Veltheim

Die Küchenfee des Veltheimer Erntefestes

Gisela Schwarze

Elke Held ist beim Veltheimer Erntedankfest eine Frau der ersten Stunde. Diesmal führt sie die Regie in der Küche. Foto: Gisela Schwarze - © schwarze
Elke Held ist beim Veltheimer Erntedankfest eine Frau der ersten Stunde. Diesmal führt sie die Regie in der Küche. Foto: Gisela Schwarze (© schwarze)

Porta Westfalica-Veltheim (GS). Elke Held ist beim Veltheimer Erntedankfest die Frau der ersten Stunde – zumindest wenn man die Feier in ihrer heutigen Form betrachtet. Bereits zum achten Mal startet die große „Velpener“ Feier am Sonntag, 6. Oktober, auf Körtings Hof an der Ravensberger Straße 90. Dieses Fest lebt von der Einsatzfreude zahlreicher Veltheimer aus der Dorfgemeinschaft.

„Wieder sind zwei Jahr vorbei und das Erntefest steht an. Wir wechseln alljährlich ab, einmal gibt es eine Weihnachtsfeier, im nächsten Jahr ein Erntedankfest“, berichtet Elke Held. Die 55-Jährige führt in voller Verantwortung die Regie in der Küche.

„Die Aufgabe kann ich mir diesmal zeitlich leisten“, erzählt die Kirchmeisterin und Küsterin in der evangelisch-lutherischen St. Peter- und Pauls-Kirche. Denn turnusmäßig lädt die Selbstständige Evangelische Lutherische Kirchengemeinde (SELK) zum Erntedankfest-Gottesdienst auf Körtings Hof ein, Die beiden evangelischen Gemeinden im Dorf gestalten abwechselnd den Gottesdienst zum Erntedankfest. Deshalb kann Elke Held, die seit 1998 Küsterin ist, sich um andere Aufgaben kümmern.

Elke Held ist Ur-Veltheimerin, in dörfliche Aufgaben hineingewachsen und als bodenständige Einwohnerin ihrem Ort eng verbunden. Deshalb arbeitet sie als Küsterin und ist auch Kirchmeisterin in ihrer Gemeinde. Sie ist Mutter eines erwachsenen Sohns, der zwar inzwischen in Minden wohnt, aber in Veltheim weiterhin Handball spielt.

Getränke, Essen, Verpflegung und die nötigen Einkäufe fürs Volksfest hat die Küchenchefin im Griff. Sie hält alle Fäden in der Hand, hat weitere wichtige Aufgaben bereits delegiert.

„Notwendiges Geschirr, das beim Erntedankfest unter anderem zum Verzehr der gespendeten Kuchen eingesetzt wird, habe ich zurzeit noch im Gemeindehaus im Keller stehen.“ Inzwischen habe die Dorfgemeinschaft ebenfalls Geschirr erworben, sodass ausreichend Teller, Tassen und Besteck zur Verfügung stehen. Die Koordination zwischen Kirche als einem Teil der Dorfgemeinschaft und der Vereine funktioniere bestens. „Natürlich denken wir umweltbewusst und verwenden ausschließlich wieder verwertbare Gegenstände. Wir spülen alles per Hand.“

Früher hätten die Veltheimer das Erntefest in der mit Erntegaben geschmückten Kirche bei einem außergewöhnlichen Gottesdienst gefeiert. Dann habe die Dorfgemeinschaft im Jahr 2005 die Initiative zum Erntedankfest auf Körtings Hof an der Ravensberger Straße ergriffen. Somit folgt nun die achte Auflage. Auch der mit Erntegaben ausgestattete Festgottesdienst zum Auftakt wird auf dem Anwesen Körting gefeiert.

Spezielle Angebote fürs leibliche Wohl bieten die Mitgliedervereine der Veltheimer Dorfgemeinschaft an ihren Ständen an. Taubensuppe Backschinken, Cafeteria, Erntebrot, Pilzpfanne gehören dazu. Nicht in die eigene Tasche, sondern in die Kasse der Dorfgemeinschaft wirtschaften die Anbieter. „Für Projekte, die der Allgemeinheit zugute kommen, etwa bestimmte Hefte für Grundschulkinder am Ort, bezahlt die Dorfgemeinschaft“, berichtet Elke Held. Sponsoren seien allerdings auf jeden Fall nötig, um das Erntedankfest durchzuführen.

Der damalige Bürgermeister Karl Krüger und der Veltheimer Wilhelm Edler haben die Dorfgemeinschaft vor 52 Jahre gegründet. Elke Held ist mit der Ortsgeschichte und den Akteuren besten vertraut. Es gebe da auch eine gewisse Kontinuität, berichtet sie. So ist Wilhelm Edler der Großvater von Oliver Edler, dem amtierenden Vorsitzenden der Gemeinschaft. Das unterstreicht den familiären Charakter der Veltheimer Gemeinschaft.

