diese Zahl bei Baubeginn längst überholt.