Ulli Fuchs übernimmt das Flugplatzrestaurant „Airfield“ Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Vennebeck (mt). Darauf haben Piloten, Fluggäste und viele andere Besucher des Fluggeländes in Vennebeck seit einem Jahr gewartet: Das Flugplatzrestaurant „Airfield" hat einen neuen Betreiber. Und der darf jetzt auch loslegen. gestern hat Ulli Fuchs die Konzession erhalten. Die hätte der 63-Jährige gerne bereits Anfang Juni in Händen gehalten. Damals hatte er den Pachtvertrag mit der Flugplatzbetriebsgesellschaft (FBG) unterzeichnet. Das Prozedere habe recht lange gedauert, beklagt Fuchs. Er hat auch kein Verständnis dafür, dass nicht einmal eine vorläufige Konzession bewilligt wurde. Eine solche Erlaubnis wäre jedoch nur möglich gewesen, wenn Fuchs einen laufenden Betrieb übernommen hätte, sagt Detlef Brand vom Sachgebiet für Ordnung und Sicherheit in Porta. Da der Gastronomiebetrieb aber seit fast einem Jahr unterbrochen gewesen sei, hätten die kompletten Unterlagen vorliegen müssen. „Gerade bei Gaststätten ist die Prüfung der Zuverlässigkeit sehr hoch angesiedelt." Allerdings hätte Fuchs durchaus schon nicht-alkoholische Getränke ausschenken oder einen Imbiss servieren dürfen. Die Konzession beziehe sich ausdrücklich auf die Ausgabe alkoholischer Getränke. Fuchs widerspricht und meint, er habe zwischenzeitlich von der Verwaltung andere Informationen erhalten. Trotz der Verzögerungen und des Ärgers der vergangenen Monate will der Gastwirt nun nach vorne schauen und das Airfield mit Leben füllen. Die Einrichtung wurde bereits aufgemöbelt. Ein paar Vorbereitungen sind aber noch zu treffen, dazu zählt wesentlich die Einstellung von Personal. Zwei Leute seien wegen der unklaren Konzessionsfrage zwischenzeitlich abgesprungen, sagt Fuchs. „Sehr ärgerlich." Die FBG hatte bereits im vorigen Jahr Kontakte zu ihm geknüpft. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Portaner Unternehmer Michael Nehrmann, langjähriger Getränkelieferant am Airfield und laut Fuchs ein „alter Freund". Offizieller Pächter und Betreiber des Airfield ist die „Sparwirt UG" mit der Geschäftsführerin Traude Nehrmann. Fuchs fungiert als Stellvertreter. Ulli Fuchs, gelernter Koch und Kellner, hat nach eigenen Angaben schon mehr als 40 Läden gehabt. Oft habe er die Betriebe kurze Zeit gepachtet, auf Vordermann gebracht und sei dann weitergezogen. Das Engagement im Airfield soll ein Langfristiges sein. „Hier möchte ich bleiben", sagt der Löhner. FBG-Geschäftsführer Volker Brinkmann ist erleichtert, dass der Airfield- Betrieb nun richtig anlaufen kann. Die Erfahrungen mit Fuchs, der im Laufe des vergangenen halben Jahres mithilfe einer Gestattung zu bestimmten Anlässen einen Bierwagen betreiben konnte, seien vielversprechend. Seine Art komme beim Publikum offensichtlich gut an. Für die FBG ist das Flugplatzrestaurant nicht nur wegen der Pachteinnahmen wichtig. Fehlende Gastronomie bedeutet auch Einbußen bei den Landegebühren, denn manche Piloten flogen an Vennebeck vorbei, weil es dort nicht einmal einen Kaffee gab. Auch Besucher, die gerne mal als Gäste mitfliegen, blieben dem Flugplatz fern. Andere wiederum unternahmen Radausflüge am Weserbogen in der Hoffnung auf eine Getränke- oder Kuchenpause und kehren verärgert um, weil sie von der Schließung des Restaurants nichts gehört hatten. Die jüngste Geschichte des Airfield verlief äußert wechselhaft. Nach einer Kernsanierung war die Gaststätte mit neuem Pächter im April 2017 wieder eröffnet worden. Eine Sommersaison lang bot das Restaurant unter dem Namen „Hangar 17" Speisen und Getränke an. Doch schon im nächsten Frühjahr war wieder Schluss, der Pächter ging. Kurzfristig übernahm ein Nachfolger, das Lokal hieß wieder Airfield. Doch auch dies war nur ein Intermezzo und die Räume blieben geschlossen – in einer traumhaften Sommersaison. Ulli Fuchs hat bereits Pläne für den Außenbereich, wo sich 80 Prozent des Betriebs abspielen. Der neue Pächter möchte eine Beachanlage bauen. Wie teuer wird das? Fuchs überlegt: „50.000 Euro sind schnell weg", sagt er dann.

