Hausberge

Dänen kommen zum Stadtfest

Hans-Martin Polte

Schon 2016 war die „Gamle Garde“ („Alte Garde“), wie sich die Ehemaligen der in Hausberge vom Freischießen bekannten „Varde Garde“ nennen, stark vertreten. Diesmal kommen die Dänen mit 65 Musikern. Fotos: Polte - © polte
Schon 2016 war die „Gamle Garde“ („Alte Garde“), wie sich die Ehemaligen der in Hausberge vom Freischießen bekannten „Varde Garde“ nennen, stark vertreten. Diesmal kommen die Dänen mit 65 Musikern. Fotos: Polte (© polte)

Porta Westfalica-Hausberge (pte). Das Portaner Stadtfest lebt nicht nur von der Tradition, sondern vom Außergewöhnlichen. Auch die 40. Auflage der großen Portaner Feier vom 13. bis 15. September bietet einige Besonderheiten. Der Besuch einer dänischen Delegation gehört dazu.

Wie vor drei Jahren werden am übernächsten Wochenende wieder auffallend viele rote T-Shirts mit der Aufschrift „Den Gamle Garde“ sehen. Die Gäste, die diese T-Shirts tragen, waren schon oft in Hausberge, allerdings in früheren Jahren als Mitglieder der dänischen Musikformation „Varde Garden“ beim Hausberger Freischießen. Als „Gamle Garde“, sprich „Alte Garde“, haben sich die Ehemaligen zu einem Wiedersehenstreffen in der Jugendherberge verabredet. Dass sie mit ihrer Musik gute Stimmung verbreiten können, das wollen sie beim Stadtfest am Freitagabend und auch am Samstag beweisen, verrät der Seniorchef der 65 Mitglieder starken Gruppe Kaj Lükke Sörensen am Telefon. „Obwohl nur noch zehn ehemalige Mitglieder der Varde Garden in Varde selbst leben und alle anderen in Dänemark und im übrigen Europa verstreut wohnen, haben sich die Musiker einmal in Varde getroffen, um ihre alten Musikstücke für die Aufführungen beim Stadtfest wieder aufzufrischen.“

Diesmal mit Musik: Das Feuerwerk der Porta Pyros ist optischer Höhepunkt am Eröffnungsabend. - © polte
Diesmal mit Musik: Das Feuerwerk der Porta Pyros ist optischer Höhepunkt am Eröffnungsabend. (© polte)

Hören und sehen können Besucher des Stadtfest die Dänen bei der Eröffnung des Stadtfestes um 19.30 Uhr und am Samstag ab 13 Uhr bis etwa 13.30 Uhr auf und an der Volksbanken-Bühne am Marktbrunnen.

Außergewöhnliches bieten dieses Mal die „Porta Pyros“ bei ihrer neunten Stadtfestteilnahme. Erstmals werden die Pyrotechniker am späteren Freitagabend auf dem Parkplatz am Bürgerhaus ein Musikfeuerwerk zünden. Was darunter zu verstehen ist, erklärt der Teamleiter der Gruppe Wolf-Rüdiger Döring: „Ein Musikfeuerwerk ist die Königsklasse unter den Feuerwerken. Unser komplettes Feuerwerk ist musiksynchron auf zwei Musikstücke abgestimmt. Die jeweiligen Effekte werden takt- und sekundengenau gezündet, was genaue Kenntnis jedes einzelnen Effektes erfordert. Der Ablauf der Zündung wird dabei über eine entsprechend programmierte Funkzündanlage geregelt.“Selbstverständlich gehört zu solch einem Musikfeuerwerk auch noch die Installation einer entsprechend leistungsstarken Musikanlage. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass es zum Bestaunen des um 22.30 Uhr startenden Feuerwerks vorteilhaft ist, zum Rathausvorplatz an der Kempstraße zu gehen.

Bei den „Porta Pyros“ handelt es sich um eine Gruppe von fünf ambitionierten Freizeit-Feuerwerkern und einem staatlich geprüften Pyrotechniker, die sich nach Angaben des Teamleiters seit 2007 diesem Hobby verschrieben haben. Sie verwenden Feuerwerksartikel, die von der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin auf Funktion und Sicherheit geprüft worden sind. „Dieses Material der Kategorie F2 ist das Feuerwerk, das zu Silvester jeder Volljährige kaufen kann“, erläutert Wolf-Rüdiger Döring.

