Barkhausen

Ein Hauch von Broadway auf der Freilichtbühne

Rolf Graff

In immer wieder neuen Kostümen und zum Teil mit bunten Perücken führte die Set Musical Company durch die bunte Welt der Musicals. Fotos: Rolf Graff
In immer wieder neuen Kostümen und zum Teil mit bunten Perücken führte die Set Musical Company durch die bunte Welt der Musicals. Fotos: Rolf Graff

Porta Westfalica-Barkhausen (rgr). Auch nach drei Stunden Programm zeigen die Sänger der Set Musical Company noch keine Müdigkeit. Im Gegenteil. Sie drehen zum Finale der Musical Night auf der Freilichtbühne in Barkhausen noch einmal richtig auf und heizen ihrem Publikum mit einem Rock-Medley aus Songs von Starship, Queen oder AC/DC noch einmal richtig ein. Dazu Songs aus den Musicals über Udo Jürgens, Udo Lindenberg und nun auch über Tina Turner.

Flo und Micha sorgten für den guten Ton.
Flo und Micha sorgten für den guten Ton.

Biografische Musicals über Musiker und Bands ziehen seit vielen Jahren das Publikum in die Musical-Theater, nähren bei Musikliebhabern nostalgische Gefühle, und sichern den Komponisten eine lukrative Zweitverwertung. Mit dabei sind an diesem Donnerstagabend auch Songs aus dem beliebten Abba-Musical „Mama Mia“.

Der Beginn des schrillen Abends mit einem Hauch von Broadway ist schwungvoll. Mit Songs aus „Pretty Woman“ und dem neuen Hollywood-Musical „Paramour“ legen die Sänger die Messlatte schon zu Beginn hoch. Die Set Musical Company schafft es immer wieder die neuen Musicals ins Programm zu nehmen, oft bevor sie in Deutschland Premiere haben. Dazu kommen die seit vielen Jahren beliebten und bewährten, auch die ganz alten wie „Westside Story“, „Mary Poppins“ oder „Cabaret“. Viele der Musicals werden auch aus beliebten Filmen oder aus Zeichentrickfilmen von Walt Disney und Co. entwickelt, wie „Sister Act“, „Aladdin“, „Die Schöne und das Biest“, „König der Löwen“, „Tarzan“ oder „Arielle“.

Auch als Nonnen verkleidet, gaben die Darsteller auf der Bühne ordentlich Gas.
Auch als Nonnen verkleidet, gaben die Darsteller auf der Bühne ordentlich Gas.

Besonders viel Applaus heimsen immer noch die Melodien aus „Evita“ und „Phantom der Oper“ ein, den beliebten Musicals von Andrew Lloyd Webber. Die meisten Besucher sind nicht zum ersten Mal hier. Auf die gewohnten Wolldecken können sie diesmal bei ausreichend Wärme getrost verzichten, aber einige hatten eine Getränkeauswahl dabei oder die Komplettversorgung für die Pause mit Salaten, Frikadellen und Gemüse in Plastikdosen.

Moderator Axel Törber, der gleichzeitig auch Schlagzeuger und Leiter der kompetent aufspielenden Band ist, führt mit angenehmer Stimme durch das Programm. Das Gesangs-Ensemble aus Alexandra Gentzen, Corie Townsend, Tracy Plester, Simon Tunkin und Deimos Virgillito bewegt sich mit sicheren Stimmen durch die diversen Stilistiken und wechselt dazu noch jeweils die Kostüme. Ansonsten beschränkt sich die Aufführung auf den musikalischen Teil ohne Schauspiel, präsentiert mit dezenten Choreografien.

Zwei wichtige Männer bleiben für das Publikum unsichtbar. Michael und Flo werden sie gerufen und sorgen für das stimmungsvolle Licht und den guten Ton. Dem ausgewogenen Sound, der von der Bühne schallt, hört man an, dass Tontechniker Flo Micha selbst Musiker ist. Er spielt als Schlagzeuger in einer Coverband und hat auch schon für bekannte Künstler wie Lena, Barbara Schöneberger oder Slash am Mischpult gesessen. So gilt der lang anhaltende Schlussapplaus auch denen im Hintergrund.

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BarkhausenEin Hauch von Broadway auf der FreilichtbühneRolf GraffPorta Westfalica-Barkhausen (rgr). Auch nach drei Stunden Programm zeigen die Sänger der Set Musical Company noch keine Müdigkeit. Im Gegenteil. Sie drehen zum Finale der Musical Night auf der Freilichtbühne in Barkhausen noch einmal richtig auf und heizen ihrem Publikum mit einem Rock-Medley aus Songs von Starship, Queen oder AC/DC noch einmal richtig ein. Dazu Songs aus den Musicals über Udo Jürgens, Udo Lindenberg und nun auch über Tina Turner. Biografische Musicals über Musiker und Bands ziehen seit vielen Jahren das Publikum in die Musical-Theater, nähren bei Musikliebhabern nostalgische Gefühle, und sichern den Komponisten eine lukrative Zweitverwertung. Mit dabei sind an diesem Donnerstagabend auch Songs aus dem beliebten Abba-Musical „Mama Mia“. Der Beginn des schrillen Abends mit einem Hauch von Broadway ist schwungvoll. Mit Songs aus „Pretty Woman“ und dem neuen Hollywood-Musical „Paramour“ legen die Sänger die Messlatte schon zu Beginn hoch. Die Set Musical Company schafft es immer wieder die neuen Musicals ins Programm zu nehmen, oft bevor sie in Deutschland Premiere haben. Dazu kommen die seit vielen Jahren beliebten und bewährten, auch die ganz alten wie „Westside Story“, „Mary Poppins“ oder „Cabaret“. Viele der Musicals werden auch aus beliebten Filmen oder aus Zeichentrickfilmen von Walt Disney und Co. entwickelt, wie „Sister Act“, „Aladdin“, „Die Schöne und das Biest“, „König der Löwen“, „Tarzan“ oder „Arielle“. Besonders viel Applaus heimsen immer noch die Melodien aus „Evita“ und „Phantom der Oper“ ein, den beliebten Musicals von Andrew Lloyd Webber. Die meisten Besucher sind nicht zum ersten Mal hier. Auf die gewohnten Wolldecken können sie diesmal bei ausreichend Wärme getrost verzichten, aber einige hatten eine Getränkeauswahl dabei oder die Komplettversorgung für die Pause mit Salaten, Frikadellen und Gemüse in Plastikdosen. Moderator Axel Törber, der gleichzeitig auch Schlagzeuger und Leiter der kompetent aufspielenden Band ist, führt mit angenehmer Stimme durch das Programm. Das Gesangs-Ensemble aus Alexandra Gentzen, Corie Townsend, Tracy Plester, Simon Tunkin und Deimos Virgillito bewegt sich mit sicheren Stimmen durch die diversen Stilistiken und wechselt dazu noch jeweils die Kostüme. Ansonsten beschränkt sich die Aufführung auf den musikalischen Teil ohne Schauspiel, präsentiert mit dezenten Choreografien. Zwei wichtige Männer bleiben für das Publikum unsichtbar. Michael und Flo werden sie gerufen und sorgen für das stimmungsvolle Licht und den guten Ton. Dem ausgewogenen Sound, der von der Bühne schallt, hört man an, dass Tontechniker Flo Micha selbst Musiker ist. Er spielt als Schlagzeuger in einer Coverband und hat auch schon für bekannte Künstler wie Lena, Barbara Schöneberger oder Slash am Mischpult gesessen. So gilt der lang anhaltende Schlussapplaus auch denen im Hintergrund.