Ulli Fuchs übernimmt das Flugplatzrestaurant „Airfield“

Ulli Fuchs darf jetzt auch alkoholsche Getränke ausschenken. Der neue Pächter hätte gerne schon Anfang Juni losgelegt. Doch eine vorläufige Konzession hatte er nicht bekommen. MT-Foto: Dirk Haunhorst © haunhorst

Porta Westfalica-Vennebeck (mt). Darauf haben Piloten, Fluggäste und viele andere Besucher des Fluggeländes in Vennebeck seit einem Jahr gewartet: Das Flugplatzrestaurant „Airfield" hat einen neuen Betreiber. Und der darf jetzt auch loslegen. gestern hat Ulli Fuchs die Konzession erhalten.

Die hätte der 63-Jährige gerne bereits Anfang Juni in Händen gehalten. Damals hatte er den Pachtvertrag mit der Flugplatzbetriebsgesellschaft (FBG) unterzeichnet. Das Prozedere habe recht lange gedauert, beklagt Fuchs. Er hat auch kein Verständnis dafür, dass nicht einmal eine vorläufige Konzession bewilligt wurde.

Eine solche Erlaubnis wäre jedoch nur möglich gewesen, wenn Fuchs einen laufenden Betrieb übernommen hätte, sagt Detlef Brand vom Sachgebiet für Ordnung und Sicherheit in Porta. Da der Gastronomiebetrieb aber seit fast einem Jahr unterbrochen gewesen sei, hätten die kompletten Unterlagen vorliegen müssen. „Gerade bei Gaststätten ist die Prüfung der Zuverlässigkeit sehr hoch angesiedelt." Allerdings hätte Fuchs durchaus schon nicht-alkoholische Getränke ausschenken oder einen Imbiss servieren dürfen. Die Konzession beziehe sich ausdrücklich auf die Ausgabe alkoholischer Getränke.

Fuchs widerspricht und meint, er habe zwischenzeitlich von der Verwaltung andere Informationen erhalten. Trotz der Verzögerungen und des Ärgers der vergangenen Monate will der Gastwirt nun nach vorne schauen und das Airfield mit Leben füllen. Die Einrichtung wurde bereits aufgemöbelt. Ein paar Vorbereitungen sind aber noch zu treffen, dazu zählt wesentlich die Einstellung von Personal. Zwei Leute seien wegen der unklaren Konzessionsfrage zwischenzeitlich abgesprungen, sagt Fuchs. „Sehr ärgerlich."

Die FBG hatte bereits im vorigen Jahr Kontakte zu ihm geknüpft. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Portaner Unternehmer Michael Nehrmann, langjähriger Getränkelieferant am Airfield und laut Fuchs ein „alter Freund". Offizieller Pächter und Betreiber des Airfield ist die „Sparwirt UG" mit der Geschäftsführerin Traude Nehrmann. Fuchs fungiert als Stellvertreter.

Ulli Fuchs, gelernter Koch und Kellner, hat nach eigenen Angaben schon mehr als 40 Läden gehabt. Oft habe er die Betriebe kurze Zeit gepachtet, auf Vordermann gebracht und sei dann weitergezogen. Das Engagement im Airfield soll ein Langfristiges sein. „Hier möchte ich bleiben", sagt der Löhner.

FBG-Geschäftsführer Volker Brinkmann ist erleichtert, dass der Airfield- Betrieb nun richtig anlaufen kann. Die Erfahrungen mit Fuchs, der im Laufe des vergangenen halben Jahres mithilfe einer Gestattung zu bestimmten Anlässen einen Bierwagen betreiben konnte, seien vielversprechend. Seine Art komme beim Publikum offensichtlich gut an.

Für die FBG ist das Flugplatzrestaurant nicht nur wegen der Pachteinnahmen wichtig. Fehlende Gastronomie bedeutet auch Einbußen bei den Landegebühren, denn manche Piloten flogen an Vennebeck vorbei, weil es dort nicht einmal einen Kaffee gab. Auch Besucher, die gerne mal als Gäste mitfliegen, blieben dem Flugplatz fern. Andere wiederum unternahmen Radausflüge am Weserbogen in der Hoffnung auf eine Getränke- oder Kuchenpause und kehren verärgert um, weil sie von der Schließung des Restaurants nichts gehört hatten.

Die jüngste Geschichte des Airfield verlief äußert wechselhaft. Nach einer Kernsanierung war die Gaststätte mit neuem Pächter im April 2017 wieder eröffnet worden. Eine Sommersaison lang bot das Restaurant unter dem Namen „Hangar 17" Speisen und Getränke an. Doch schon im nächsten Frühjahr war wieder Schluss, der Pächter ging. Kurzfristig übernahm ein Nachfolger, das Lokal hieß wieder Airfield. Doch auch dies war nur ein Intermezzo und die Räume blieben geschlossen – in einer traumhaften Sommersaison.

Ulli Fuchs hat bereits Pläne für den Außenbereich, wo sich 80 Prozent des Betriebs abspielen. Der neue Pächter möchte eine Beachanlage bauen. Wie teuer wird das? Fuchs überlegt: „50.000 Euro sind schnell weg", sagt er dann.

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