Harald Gülzow (rechts) wird in Porta die Proben der Brunnenbesitzer annehmen. Foto: Gerhard Seybert/pr - © Seybert / VSR-Gewässerschutz e.V.
Harald Gülzow (rechts) wird in Porta die Proben der Brunnenbesitzer annehmen. Foto: Gerhard Seybert/pr (© Seybert / VSR-Gewässerschutz e.V.)

Porta Westfalica/Geldern

Verein untersucht Brunnenwasser

veröffentlicht

Porta Westfalica/Geldern (mt/dh). Das Wasser aus dem eigenen Gartenbrunnen ist für viele eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser. Kinder wollen planschen und das Gemüse sowie die Blumen müssen täglich bewässert werden. „Für diese Verwendung braucht Brunnenwasser keine Trinkwasserqualität aufweisen“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im Verein VSR-Gewässerschutz. „Allerdings raten wir dringend, Gesundheitsgefahren auszuschließen.“ So verschmutzten Nitrate und Pestizide das Grundwasser landwirtschaftlich intensiv genutzter Regionen. Auch könnten Krankheitserreger ins Wasser geraten.

Ob das eigene Brunnenwasser zum Befüllen des Planschbeckens, zum Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, können die Portaner am Labormobil des Vereins erfahren. Es hält am Dienstag, 28. Mai, in der Hauptstraße (Hausberge) neben dem Marktbrunnen. Wasserproben nehmen Milan Toups, Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst, und der Physiker und Projektleiter Harald Gülzow von 9 bis 11 Uhr am Labormobil entgegen. Eine Grunduntersuchung auf den Nitrat- , Säure- und Salzgehalt kostet zwölf Euro. Die Bürger erhalten die Ergebnisse noch während des Ortstermins. Gegen weitere Kostenbeteiligungen werden Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien angeboten. Das Ergebnis dieser Analysen wird zugesandt.

Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät anhand der Messergebnisse, wofür das Brunnenwasser geeignet ist. .Außerdem beantwortet Harald Gülzow immer freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer (0 28 31) 9 76 33 42. Damit die Ergebnisse aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff.

Die Umweltorganisation möchte beim Thema Wasserqualität die breite Öffentlichkeit einbeziehen. „Brunnennutzer haben das gleiche Ziel wie wir: unbelastetes Grundwasser.“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow. . Messergebnisse werden regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlich zu machen.

Seit 38 Jahren engagiert sich die Umweltschutzorganisation für den Schutz des Grund- und Oberflächenwassers. VSR ist die Abkürzung des ursprünglichen Namens „Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse“. Der VSR- Gewässerschutz entstand als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen im Rheineinzugssystem.

Ausführlich widmet sich er Verein dem Thema Nitrat. „Bringen Landwirte und Gartenbaubetriebe Gülle, Gärreste und Mineraldünger auf, besteht immer die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser gelangt.“ Dadurch werde von Brunnenwasser. Wasser mit höheren Nitratkonzentrationen sei aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Trinken geeignet. Auch die Verwendung zum Befüllen eines Planschbeckens oder Teichs werde eingeschränkt. Beim Gießen sei es wichtig, die Nitratkonzentration zu kennen. „Eine Nitratanreicherung im Gemüse kann man verhindern, indem Nährstoffe aus dem Gießwasser bei der Düngung angerechnet werden.“

Nitrat könne im Grundwasser aber auch abgebaut werden. Allerdings entstehe dabei gelöstes Eisen. Eine hohe Eisenkonzentration verfärbe das Wasser gelblich. Das sei nicht nur unschön, sondern könne beim Gießen zu Pflanzenschäden führen. Außerdem könnten die Ablagerungen Leitungen verstopfen und Geräte schädigen, so der VSR.

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Porta Westfalica/GeldernVerein untersucht BrunnenwasserPorta Westfalica/Geldern (mt/dh). Das Wasser aus dem eigenen Gartenbrunnen ist für viele eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser. Kinder wollen planschen und das Gemüse sowie die Blumen müssen täglich bewässert werden. „Für diese Verwendung braucht Brunnenwasser keine Trinkwasserqualität aufweisen“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im Verein VSR-Gewässerschutz. „Allerdings raten wir dringend, Gesundheitsgefahren auszuschließen.“ So verschmutzten Nitrate und Pestizide das Grundwasser landwirtschaftlich intensiv genutzter Regionen. Auch könnten Krankheitserreger ins Wasser geraten. Ob das eigene Brunnenwasser zum Befüllen des Planschbeckens, zum Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, können die Portaner am Labormobil des Vereins erfahren. Es hält am Dienstag, 28. Mai, in der Hauptstraße (Hausberge) neben dem Marktbrunnen. Wasserproben nehmen Milan Toups, Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst, und der Physiker und Projektleiter Harald Gülzow von 9 bis 11 Uhr am Labormobil entgegen. Eine Grunduntersuchung auf den Nitrat- , Säure- und Salzgehalt kostet zwölf Euro. Die Bürger erhalten die Ergebnisse noch während des Ortstermins. Gegen weitere Kostenbeteiligungen werden Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien angeboten. Das Ergebnis dieser Analysen wird zugesandt. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät anhand der Messergebnisse, wofür das Brunnenwasser geeignet ist. .Außerdem beantwortet Harald Gülzow immer freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer (0 28 31) 9 76 33 42. Damit die Ergebnisse aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff. Die Umweltorganisation möchte beim Thema Wasserqualität die breite Öffentlichkeit einbeziehen. „Brunnennutzer haben das gleiche Ziel wie wir: unbelastetes Grundwasser.“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow. . Messergebnisse werden regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlich zu machen. Seit 38 Jahren engagiert sich die Umweltschutzorganisation für den Schutz des Grund- und Oberflächenwassers. VSR ist die Abkürzung des ursprünglichen Namens „Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse“. Der VSR- Gewässerschutz entstand als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen im Rheineinzugssystem. Ausführlich widmet sich er Verein dem Thema Nitrat. „Bringen Landwirte und Gartenbaubetriebe Gülle, Gärreste und Mineraldünger auf, besteht immer die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser gelangt.“ Dadurch werde von Brunnenwasser. Wasser mit höheren Nitratkonzentrationen sei aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Trinken geeignet. Auch die Verwendung zum Befüllen eines Planschbeckens oder Teichs werde eingeschränkt. Beim Gießen sei es wichtig, die Nitratkonzentration zu kennen. „Eine Nitratanreicherung im Gemüse kann man verhindern, indem Nährstoffe aus dem Gießwasser bei der Düngung angerechnet werden.“ Nitrat könne im Grundwasser aber auch abgebaut werden. Allerdings entstehe dabei gelöstes Eisen. Eine hohe Eisenkonzentration verfärbe das Wasser gelblich. Das sei nicht nur unschön, sondern könne beim Gießen zu Pflanzenschäden führen. Außerdem könnten die Ablagerungen Leitungen verstopfen und Geräte schädigen, so der VSR.