Zu den besonderen Veranstaltungsorten des Stadtfestes zählt der Bürgerpark, in dem am Sonntagnachmittag (15 Uhr) wie gewohnt der Stadtkulturring zu musikalischen Überraschungen und Tanzvorführungen des Karnevalsvereins Grün-Rote Bütt Hainholz einlädt.

Auch am Samstagabend wird der Bürgerpark belebt sein, nämlich von vielen Kindern, die ihren großen Laternenumzug um 19.30 Uhr im Puddinginnenhof im Zentrum von Hausberge starten und zusammen mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Barkhausen in den Bürgerpark gehen. Hier werden dann mit der Jugendfeuerwehr Hausberge über offenem Feuer Marshmallows geröstet. Die Kinder basteln die Laternen während des Spielfestes, das die Stadtjugendpflege von 12 bis 18 Uhr im Puddinginnenhof anbietet.

Noch weiter weg vom eigentlichen Stadtfestgeschehen ist der Fernsehturm. Von 10 Uhr bis 18 Uhr am Sonntag sind Aussichtskanzel, der Bismarck-Gedenkraum und der Kiosk geöffnet. Außerdem stehen Mitglieder des Bismarckbundes für Führungen bis hin zum Schlageterdenkmal bereit. Am Samstag gelten am Fernsehturm für Besucher die gewohnten Öffnungszeiten von 12 bis 18 Uhr.

Wenn auch über drei Tage Stadtfesttrubel vorherrscht, beginnt und endet das Fest besinnlich. So gestalten am Freitagabend Jugendliche am Marktbrunnen um 19 Uhr, also kurz vor der Eröffnung des Stadtfestes, einen halbstündigen ökumenischen Gottesdienst. Zum Abschluss des Stadtfestprogramms lädt der Projektchor Hausberge-Frille am Sonntag um 19 Uhr zu einem Konzert in der evangelischen Kirche Hausberge ein. Unter der Leitung von Professor Micha Bergsiek werden alte und moderne Kirchenlieder sowie Instrumentalstücke vorgetragen.

Schon beim vorigen Stadtfest ist eine optische Neuerung angenehm aufgefallen, die in diesem Jahr weiter geführt wird: Alle Gastronomiestände, die ehrenamtlich von Vereinen betrieben werden, sind durch große, von einer Lerbecker Werbefirma gestiftete Stadtfestbanner gekennzeichnet. Darauf sind neben dem Stadtlogo auch Emblem und Name des jeweiligen Vereins eingedruckt.

