Kommentar zur Zukunft des Portaner Kraftwerksareals: Ausrede

Dirk Haunhorst

MT- - © Foto: Alex Lehn
MT- (© Foto: Alex Lehn)

Es gibt plausible Gründe für die Absage von Veranstaltungen. Eine Erkrankung zählt dazu, eine angebliche Schweigepflicht im laufenden Verfahren jedoch nicht. Die Entwicklungsgellschaft als Eigentümerin des Kraftwerksareals unterliegt keiner Schweigepflicht. Und der Hinweis auf das laufende Verfahren klingt nach gängiger Ausrede, die zumeist Behörden bemühen, um sich vor Stellungnahmen zu drücken.

Die Kraftwerkseigentümerin ist frei, jederzeit über die Situation auf dem Gelände zu informieren. Sie könnte Fragen nach dem bisherigen und weiteren Verlauf des Rückbaus beantworten. Oder nach den Konsequenzen, die der Großbrand für den betroffenen Bereich und die weiteren Arbeiten hat. Sie könnte Ideen für künftige Unternehmensansiedlungen skizzieren. Kurzum: Die Eigentümerin könnte Vertrauen schaffen, indem sie abseits formeller Verfahren mit den Menschen spricht, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit den neuen Betrieben leben müssen.

Demnächst werden auf dem ehemaligen Kraftwerksareal die Bagger anrücken, um Platz für Neues zu schaffen. Vorerst bleibt dort die Öffentlichkeitsarbeit die größte Baustelle.

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Kommentar zur Zukunft des Portaner Kraftwerksareals: AusredeDirk HaunhorstEs gibt plausible Gründe für die Absage von Veranstaltungen. Eine Erkrankung zählt dazu, eine angebliche Schweigepflicht im laufenden Verfahren jedoch nicht. Die Entwicklungsgellschaft als Eigentümerin des Kraftwerksareals unterliegt keiner Schweigepflicht. Und der Hinweis auf das laufende Verfahren klingt nach gängiger Ausrede, die zumeist Behörden bemühen, um sich vor Stellungnahmen zu drücken. Die Kraftwerkseigentümerin ist frei, jederzeit über die Situation auf dem Gelände zu informieren. Sie könnte Fragen nach dem bisherigen und weiteren Verlauf des Rückbaus beantworten. Oder nach den Konsequenzen, die der Großbrand für den betroffenen Bereich und die weiteren Arbeiten hat. Sie könnte Ideen für künftige Unternehmensansiedlungen skizzieren. Kurzum: Die Eigentümerin könnte Vertrauen schaffen, indem sie abseits formeller Verfahren mit den Menschen spricht, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit den neuen Betrieben leben müssen. Demnächst werden auf dem ehemaligen Kraftwerksareal die Bagger anrücken, um Platz für Neues zu schaffen. Vorerst bleibt dort die Öffentlichkeitsarbeit die größte Baustelle.