Kleinenbremen

Dorfmarkt Kleinenbremen: Ansturm der Aussteller

Stefan Lyrath

Die Band „Two Step“ brachte das Publikum mit einem breit gefächerten Repertoire in Stimmung.
Die Band „Two Step“ brachte das Publikum mit einem breit gefächerten Repertoire in Stimmung.

Porta Westfalica-Kleinenbremen (Ly). Beim Kleinenbremer Dorfmarkt kommt die 40-Stände-Marke in Sicht. In einem Jahr könnte sie fallen. „Das ist unser Ziel“, sagt Jörg Achilles, Vorsitzender des Bezirksausschusses.

Der Dorfmarkt wächst und wächst. Am vergangenen Sonntag waren 37 Stände aufgebaut, sechs mehr als vor einem Jahr. Die Besucher strömten und genossen den Altweibersommer. Das Fazit von Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins, fällt denn auch euphorisch aus. „Das ist der absolute Wahnsinn und durch nichts mehr zu toppen.“

Wegen des Ansturms der Aussteller wurde ein Teil der Stände diesmal auf dem benachbarten Schulhof errichtet, wo beispielsweise die örtliche Feuerwehr und der TuS Kleinenbremen einen Platz fanden. „Beim nächsten Mal wollen wir den Schulhof vollkriegen“, kündigt Jörg Achilles an.

Vor dem Meierhof-Backhaus genossen die Besucher den Altweibersommer und ließen sich bewirten. Fotos: Stefan Lyrath - © lyrath
Vor dem Meierhof-Backhaus genossen die Besucher den Altweibersommer und ließen sich bewirten. Fotos: Stefan Lyrath (© lyrath)

Zunächst hatten die Veranstalter befürchtet, der Schulhof sei zu weit ab vom Schuss. Dabei ist jetzt keine Rede mehr. „Wir sind von Stand zu Stand gegangen. Alle waren zufrieden“, berichtet Sarah Hohmeier-Bierwirth vom Planungskomitee.

Erneut hat sich der Lütkenbremer Heimatverein mit einem Mahl- und Backtag am Dorfmarkt beteiligt, die Mönkhoffsche Wassermühle und das Meierhof- Backhaus geöffnet, Gäste bewirtet und ihnen die Technik erklärt. „Das Brot war um 14 Uhr alle, aber der Kuchen hat bis zum Schluss gereicht“, berichtete Ulrike Müller von der Backgruppe des Vereins.

An den etwa 30 reinen Verkaufsständen gab es unter anderem Mode, Schmuck und Deko sowie Spezialitäten aus Garten und Bauernküche, darunter Käse, Wurst, Fisch, Pilze, Honig oder Marmelade.

Obwohl am selben Wochenende das Portaner Stadtfest war, sind die Kleinenbremer auch diesmal bei ihrem feststehenden Termin im September geblieben, der sich nach dem Nammer Erntefest richtet. Die Macher von Stadtfest und Dorfmarkt sind dennoch hochzufrieden, denn sie blicken auf herausragende Feste zurück, vielleicht die erfolgreichsten ihrer Geschichte. Trotz des Stadtfestes hat sich der Dorfmarkt nicht nur behauptet, sondern sogar noch zugelegt.

Walter Caselitz nennt dafür mehrere Gründe. Erstens: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Zweitens habe das Wetter voll mitgespielt. Und drittens kämen zum Dorfmarkt immer viele Besucher aus dem angrenzenden Schaumburger Land. Schriftführerin Angelika Heine meint: „Der Ort an sich hat ein Flair –-die historischen Gebäude, der alte Baumbestände, die Teiche.“

Ein zusätzliches Highlight, so Caselitz, sei die Kapelle gewesen. „Sie brachte die Leute in Stimmung.“ Gespielt hat die Band „Two Step“, deren Repertoire von Helene Fischer und Andrea Berg über Dire Straits und Deep Purple bis hin zu Amy Whinehouse reicht.

