Barkhausen

Freilichtbühne zeigt "Robin Hood Junior"

Michael Grundmeier

Kostüme und Bühnenbild der neuen Inszenierung zeigen die Liebe des Regisseurs zum Detail. Foto: Michael Grundmeier - © Picasa
Kostüme und Bühnenbild der neuen Inszenierung zeigen die Liebe des Regisseurs zum Detail. Foto: Michael Grundmeier (© Picasa)

Porta Westfalica-Barkhausen (mig). Die Proben laufen seit Monaten und jetzt, so kurz vor der Premiere, auf Hochtouren. „Die Schauspieler sind sehr engagiert und geben wirklich alles“, unterstreicht Marco Knille, der bei „Robin Hood Junior“ Regie führt. Knille stand bereits als Kind regelmäßig auf der Bühne. Später machte er Ausbildungen zum Erzieher und Theater- und Tanzpädagogen, als Regisseur ist er mittlerweile an vielen Orten bekannt.

Erst vor Kurzem bekam Knille ein Angebot aus Irland, das er aber wegen seines Engagements für die Freilichtbühne absagen musste. Der gebürtige Osnabrücker war in den letzten Jahren als Regisseur an verschiedenen Bühnen, wie der Freilichtbühne Lohne und dem Fabriktheater Wettringen tätig. Er inszenierte Stücke aus den Bereichen Theater und Musical wie Norway Today, Der Zauberer von Oz, The Wedding Singer, The last five years, Sherlock Holmes und Herr der Diebe. Sein Debüt an der Freilichtbühne hat Knille übrigens auch mit einem Märchenstoff („Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Sommer 2018).

Kostüme und Bühnenbild der neuen Inszenierung zeigen die Liebe des Regisseurs zum Detail. Foto: Michael Grundmeier - © Picasa
Kostüme und Bühnenbild der neuen Inszenierung zeigen die Liebe des Regisseurs zum Detail. Foto: Michael Grundmeier (© Picasa)

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht Knille besonderen Spaß. Kinder seien meist offener als Erwachsene: „Sie lassen viel mehr auf Dinge ein.“ Vielleicht folgerichtig ist „Robin Hood Junior“ ein „Coming-of-Age“-Stück, „es geht um den jungen Robin und wie er zu Robin Hood wird“, erklärt der Regisseur. Die Handlung, die dem von Jan Radermacher geschriebenen und Timo Riegelsberger vertonten Stück zugrundeliegt, ist schnell erzählt: Robin, ein junges Waisenkind, streift durchs Land und lebt von der Hand in den Mund. Von denen, die zu viel haben, nimmt er sich das, was er zum Leben braucht. Sein Weg führt ihn auch in das ärmliche Nest Nottingham. Hier trifft er die selbstbewusste Maid Marian, aber auch den miesen Sheriff, dem er den Rosenkranz klaut. Robin flüchtet in den Wald, wo er auf ein seltsames Trio trifft: ein Eichhörnchen, ein Wildschwein und einen Bären, die tatsächlich sprechen können. Gemeinsam mit der Maid Marian, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein cooles Abenteuer, versuchen die Freunde den Zauber zu brechen.

Schon nach ein paar Minuten Probe wird deutlich, was das Stück ausmacht: Es sprüht vor Witz und Action und zieht den Zuschauer durch die temperamentvolle Musik und eine flott erzählte, packende Handlung in seinen Bann. Die Kostüme sind detailliert ausgearbeitet: Der Sheriff von Nottingham trägt eine goldene „Hasi“-Kette und die erst vierjährige Leonie Tigges wird zum Schmetterling. „Leonie kann trotz ihres jungen Alters schon toll spielen“, lobt Knille seine jüngste Schauspielerin. Letztendlich seien aber alle rund 60 Akteure „mit großer Leidenschaft und Talent“ gesegnet. „Die wollen endlich loslegen und freuen sich alle schon sehr auf die Premiere“. Erstaunlich gut klingen auch die Songs, die die Figuren während des „Musicals“ vortragen (vor allem von Robin und Marian hervor). „Wir haben Gesang und Tanz mit den Schauspielern einstudiert, es gibt sogar eine Gesangslehrerin.“

Natürlich hat auch Knille seine Handschrift in die Inszenierung eingebracht. Da sind beispielsweise die vielen Details, die sich im Bühnenbild und im Schauspiel wiederfinden. „Bei Marco gibt es auf der ganzen Bühne etwas zu entdecken und auch beim mehrmaligen Schauen wird einem immer noch etwas Neues auffallen“, sagt Astrid Volkmann von der Freilichtbühne. Ähnlich spannend sind die politischen Anspielungen, die im Stück zu finden sind („Nottingham first“). „Das Stück ist so angelegt, dass es mehrere Ebenen hat, sodass sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß haben“, sagt Knille. Entscheidend sei, die Intelligenz von Kindern nicht zu unterschätzen, sie als Zuschauer ernst zu nehmen.

