Costedt

Wer will Weserbogen-Campingplatz kaufen?

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Idylle am Südlichen See. Der Badeplatz (nicht die Wasserfläche) gehört zum Paket, das die kommunale Weserbogen-Gesellschaft verkaufen möchte. MT- - © Foto: Dirk Haunhorst
Idylle am Südlichen See. Der Badeplatz (nicht die Wasserfläche) gehört zum Paket, das die kommunale Weserbogen-Gesellschaft verkaufen möchte. MT- (© Foto: Dirk Haunhorst)

Porta Westfalica-Costedt (dh). Die kommunale Freizeitanlage Großer Weserbogen soll verkauft werden. Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der Weserbogen gGmbH haben sich zu diesem Schritt entschlossen. Entsprechende MT-Informationen bestätigte Geschäftsführer Dieter Watermann gestern auf Anfrage. Das formelle Interessenbekundungsverfahren beginnt in der kommenden Woche mit Veröffentlichungen in Medien wie dem Mindener Tageblatt.

Ziel sei ein Verkauf zu beginn des Jahres 2020, damit der neue Eigentümer die neue Saison frühzeitig planen kann. sagte Watermann. Potentielle Käufer haben sich i immer wieder mal nach dem zehn Hektar großen Areal mit Campinganlage, Badeplatz sowie Verwaltung- und Gastronomiegebäuden erkundigt. Mit dem Interessenbekundungsverfahren haben sich der Kreis Minden-Lübbecke und die Stadt Porta Westfalica als Träger der Anlage offiziell für die Verkaufsoption entschieden und sich – zunächst – von anderen Lösungen verabschiedet.

Offen ist weiterhin, ob es in diesem Sommer noch einen Kioskbetrieb gibt. Ein Versuch ist offenbar an Kommunikationsproblemen gescheitert. Yannik Nuffer, Caterer aus Enger, war nach anfänglichen Missverständnissen darüber, wer sich bei wem wieder melden sollte, scheinbar mit Dieter Watermann einig geworden, den Kioskbetrieb im Juli zu starten. Doch als Nuffer am Donnerstag voriger Woche mit Sack und Pack anrückte, habe er den Kiosk nicht in dem verabredeten Zustand vorgefunden. „Es ist gar nichts passiert. Es gab keine Grundreinigung, das Wasser war nicht angestellt und der Geschäftsführer nicht erreichbar.“ Für ihn sei das Thema Weserbogen durch, sagte Nuffer gestern.

Dieter Watermann sieht die Sache anders. Die elektrischen Leitungen seien wie besprochen von einem Unternehmen geprüft worden. Das Wasser sei zwar abgestellt gewesen, was aber leicht zu ändern sei. Und von einer Grundreinigung sei nie die Rede gewesen. Watermann: „Ich habe gesagt, dass ich dort Grund reinbringe.“ Die Kosten für einen komplett bezugsfertigen Kiosk wären unverhältnismäßig gewesen, wenn man bedenke, dass der Betreiber die Nebenkosten, aber keine Pacht bezahlen solle. Gleichwohl habe er noch eine Grundreinigung veranlasst, von Nuffer aber nichts mehr gehört.

Nun versucht Watermann, mit Joey-Chantal Meis ins Geschäft zu kommen. Die Camperin hatte bei einer Zufallsbegegnung ihr Interesse am Kiosk bekundet (MT vom 27. Juni). Da zuvor einiges zu klären ist, müssen Weserbogen-Gäste zumindest bis August auf Snacks und Getränke warten.

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CostedtWer will Weserbogen-Campingplatz kaufen?Porta Westfalica-Costedt (dh). Die kommunale Freizeitanlage Großer Weserbogen soll verkauft werden. Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der Weserbogen gGmbH haben sich zu diesem Schritt entschlossen. Entsprechende MT-Informationen bestätigte Geschäftsführer Dieter Watermann gestern auf Anfrage. Das formelle Interessenbekundungsverfahren beginnt in der kommenden Woche mit Veröffentlichungen in Medien wie dem Mindener Tageblatt. Ziel sei ein Verkauf zu beginn des Jahres 2020, damit der neue Eigentümer die neue Saison frühzeitig planen kann. sagte Watermann. Potentielle Käufer haben sich i immer wieder mal nach dem zehn Hektar großen Areal mit Campinganlage, Badeplatz sowie Verwaltung- und Gastronomiegebäuden erkundigt. Mit dem Interessenbekundungsverfahren haben sich der Kreis Minden-Lübbecke und die Stadt Porta Westfalica als Träger der Anlage offiziell für die Verkaufsoption entschieden und sich – zunächst – von anderen Lösungen verabschiedet. Offen ist weiterhin, ob es in diesem Sommer noch einen Kioskbetrieb gibt. Ein Versuch ist offenbar an Kommunikationsproblemen gescheitert. Yannik Nuffer, Caterer aus Enger, war nach anfänglichen Missverständnissen darüber, wer sich bei wem wieder melden sollte, scheinbar mit Dieter Watermann einig geworden, den Kioskbetrieb im Juli zu starten. Doch als Nuffer am Donnerstag voriger Woche mit Sack und Pack anrückte, habe er den Kiosk nicht in dem verabredeten Zustand vorgefunden. „Es ist gar nichts passiert. Es gab keine Grundreinigung, das Wasser war nicht angestellt und der Geschäftsführer nicht erreichbar.“ Für ihn sei das Thema Weserbogen durch, sagte Nuffer gestern. Dieter Watermann sieht die Sache anders. Die elektrischen Leitungen seien wie besprochen von einem Unternehmen geprüft worden. Das Wasser sei zwar abgestellt gewesen, was aber leicht zu ändern sei. Und von einer Grundreinigung sei nie die Rede gewesen. Watermann: „Ich habe gesagt, dass ich dort Grund reinbringe.“ Die Kosten für einen komplett bezugsfertigen Kiosk wären unverhältnismäßig gewesen, wenn man bedenke, dass der Betreiber die Nebenkosten, aber keine Pacht bezahlen solle. Gleichwohl habe er noch eine Grundreinigung veranlasst, von Nuffer aber nichts mehr gehört. Nun versucht Watermann, mit Joey-Chantal Meis ins Geschäft zu kommen. Die Camperin hatte bei einer Zufallsbegegnung ihr Interesse am Kiosk bekundet (MT vom 27. Juni). Da zuvor einiges zu klären ist, müssen Weserbogen-Gäste zumindest bis August auf Snacks und Getränke warten.