Hausberge

Eike Krüger ist in Porta Westfalica der Herr der Radwege

Thomas Lieske

PortaWestfalica-Hausberge (mt). Mit seinem neuen Aufgabengebiet wird Eike Krüger mit Sicherheit nicht langweilig. Seit April ist der 26-Jährige Portas neuer Radverkehrswegbeauftragte. Ein Themenfeld, das ihm als Portaner und leidenschaftlicher Radfahrer auch privat sehr am Herzen liegt, wie Krüger im MT-Gespräch verrät.

Ihm geht es um ein fahrradfreundliches Porta Westfalica: Eike Krüger ist seit dem Frühjahr Radverkehrswegbeauftragter. MT- - © Foto: Thomas Lieske
Ihm geht es um ein fahrradfreundliches Porta Westfalica: Eike Krüger ist seit dem Frühjahr Radverkehrswegbeauftragter. MT- (© Foto: Thomas Lieske)

„Es gibt natürlich immer noch Straßen im Stadtgebiet, die nicht fahrradfreundlich sind“, erklärt der Krüger, der in Osnabrück sein Studium der Geowissenschaften mit dem Master abgeschlossen hat und innerhalb der Verwaltung im Bereich Stadtplanung eingesetzt ist. „Als Radfahrer aus Porta kenne ich die Stellen, wo es drückt.“

Die Radwege füllen nicht 100 Prozent seiner Arbeitszeit, machen aber einen erheblichen Teil aus. Das sei aktuell besonders zu spüren. Denn gerade in Portas Süden stehen derzeit einige Radwegprojekte auf dem Plan: In der Aue und der Eisberger Straße in Eisbergen soll ein zur Straße parallel verlaufender Radweg entstehen beziehungsweise die Lücke geschlossen werden. Perspektivisch habe er auch größere Abschnitte an der Ravensberger und der Veltheimer Straße im Visier.

Doch jetzt seien erst einmal wichtige Vorarbeiten für Eisbergen dran, um das Projekt aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) voranzutreiben. In den kommenden Tagen wird die Verwaltung dafür bereits eine Machbarkeitsstudie und die entsprechenden Vorplanungen beauftragen, verrät Krüger. Dennoch müsse man bei aller freudiger Erwartung – das Thema Radweg in Eisbergen ist seit Jahren in der Diskussion – auch betonen, dass man dort ganz am Anfang stehe. „Da ist viel zu tun. Wir müssen auch Gespräche mit Grundstückseigentümern führen“, weiß Krüger. Außerdem wolle man über das IKEK-Projekt versuchen, Fördermittel einzuwerben.

Bei Eike Krüger laufen alle Fäden zusammen, wenn es um Radwegebau geht. Dass er in der Stadtplanungsabteilung angesiedelt ist, „ist dabei natürlich praktisch“, findet er. Denn bei Radwegen seien mehrere Abteilungen, unter anderem die Planung, eingebunden. So könne er gut den Überblick behalten und koordinieren. Und vernetzen. Zum Beispiel mit der neuen Klimamanagerin Karina Morschett. „Mit dem Radwegeausbau tragen wir nämlich einen Teil zum Klimaschutz bei“, ist Krüger überzeugt. Da werde es sicherlich einige Abstimmungen mit Morschett geben.

Das Besondere beim jetzigen Projekt: „Viele unserer geplanten Radwege liegen an Landesstraßen. Der Landesbetrieb hat aber keine eigenen Kapazitäten“, beschreibt Krüger die komplizierte Lage. Dennoch habe man grünes Licht dafür bekommen, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. „Wir packen das jetzt einfach als Stadt selbst an.“ Übrigens liegt der wenigste Teil der Radwege in Porta an städtischen Straßen. Deshalb könne er auch nicht ad hoc sagen, wie viele Kilometer Radweg es in Porta gibt.

Besonders im Auge behalten wolle er auch den Weserradweg, „der touristisch und damit wirtschaftlich für die Stadt von erheblicher Bedeutung ist“, weiß Krüger. Darauf sei man stolz und das wolle man auch fördern und erhalten. Zur Plakette „Fahrradfreundliche Stadt“, wie etwa Minden, werde man es wohl so schnell nicht schaffen. Das sei aber auch nicht primäres Ziel, ergänzt der Technische Beigeordnete Stefan Mohme, in dessen Zuständigkeitsbereich Krüger arbeitet. Zunächst sei es wichtig, die kleinen, einzelnen Projekte in den Ortsteilen voranzubringen. Und dafür will Eike Krüger ordentlich in die Pedale treten.

