Porta Westfalica

„Mehr Transparenz geht nicht“

veröffentlicht

Porta Westfalica (mt/dh). Die Geschäftsführung des Rollstuhlherstellers Invacare widerspricht den Vorwürfen des Betriebsrates (MT vom 29. Mai). Dieser hatte in einer Presseerklärung mitgeteilt, von den schlechten Geschäftszahlen überrascht zu sein und vergeblich um Aufklärung gebeten zu haben. Gespräche mit der Geschäftsführung hätten wenig Konkretes ergeben.

Geschäftsführer Hansjörg Reiner entgegnet, dass der Betriebsrat seit Jahren regelmäßig die Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Bilanzen des Unternehmens erhalte. „Die aktuellen Zahlen haben wir dem Betriebsrat in persönlichen Gesprächen vorgelegt und Fragen beantwortet.“

Die Ergebnisse der Unternehmensanalyse seien dem Betriebsrat übergeben worden worden. „Zudem haben wir dem Betriebsrat, auf dessen eigenen Wunsch, bereits vor Wochen einen Wirtschaftsberater genehmigt, um sich die Zahlen und Analyseergebnisse im Detail erklären zu lassen. Mehr Transparenz und Unterstützung geht nicht.“

Auch sei die Geschäftsführung bereit, dem Betriebsrat einen juristischen Beistand zu genehmigen und zu bezahlen. Die erste Anfrage hierzu sei vom Betriebsrat falsch gestellt worden und habe zu Verzögerungen geführt. Der neue Antrag liege nun vor und werde in Kürze genehmigt.

Die Geschäftsleitung habe den Betriebsrat eingeladen, nach der Analyse die nötigen Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln. „Bedauerlicherweise hat er diese Bitte abgelehnt. Daher werden wir nun einen Vorschlag erarbeiten und dem Betriebsrat vorlegen“, so Reiner. Erst dann stehe fest, welche Schritte erforderlich seien, um den Standort zu erhalten. Somit könne es noch keine Verhandlungen über Veränderungen geben.

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Porta Westfalica„Mehr Transparenz geht nicht“Porta Westfalica (mt/dh). Die Geschäftsführung des Rollstuhlherstellers Invacare widerspricht den Vorwürfen des Betriebsrates (MT vom 29. Mai). Dieser hatte in einer Presseerklärung mitgeteilt, von den schlechten Geschäftszahlen überrascht zu sein und vergeblich um Aufklärung gebeten zu haben. Gespräche mit der Geschäftsführung hätten wenig Konkretes ergeben. Geschäftsführer Hansjörg Reiner entgegnet, dass der Betriebsrat seit Jahren regelmäßig die Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Bilanzen des Unternehmens erhalte. „Die aktuellen Zahlen haben wir dem Betriebsrat in persönlichen Gesprächen vorgelegt und Fragen beantwortet.“ Die Ergebnisse der Unternehmensanalyse seien dem Betriebsrat übergeben worden worden. „Zudem haben wir dem Betriebsrat, auf dessen eigenen Wunsch, bereits vor Wochen einen Wirtschaftsberater genehmigt, um sich die Zahlen und Analyseergebnisse im Detail erklären zu lassen. Mehr Transparenz und Unterstützung geht nicht.“ Auch sei die Geschäftsführung bereit, dem Betriebsrat einen juristischen Beistand zu genehmigen und zu bezahlen. Die erste Anfrage hierzu sei vom Betriebsrat falsch gestellt worden und habe zu Verzögerungen geführt. Der neue Antrag liege nun vor und werde in Kürze genehmigt. Die Geschäftsleitung habe den Betriebsrat eingeladen, nach der Analyse die nötigen Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln. „Bedauerlicherweise hat er diese Bitte abgelehnt. Daher werden wir nun einen Vorschlag erarbeiten und dem Betriebsrat vorlegen“, so Reiner. Erst dann stehe fest, welche Schritte erforderlich seien, um den Standort zu erhalten. Somit könne es noch keine Verhandlungen über Veränderungen geben.