Seine Premiere hat „Robin Hood Junior“ am Sonntag, 26. Mai, ab 16.30 Uhr. Der Vorverkauf ist angelaufen.

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BarkhausenFreilichtbühne zeigt "Robin Hood Junior"Michael GrundmeierPorta Westfalica-Barkhausen (mig). Die Proben laufen seit Monaten und jetzt, so kurz vor der Premiere, auf Hochtouren. „Die Schauspieler sind sehr engagiert und geben wirklich alles“, unterstreicht Marco Knille, der bei „Robin Hood Junior“ Regie führt. Knille stand bereits als Kind regelmäßig auf der Bühne. Später machte er Ausbildungen zum Erzieher und Theater- und Tanzpädagogen, als Regisseur ist er mittlerweile an vielen Orten bekannt. Erst vor Kurzem bekam Knille ein Angebot aus Irland, das er aber wegen seines Engagements für die Freilichtbühne absagen musste. Der gebürtige Osnabrücker war in den letzten Jahren als Regisseur an verschiedenen Bühnen, wie der Freilichtbühne Lohne und dem Fabriktheater Wettringen tätig. Er inszenierte Stücke aus den Bereichen Theater und Musical wie Norway Today, Der Zauberer von Oz, The Wedding Singer, The last five years, Sherlock Holmes und Herr der Diebe. Sein Debüt an der Freilichtbühne hat Knille übrigens auch mit einem Märchenstoff („Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Sommer 2018). Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht Knille besonderen Spaß. Kinder seien meist offener als Erwachsene: „Sie lassen viel mehr auf Dinge ein.“ Vielleicht folgerichtig ist „Robin Hood Junior“ ein „Coming-of-Age“-Stück, „es geht um den jungen Robin und wie er zu Robin Hood wird“, erklärt der Regisseur. Die Handlung, die dem von Jan Radermacher geschriebenen und Timo Riegelsberger vertonten Stück zugrundeliegt, ist schnell erzählt: Robin, ein junges Waisenkind, streift durchs Land und lebt von der Hand in den Mund. Von denen, die zu viel haben, nimmt er sich das, was er zum Leben braucht. Sein Weg führt ihn auch in das ärmliche Nest Nottingham. Hier trifft er die selbstbewusste Maid Marian, aber auch den miesen Sheriff, dem er den Rosenkranz klaut. Robin flüchtet in den Wald, wo er auf ein seltsames Trio trifft: ein Eichhörnchen, ein Wildschwein und einen Bären, die tatsächlich sprechen können. Gemeinsam mit der Maid Marian, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein cooles Abenteuer, versuchen die Freunde den Zauber zu brechen. Schon nach ein paar Minuten Probe wird deutlich, was das Stück ausmacht: Es sprüht vor Witz und Action und zieht den Zuschauer durch die temperamentvolle Musik und eine flott erzählte, packende Handlung in seinen Bann. Die Kostüme sind detailliert ausgearbeitet: Der Sheriff von Nottingham trägt eine goldene „Hasi“-Kette und die erst vierjährige Leonie Tigges wird zum Schmetterling. „Leonie kann trotz ihres jungen Alters schon toll spielen“, lobt Knille seine jüngste Schauspielerin. Letztendlich seien aber alle rund 60 Akteure „mit großer Leidenschaft und Talent“ gesegnet. „Die wollen endlich loslegen und freuen sich alle schon sehr auf die Premiere“. Erstaunlich gut klingen auch die Songs, die die Figuren während des „Musicals“ vortragen (vor allem von Robin und Marian hervor). „Wir haben Gesang und Tanz mit den Schauspielern einstudiert, es gibt sogar eine Gesangslehrerin.“ Natürlich hat auch Knille seine Handschrift in die Inszenierung eingebracht. Da sind beispielsweise die vielen Details, die sich im Bühnenbild und im Schauspiel wiederfinden. „Bei Marco gibt es auf der ganzen Bühne etwas zu entdecken und auch beim mehrmaligen Schauen wird einem immer noch etwas Neues auffallen“, sagt Astrid Volkmann von der Freilichtbühne. Ähnlich spannend sind die politischen Anspielungen, die im Stück zu finden sind („Nottingham first“). „Das Stück ist so angelegt, dass es mehrere Ebenen hat, sodass sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß haben“, sagt Knille. Entscheidend sei, die Intelligenz von Kindern nicht zu unterschätzen, sie als Zuschauer ernst zu nehmen. Seine Premiere hat „Robin Hood Junior“ am Sonntag, 26. Mai, ab 16.30 Uhr. Der Vorverkauf ist angelaufen.