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VeltheimDie Küchenfee des Veltheimer ErntefestesGisela SchwarzePorta Westfalica-Veltheim (GS). Elke Held ist beim Veltheimer Erntedankfest die Frau der ersten Stunde – zumindest wenn man die Feier in ihrer heutigen Form betrachtet. Bereits zum achten Mal startet die große „Velpener“ Feier am Sonntag, 6. Oktober, auf Körtings Hof an der Ravensberger Straße 90. Dieses Fest lebt von der Einsatzfreude zahlreicher Veltheimer aus der Dorfgemeinschaft. „Wieder sind zwei Jahr vorbei und das Erntefest steht an. Wir wechseln alljährlich ab, einmal gibt es eine Weihnachtsfeier, im nächsten Jahr ein Erntedankfest“, berichtet Elke Held. Die 55-Jährige führt in voller Verantwortung die Regie in der Küche. „Die Aufgabe kann ich mir diesmal zeitlich leisten“, erzählt die Kirchmeisterin und Küsterin in der evangelisch-lutherischen St. Peter- und Pauls-Kirche. Denn turnusmäßig lädt die Selbstständige Evangelische Lutherische Kirchengemeinde (SELK) zum Erntedankfest-Gottesdienst auf Körtings Hof ein, Die beiden evangelischen Gemeinden im Dorf gestalten abwechselnd den Gottesdienst zum Erntedankfest. Deshalb kann Elke Held, die seit 1998 Küsterin ist, sich um andere Aufgaben kümmern. Elke Held ist Ur-Veltheimerin, in dörfliche Aufgaben hineingewachsen und als bodenständige Einwohnerin ihrem Ort eng verbunden. Deshalb arbeitet sie als Küsterin und ist auch Kirchmeisterin in ihrer Gemeinde. Sie ist Mutter eines erwachsenen Sohns, der zwar inzwischen in Minden wohnt, aber in Veltheim weiterhin Handball spielt. Getränke, Essen, Verpflegung und die nötigen Einkäufe fürs Volksfest hat die Küchenchefin im Griff. Sie hält alle Fäden in der Hand, hat weitere wichtige Aufgaben bereits delegiert. „Notwendiges Geschirr, das beim Erntedankfest unter anderem zum Verzehr der gespendeten Kuchen eingesetzt wird, habe ich zurzeit noch im Gemeindehaus im Keller stehen.“ Inzwischen habe die Dorfgemeinschaft ebenfalls Geschirr erworben, sodass ausreichend Teller, Tassen und Besteck zur Verfügung stehen. Die Koordination zwischen Kirche als einem Teil der Dorfgemeinschaft und der Vereine funktioniere bestens. „Natürlich denken wir umweltbewusst und verwenden ausschließlich wieder verwertbare Gegenstände. Wir spülen alles per Hand.“ Früher hätten die Veltheimer das Erntefest in der mit Erntegaben geschmückten Kirche bei einem außergewöhnlichen Gottesdienst gefeiert. Dann habe die Dorfgemeinschaft im Jahr 2005 die Initiative zum Erntedankfest auf Körtings Hof an der Ravensberger Straße ergriffen. Somit folgt nun die achte Auflage. Auch der mit Erntegaben ausgestattete Festgottesdienst zum Auftakt wird auf dem Anwesen Körting gefeiert. Spezielle Angebote fürs leibliche Wohl bieten die Mitgliedervereine der Veltheimer Dorfgemeinschaft an ihren Ständen an. Taubensuppe Backschinken, Cafeteria, Erntebrot, Pilzpfanne gehören dazu. Nicht in die eigene Tasche, sondern in die Kasse der Dorfgemeinschaft wirtschaften die Anbieter. „Für Projekte, die der Allgemeinheit zugute kommen, etwa bestimmte Hefte für Grundschulkinder am Ort, bezahlt die Dorfgemeinschaft“, berichtet Elke Held. Sponsoren seien allerdings auf jeden Fall nötig, um das Erntedankfest durchzuführen. Der damalige Bürgermeister Karl Krüger und der Veltheimer Wilhelm Edler haben die Dorfgemeinschaft vor 52 Jahre gegründet. Elke Held ist mit der Ortsgeschichte und den Akteuren besten vertraut. Es gebe da auch eine gewisse Kontinuität, berichtet sie. So ist Wilhelm Edler der Großvater von Oliver Edler, dem amtierenden Vorsitzenden der Gemeinschaft. Das unterstreicht den familiären Charakter der Veltheimer Gemeinschaft.