Vennebeck

Invacare muss sparen

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Geschäftsführung des Rollstuhl-Herstellers verhandelt mit Betriebsrat

Invacare steckt in Schwierigkeiten. MT-Foto: T. Lieske - © Lieske
Invacare steckt in Schwierigkeiten. MT-Foto: T. Lieske (© Lieske)

Porta Westfalica-Vennebeck (dh). Geschäftsleitung und Betriebsrat des Rollstuhlherstellers Invacare verhandeln über Einsparungen. Ob und in welchen Umfang Personal abgebaut wird, dazu wollte sich Geschäftsführer Hansjörg Reiner gestern auf MT-Anfrage nicht äußern.

Nach der Analysephase, die im Januar begann, gehe es in den Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite darum, welche Einsparpotenziale umgesetzt würden, sagte Reiner. Ein Ergebnis liege womöglich erst am Jahresende vor.

Wie im Januar berichtet, steckt das Invacare-Werk in Vennebeck in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Ergebnis 2018 sei „hochgradig negativ“ gewesen und eine Effizienzsteigerung dringend notwendig, unterstrich Reiner gestern. Er hatte zu Jahresbeginn gemeinsam mit seinem Kollegen Roland Betz die Geschäftsleitung übernommen, um das angeschlagene Werk wieder auf Kurs zu bringen. Auf die Frage, ob er zuversichtlich sei, das Steuer herumreißen zu können, sagte Reiner: „Da ist meine Aufgabe.“

Invacare beschäftigte im Januar noch 280 Mitarbeiter, ungefähr ein halbes Dutzend hätten in den vergangenen Monaten von sich aus gekündet, so Reiner. Die Geschäftsleitung habe in der Zwischenzeit erste Verbesserungen umgesetzt, dazu zählten Optimierungen im Frachtbereich und Nachverhandlungen mit Lieferanten. Die wesentlichen Änderungen werden mit dem Betriebsrat verhandelt.

Wettbewerb und Kostendruck nähmen deutlich zu und die Digitalisierung wirke sich auf Geschäftsprozesse, Produkte und Produktion aus, hatte die Geschäftsleitung im Januar mitgeteilt. Oberstes Ziel sei der Standorterhalt.

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VennebeckInvacare muss sparenGeschäftsführung des Rollstuhl-Herstellers verhandelt mit BetriebsratPorta Westfalica-Vennebeck (dh). Geschäftsleitung und Betriebsrat des Rollstuhlherstellers Invacare verhandeln über Einsparungen. Ob und in welchen Umfang Personal abgebaut wird, dazu wollte sich Geschäftsführer Hansjörg Reiner gestern auf MT-Anfrage nicht äußern. Nach der Analysephase, die im Januar begann, gehe es in den Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite darum, welche Einsparpotenziale umgesetzt würden, sagte Reiner. Ein Ergebnis liege womöglich erst am Jahresende vor. Wie im Januar berichtet, steckt das Invacare-Werk in Vennebeck in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Ergebnis 2018 sei „hochgradig negativ“ gewesen und eine Effizienzsteigerung dringend notwendig, unterstrich Reiner gestern. Er hatte zu Jahresbeginn gemeinsam mit seinem Kollegen Roland Betz die Geschäftsleitung übernommen, um das angeschlagene Werk wieder auf Kurs zu bringen. Auf die Frage, ob er zuversichtlich sei, das Steuer herumreißen zu können, sagte Reiner: „Da ist meine Aufgabe.“ Invacare beschäftigte im Januar noch 280 Mitarbeiter, ungefähr ein halbes Dutzend hätten in den vergangenen Monaten von sich aus gekündet, so Reiner. Die Geschäftsleitung habe in der Zwischenzeit erste Verbesserungen umgesetzt, dazu zählten Optimierungen im Frachtbereich und Nachverhandlungen mit Lieferanten. Die wesentlichen Änderungen werden mit dem Betriebsrat verhandelt. Wettbewerb und Kostendruck nähmen deutlich zu und die Digitalisierung wirke sich auf Geschäftsprozesse, Produkte und Produktion aus, hatte die Geschäftsleitung im Januar mitgeteilt. Oberstes Ziel sei der Standorterhalt.