Nammen

Wissenswertes übers Bonhoefferhaus

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Porta Westfalica-Nammen (krö). 50 Jahre Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Das Jubiläum des evangelischen Gemeindezentrums wird am Sonntag, 8. September, mit einem Gottesdienst und einem bunten Nachmittag gebührend gefeiert. Der Tag beginnt mit dem um eine Stunde vorverlegtem Gottesdienst, in dem das Kindermusical „Daniel in der Löwengruppe“ im Mittelpunkt steht. Danach folgt vor dem Beginn der eigentlichen Feierstunde ein kleiner Empfang bei Sekt und Saft.

Der Taufstein ist bereits 800 Jahre alt. - © Foto: Kurt Römming
Der Taufstein ist bereits 800 Jahre alt. (© Foto: Kurt Römming)

Gestaltet wird die Feier von Kindern, Jugendlichen und Frauen und Männern aus der Gemeinde, die über ihre Beziehung zu dem Haus berichten, das nicht nur Gottesdienststätte ist, sondern den Raum bietet für das vielfältige Gemeindeleben mit Kinder- und Jugendarbeit, Chorarbeit, Frauenhilfe und Erwachsenenarbeit. Zeitzeugen erzählen aus der Zeit der Planungsphase und dem Bau des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses. Eine Dia-Schau zeigt Bilder aus den zurückliegenden fünf Jahrzehnten Gemeindeleben im Nammer Gemeindehaus.

Parallel laufen Spielangebote für die Kinder. Zu Mittag wird Kartoffelsuppe mit Einlage aus der Diakonie-Küche in Lahde serviert. Später gibt’s Kaffee und Kuchen. Gegen 13 Uhr besteht die Möglichkeit, sich bei einer kleinen Führung Wissenswertes über den Taufstein, die Kanzel, die Orgel und die drei Glocken im freistehenden Kirchturm erzählen zu lassen.

Interessant ist vor allem der Taufstein, das älteste Inventar des Hauses. Der Stein stammt aus der romanischen Zeit und ist etwa 800 Jahre alt. Bis 1601 diente er in der Hauptkirche des Kirchspiels in Lerbeck und ist in seinem Ausmaß so beschaffen, dass damals die kleinen Täuflinge ganz eingetaucht werden konnten. Der Überlieferung nach sollen an diesem Taufstein die letzten Heiden des Kirchspiels Lerbeck getauft worden sein. Als die Taufkanne aufkam, wurde 1601 ein kleinerer Taufstein beschafft und auch dieser 1892 noch einmal durch ein Exemplar mit noch kleinerem Becken ersetzt.

Der älteste Taufstein kam dann 1969 in den Neubau Dietrich-Bonhoeffer-Haus, sein Nachfolger später in das Paul-Gerhardt-Haus nach Meißen. Vorher hatten beide über Generationen ihren Platz im Eingangsbereich der Hauptkirche Lerbeck.

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NammenWissenswertes übers BonhoefferhausPorta Westfalica-Nammen (krö). 50 Jahre Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Das Jubiläum des evangelischen Gemeindezentrums wird am Sonntag, 8. September, mit einem Gottesdienst und einem bunten Nachmittag gebührend gefeiert. Der Tag beginnt mit dem um eine Stunde vorverlegtem Gottesdienst, in dem das Kindermusical „Daniel in der Löwengruppe“ im Mittelpunkt steht. Danach folgt vor dem Beginn der eigentlichen Feierstunde ein kleiner Empfang bei Sekt und Saft. Gestaltet wird die Feier von Kindern, Jugendlichen und Frauen und Männern aus der Gemeinde, die über ihre Beziehung zu dem Haus berichten, das nicht nur Gottesdienststätte ist, sondern den Raum bietet für das vielfältige Gemeindeleben mit Kinder- und Jugendarbeit, Chorarbeit, Frauenhilfe und Erwachsenenarbeit. Zeitzeugen erzählen aus der Zeit der Planungsphase und dem Bau des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses. Eine Dia-Schau zeigt Bilder aus den zurückliegenden fünf Jahrzehnten Gemeindeleben im Nammer Gemeindehaus. Parallel laufen Spielangebote für die Kinder. Zu Mittag wird Kartoffelsuppe mit Einlage aus der Diakonie-Küche in Lahde serviert. Später gibt’s Kaffee und Kuchen. Gegen 13 Uhr besteht die Möglichkeit, sich bei einer kleinen Führung Wissenswertes über den Taufstein, die Kanzel, die Orgel und die drei Glocken im freistehenden Kirchturm erzählen zu lassen. Interessant ist vor allem der Taufstein, das älteste Inventar des Hauses. Der Stein stammt aus der romanischen Zeit und ist etwa 800 Jahre alt. Bis 1601 diente er in der Hauptkirche des Kirchspiels in Lerbeck und ist in seinem Ausmaß so beschaffen, dass damals die kleinen Täuflinge ganz eingetaucht werden konnten. Der Überlieferung nach sollen an diesem Taufstein die letzten Heiden des Kirchspiels Lerbeck getauft worden sein. Als die Taufkanne aufkam, wurde 1601 ein kleinerer Taufstein beschafft und auch dieser 1892 noch einmal durch ein Exemplar mit noch kleinerem Becken ersetzt. Der älteste Taufstein kam dann 1969 in den Neubau Dietrich-Bonhoeffer-Haus, sein Nachfolger später in das Paul-Gerhardt-Haus nach Meißen. Vorher hatten beide über Generationen ihren Platz im Eingangsbereich der Hauptkirche Lerbeck.