Vielleicht haben die Kleinenbremer aber auch einfach nur ihr Lebensgefühl überzeugend rübergebracht. In einem Punkt sind sich beim Abschlussgespräch nämlich alle ehrenamtlichen Helfer einig: „Es ist ein richtig schönes Gefühl, auf dem Dorf zu leben.“

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KleinenbremenDorfmarkt Kleinenbremen: Ansturm der AusstellerStefan LyrathPorta Westfalica-Kleinenbremen (Ly). Beim Kleinenbremer Dorfmarkt kommt die 40-Stände-Marke in Sicht. In einem Jahr könnte sie fallen. „Das ist unser Ziel“, sagt Jörg Achilles, Vorsitzender des Bezirksausschusses. Der Dorfmarkt wächst und wächst. Am vergangenen Sonntag waren 37 Stände aufgebaut, sechs mehr als vor einem Jahr. Die Besucher strömten und genossen den Altweibersommer. Das Fazit von Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins, fällt denn auch euphorisch aus. „Das ist der absolute Wahnsinn und durch nichts mehr zu toppen.“ Wegen des Ansturms der Aussteller wurde ein Teil der Stände diesmal auf dem benachbarten Schulhof errichtet, wo beispielsweise die örtliche Feuerwehr und der TuS Kleinenbremen einen Platz fanden. „Beim nächsten Mal wollen wir den Schulhof vollkriegen“, kündigt Jörg Achilles an. Zunächst hatten die Veranstalter befürchtet, der Schulhof sei zu weit ab vom Schuss. Dabei ist jetzt keine Rede mehr. „Wir sind von Stand zu Stand gegangen. Alle waren zufrieden“, berichtet Sarah Hohmeier-Bierwirth vom Planungskomitee. Erneut hat sich der Lütkenbremer Heimatverein mit einem Mahl- und Backtag am Dorfmarkt beteiligt, die Mönkhoffsche Wassermühle und das Meierhof- Backhaus geöffnet, Gäste bewirtet und ihnen die Technik erklärt. „Das Brot war um 14 Uhr alle, aber der Kuchen hat bis zum Schluss gereicht“, berichtete Ulrike Müller von der Backgruppe des Vereins. An den etwa 30 reinen Verkaufsständen gab es unter anderem Mode, Schmuck und Deko sowie Spezialitäten aus Garten und Bauernküche, darunter Käse, Wurst, Fisch, Pilze, Honig oder Marmelade. Obwohl am selben Wochenende das Portaner Stadtfest war, sind die Kleinenbremer auch diesmal bei ihrem feststehenden Termin im September geblieben, der sich nach dem Nammer Erntefest richtet. Die Macher von Stadtfest und Dorfmarkt sind dennoch hochzufrieden, denn sie blicken auf herausragende Feste zurück, vielleicht die erfolgreichsten ihrer Geschichte. Trotz des Stadtfestes hat sich der Dorfmarkt nicht nur behauptet, sondern sogar noch zugelegt. Walter Caselitz nennt dafür mehrere Gründe. Erstens: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Zweitens habe das Wetter voll mitgespielt. Und drittens kämen zum Dorfmarkt immer viele Besucher aus dem angrenzenden Schaumburger Land. Schriftführerin Angelika Heine meint: „Der Ort an sich hat ein Flair –-die historischen Gebäude, der alte Baumbestände, die Teiche.“ Ein zusätzliches Highlight, so Caselitz, sei die Kapelle gewesen. „Sie brachte die Leute in Stimmung.“ Gespielt hat die Band „Two Step“, deren Repertoire von Helene Fischer und Andrea Berg über Dire Straits und Deep Purple bis hin zu Amy Whinehouse reicht. Vielleicht haben die Kleinenbremer aber auch einfach nur ihr Lebensgefühl überzeugend rübergebracht. In einem Punkt sind sich beim Abschlussgespräch nämlich alle ehrenamtlichen Helfer einig: „Es ist ein richtig schönes Gefühl, auf dem Dorf zu leben.“