Veltheim

Qualität zum Nulltarif: So erlebten die Bands das Festival "Umsonst und Draußen" in Veltheim

Christian Bendig

Schon lange bevor „Neonschwarz“ die große Weserbühne betrat, scharten sich die Fans vor der großen Hauptbühne. Fotos: Christian Bendig
Schon lange bevor „Neonschwarz“ die große Weserbühne betrat, scharten sich die Fans vor der großen Hauptbühne. Fotos: Christian Bendig

Porta Westfalica-Veltheim (cb). Dass umsonst nicht auch gleichbedeutend mit billig ist, unterstrich das „Umsonst & Draußen“-Festivals in Veltheim nachhaltig. Vor allem die Hauptacts am Samstagabend hatten es in sich und begeisterten das Publikum. Indes kristallisierte sich eine in Norddeutschland fast unbekannte Band heraus, die man zukünftig jedoch auf dem Zettel haben sollte.

„Turbostaat“, „Neonschwarz“ oder auch „In my Days“ – alles Bandnamen, die Musikfans irgendwann schon einmal untergekommen sind. Die Hip-Hopper von „Neonschwarz“, die ihren Band-Mittelpunkt in Hamburg haben, spielten bereits bei großen Festivals wie dem „Hurricane“ oder auch dem „South- side“. Veranstaltungen, die in diesem Sommer bereits 70.000 beziehungsweise 60.000 Besucher anlockten.

"Umsonst und Draueßn" - das Festival im Fotoüberblick (Plus-Inhalt)

„Wir spielen tatsächlich das erste Mal bei einem ,Umsonst & Draußen-Festival'“, wie Sängerin „Marie Curry“ betonte und vom Charme des Konzepts begeistert war: „Wir kommen selber aus Kleinstädten. Es ist cool, dass es Veranstalter gibt, die so ein Format auf die Beine stellen und den Menschen etwas geben.“

Ähnlich empfand es Dennis Zwickert, Sänger des Indie-Pop-Trios „In my days“. „Wir haben vorher recherchiert und bemerkt, dass es eines der größten Festivals seiner Art ist. Das ist schon eine tolle Sache hier auftreten zu dürfen.“ Vor allem die Vielfältigkeit zwischen altem Steinkohlekraftwerk und Weser begeisterte die Drei. „Wir sind nach unserer Ankunft über das Gelände gezogen. Von Techno bis zu der Kinder-Spielezone, in der Alkoholverbot herrscht, ist alles mit dabei.“ Bei ihrem Streifzug bildete sich Gitarrist Charly Schröder auch eine Meinung zum Publikum: „Bei den großen Festivals ist es so, dass die Besucher eher wegen der Musik kommen. Die Musikfans gibt es hier auch. Aber ein Großteil kommt sicher auch, um ausschließlich Party zu machen.“

Bekannt auch aus der Casting-Sendung „X-Faktor“: Dennis Zwickert von „In my days“.
Bekannt auch aus der Casting-Sendung „X-Faktor“: Dennis Zwickert von „In my days“.

Die Magdeburger müssen es wissen, schließlich wurden sie bereits für das „Rock im Park“ in Nürnberg gebucht. Die Gegend rund um Nürnberg ist die Heimat von „Eskalation“. Die Ska-Band spielte zwar „nur“ auf der kleineren Bahndammbühne, hatte aber das Gelände vor der Bühne bereits nach wenigen Akkorden gefüllt. „Die Ska-Band, die klassisch auch auf drei Bläser setzt“, ließ es richtig krachen und gönnte dem Publikum nur wenige Verschnaufpausen.

Und hätte sich Sänger Frank Schmidpeter nicht vor wenigen Wochen einen Außenbandriss im Knöchel zugezogen, wäre die Show der sieben Musiker sicher noch energiegeladener gewesen.

Frank Schmidpeter, Sänger bei „Eskalation“, rockte auch im Sitzen.
Frank Schmidpeter, Sänger bei „Eskalation“, rockte auch im Sitzen.