www.stadtfest-porta.de

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HausbergeDänen kommen zum StadtfestHans-Martin PoltePorta Westfalica-Hausberge (pte). Das Portaner Stadtfest lebt nicht nur von der Tradition, sondern vom Außergewöhnlichen. Auch die 40. Auflage der großen Portaner Feier vom 13. bis 15. September bietet einige Besonderheiten. Der Besuch einer dänischen Delegation gehört dazu. Wie vor drei Jahren werden am übernächsten Wochenende wieder auffallend viele rote T-Shirts mit der Aufschrift „Den Gamle Garde“ sehen. Die Gäste, die diese T-Shirts tragen, waren schon oft in Hausberge, allerdings in früheren Jahren als Mitglieder der dänischen Musikformation „Varde Garden“ beim Hausberger Freischießen. Als „Gamle Garde“, sprich „Alte Garde“, haben sich die Ehemaligen zu einem Wiedersehenstreffen in der Jugendherberge verabredet. Dass sie mit ihrer Musik gute Stimmung verbreiten können, das wollen sie beim Stadtfest am Freitagabend und auch am Samstag beweisen, verrät der Seniorchef der 65 Mitglieder starken Gruppe Kaj Lükke Sörensen am Telefon. „Obwohl nur noch zehn ehemalige Mitglieder der Varde Garden in Varde selbst leben und alle anderen in Dänemark und im übrigen Europa verstreut wohnen, haben sich die Musiker einmal in Varde getroffen, um ihre alten Musikstücke für die Aufführungen beim Stadtfest wieder aufzufrischen.“ Hören und sehen können Besucher des Stadtfest die Dänen bei der Eröffnung des Stadtfestes um 19.30 Uhr und am Samstag ab 13 Uhr bis etwa 13.30 Uhr auf und an der Volksbanken-Bühne am Marktbrunnen. Außergewöhnliches bieten dieses Mal die „Porta Pyros“ bei ihrer neunten Stadtfestteilnahme. Erstmals werden die Pyrotechniker am späteren Freitagabend auf dem Parkplatz am Bürgerhaus ein Musikfeuerwerk zünden. Was darunter zu verstehen ist, erklärt der Teamleiter der Gruppe Wolf-Rüdiger Döring: „Ein Musikfeuerwerk ist die Königsklasse unter den Feuerwerken. Unser komplettes Feuerwerk ist musiksynchron auf zwei Musikstücke abgestimmt. Die jeweiligen Effekte werden takt- und sekundengenau gezündet, was genaue Kenntnis jedes einzelnen Effektes erfordert. Der Ablauf der Zündung wird dabei über eine entsprechend programmierte Funkzündanlage geregelt.“Selbstverständlich gehört zu solch einem Musikfeuerwerk auch noch die Installation einer entsprechend leistungsstarken Musikanlage. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass es zum Bestaunen des um 22.30 Uhr startenden Feuerwerks vorteilhaft ist, zum Rathausvorplatz an der Kempstraße zu gehen. Bei den „Porta Pyros“ handelt es sich um eine Gruppe von fünf ambitionierten Freizeit-Feuerwerkern und einem staatlich geprüften Pyrotechniker, die sich nach Angaben des Teamleiters seit 2007 diesem Hobby verschrieben haben. Sie verwenden Feuerwerksartikel, die von der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin auf Funktion und Sicherheit geprüft worden sind. „Dieses Material der Kategorie F2 ist das Feuerwerk, das zu Silvester jeder Volljährige kaufen kann“, erläutert Wolf-Rüdiger Döring. Zu den besonderen Veranstaltungsorten des Stadtfestes zählt der Bürgerpark, in dem am Sonntagnachmittag (15 Uhr) wie gewohnt der Stadtkulturring zu musikalischen Überraschungen und Tanzvorführungen des Karnevalsvereins Grün-Rote Bütt Hainholz einlädt. Auch am Samstagabend wird der Bürgerpark belebt sein, nämlich von vielen Kindern, die ihren großen Laternenumzug um 19.30 Uhr im Puddinginnenhof im Zentrum von Hausberge starten und zusammen mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Barkhausen in den Bürgerpark gehen. Hier werden dann mit der Jugendfeuerwehr Hausberge über offenem Feuer Marshmallows geröstet. Die Kinder basteln die Laternen während des Spielfestes, das die Stadtjugendpflege von 12 bis 18 Uhr im Puddinginnenhof anbietet. Noch weiter weg vom eigentlichen Stadtfestgeschehen ist der Fernsehturm. Von 10 Uhr bis 18 Uhr am Sonntag sind Aussichtskanzel, der Bismarck-Gedenkraum und der Kiosk geöffnet. Außerdem stehen Mitglieder des Bismarckbundes für Führungen bis hin zum Schlageterdenkmal bereit. Am Samstag gelten am Fernsehturm für Besucher die gewohnten Öffnungszeiten von 12 bis 18 Uhr. Wenn auch über drei Tage Stadtfesttrubel vorherrscht, beginnt und endet das Fest besinnlich. So gestalten am Freitagabend Jugendliche am Marktbrunnen um 19 Uhr, also kurz vor der Eröffnung des Stadtfestes, einen halbstündigen ökumenischen Gottesdienst. Zum Abschluss des Stadtfestprogramms lädt der Projektchor Hausberge-Frille am Sonntag um 19 Uhr zu einem Konzert in der evangelischen Kirche Hausberge ein. Unter der Leitung von Professor Micha Bergsiek werden alte und moderne Kirchenlieder sowie Instrumentalstücke vorgetragen. Schon beim vorigen Stadtfest ist eine optische Neuerung angenehm aufgefallen, die in diesem Jahr weiter geführt wird: Alle Gastronomiestände, die ehrenamtlich von Vereinen betrieben werden, sind durch große, von einer Lerbecker Werbefirma gestiftete Stadtfestbanner gekennzeichnet. Darauf sind neben dem Stadtlogo auch Emblem und Name des jeweiligen Vereins eingedruckt. www.stadtfest-porta.de