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HausbergeEike Krüger ist in Porta Westfalica der Herr der RadwegeThomas LieskePortaWestfalica-Hausberge (mt). Mit seinem neuen Aufgabengebiet wird Eike Krüger mit Sicherheit nicht langweilig. Seit April ist der 26-Jährige Portas neuer Radverkehrswegbeauftragte. Ein Themenfeld, das ihm als Portaner und leidenschaftlicher Radfahrer auch privat sehr am Herzen liegt, wie Krüger im MT-Gespräch verrät. „Es gibt natürlich immer noch Straßen im Stadtgebiet, die nicht fahrradfreundlich sind“, erklärt der Krüger, der in Osnabrück sein Studium der Geowissenschaften mit dem Master abgeschlossen hat und innerhalb der Verwaltung im Bereich Stadtplanung eingesetzt ist. „Als Radfahrer aus Porta kenne ich die Stellen, wo es drückt.“ Die Radwege füllen nicht 100 Prozent seiner Arbeitszeit, machen aber einen erheblichen Teil aus. Das sei aktuell besonders zu spüren. Denn gerade in Portas Süden stehen derzeit einige Radwegprojekte auf dem Plan: In der Aue und der Eisberger Straße in Eisbergen soll ein zur Straße parallel verlaufender Radweg entstehen beziehungsweise die Lücke geschlossen werden. Perspektivisch habe er auch größere Abschnitte an der Ravensberger und der Veltheimer Straße im Visier. Doch jetzt seien erst einmal wichtige Vorarbeiten für Eisbergen dran, um das Projekt aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) voranzutreiben. In den kommenden Tagen wird die Verwaltung dafür bereits eine Machbarkeitsstudie und die entsprechenden Vorplanungen beauftragen, verrät Krüger. Dennoch müsse man bei aller freudiger Erwartung – das Thema Radweg in Eisbergen ist seit Jahren in der Diskussion – auch betonen, dass man dort ganz am Anfang stehe. „Da ist viel zu tun. Wir müssen auch Gespräche mit Grundstückseigentümern führen“, weiß Krüger. Außerdem wolle man über das IKEK-Projekt versuchen, Fördermittel einzuwerben. Bei Eike Krüger laufen alle Fäden zusammen, wenn es um Radwegebau geht. Dass er in der Stadtplanungsabteilung angesiedelt ist, „ist dabei natürlich praktisch“, findet er. Denn bei Radwegen seien mehrere Abteilungen, unter anderem die Planung, eingebunden. So könne er gut den Überblick behalten und koordinieren. Und vernetzen. Zum Beispiel mit der neuen Klimamanagerin Karina Morschett. „Mit dem Radwegeausbau tragen wir nämlich einen Teil zum Klimaschutz bei“, ist Krüger überzeugt. Da werde es sicherlich einige Abstimmungen mit Morschett geben. Das Besondere beim jetzigen Projekt: „Viele unserer geplanten Radwege liegen an Landesstraßen. Der Landesbetrieb hat aber keine eigenen Kapazitäten“, beschreibt Krüger die komplizierte Lage. Dennoch habe man grünes Licht dafür bekommen, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. „Wir packen das jetzt einfach als Stadt selbst an.“ Übrigens liegt der wenigste Teil der Radwege in Porta an städtischen Straßen. Deshalb könne er auch nicht ad hoc sagen, wie viele Kilometer Radweg es in Porta gibt. Besonders im Auge behalten wolle er auch den Weserradweg, „der touristisch und damit wirtschaftlich für die Stadt von erheblicher Bedeutung ist“, weiß Krüger. Darauf sei man stolz und das wolle man auch fördern und erhalten. Zur Plakette „Fahrradfreundliche Stadt“, wie etwa Minden, werde man es wohl so schnell nicht schaffen. Das sei aber auch nicht primäres Ziel, ergänzt der Technische Beigeordnete Stefan Mohme, in dessen Zuständigkeitsbereich Krüger arbeitet. Zunächst sei es wichtig, die kleinen, einzelnen Projekte in den Ortsteilen voranzubringen. Und dafür will Eike Krüger ordentlich in die Pedale treten.