Trotzdem ließen die Franken der auf ihrer Homepage gemachten Ansage „100 Prozent Vollgas“ auch Taten folgen. Wer die Band am Wochenende in Veltheim verpasst hat, bekommt in der Region aber noch eine zweite Chance. „Eskalation“ wird auch am Samstag, 17. August, beim Open Air in Stemwede spielen.

„Turbostaat“ aus Flensburg mit Sänger Jan Windmeier waren einer der Hauptacts.

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VeltheimQualität zum Nulltarif: So erlebten die Bands das Festival "Umsonst und Draußen" in VeltheimChristian BendigPorta Westfalica-Veltheim (cb). Dass umsonst nicht auch gleichbedeutend mit billig ist, unterstrich das „Umsonst & Draußen“-Festivals in Veltheim nachhaltig. Vor allem die Hauptacts am Samstagabend hatten es in sich und begeisterten das Publikum. Indes kristallisierte sich eine in Norddeutschland fast unbekannte Band heraus, die man zukünftig jedoch auf dem Zettel haben sollte. „Turbostaat“, „Neonschwarz“ oder auch „In my Days“ – alles Bandnamen, die Musikfans irgendwann schon einmal untergekommen sind. Die Hip-Hopper von „Neonschwarz“, die ihren Band-Mittelpunkt in Hamburg haben, spielten bereits bei großen Festivals wie dem „Hurricane“ oder auch dem „South- side“. Veranstaltungen, die in diesem Sommer bereits 70.000 beziehungsweise 60.000 Besucher anlockten. „Wir spielen tatsächlich das erste Mal bei einem ,Umsonst & Draußen-Festival'“, wie Sängerin „Marie Curry“ betonte und vom Charme des Konzepts begeistert war: „Wir kommen selber aus Kleinstädten. Es ist cool, dass es Veranstalter gibt, die so ein Format auf die Beine stellen und den Menschen etwas geben.“ Ähnlich empfand es Dennis Zwickert, Sänger des Indie-Pop-Trios „In my days“. „Wir haben vorher recherchiert und bemerkt, dass es eines der größten Festivals seiner Art ist. Das ist schon eine tolle Sache hier auftreten zu dürfen.“ Vor allem die Vielfältigkeit zwischen altem Steinkohlekraftwerk und Weser begeisterte die Drei. „Wir sind nach unserer Ankunft über das Gelände gezogen. Von Techno bis zu der Kinder-Spielezone, in der Alkoholverbot herrscht, ist alles mit dabei.“ Bei ihrem Streifzug bildete sich Gitarrist Charly Schröder auch eine Meinung zum Publikum: „Bei den großen Festivals ist es so, dass die Besucher eher wegen der Musik kommen. Die Musikfans gibt es hier auch. Aber ein Großteil kommt sicher auch, um ausschließlich Party zu machen.“ Die Magdeburger müssen es wissen, schließlich wurden sie bereits für das „Rock im Park“ in Nürnberg gebucht. Die Gegend rund um Nürnberg ist die Heimat von „Eskalation“. Die Ska-Band spielte zwar „nur“ auf der kleineren Bahndammbühne, hatte aber das Gelände vor der Bühne bereits nach wenigen Akkorden gefüllt. „Die Ska-Band, die klassisch auch auf drei Bläser setzt“, ließ es richtig krachen und gönnte dem Publikum nur wenige Verschnaufpausen. Und hätte sich Sänger Frank Schmidpeter nicht vor wenigen Wochen einen Außenbandriss im Knöchel zugezogen, wäre die Show der sieben Musiker sicher noch energiegeladener gewesen. Trotzdem ließen die Franken der auf ihrer Homepage gemachten Ansage „100 Prozent Vollgas“ auch Taten folgen. Wer die Band am Wochenende in Veltheim verpasst hat, bekommt in der Region aber noch eine zweite Chance. „Eskalation“ wird auch am Samstag, 17. August, beim Open Air in Stemwede spielen.