Kleinenbremen

Erfolgreicher Kleinenbremer Klüngel -- trotz niedriger Temperaturen und Regen

Stefan Lyrath

Am Meierhof-Backhaus spielte der Musikzug Möllenbeck, in der Kirche später noch das Sinfonische Blasorchester Schaumburg. - © lyrath
Am Meierhof-Backhaus spielte der Musikzug Möllenbeck, in der Kirche später noch das Sinfonische Blasorchester Schaumburg. (© lyrath)

Porta Westfalica-Kleinenbremen (Ly). Zu kalt für Mai, vereinzelt etwas Regen: Das ideale „Klüngel“-Wetter sieht anders aus. Trotzdem hat der Kleinenbremer Großflohmarkt am Sonntag mit fast 230 Ständen einen neuen Rekord aufgestellt. „Ganz schön voll“, stellt Christina Wagner fest, die den „Lütgenbremer Klüngel“ zusammen mit Rainer Besser organisiert und auch selbst einen Stand hat.

Klönen und Schnäppchen jagen: Auf dem „Lütgenbremer Klüngel“ trifft man sich. Fotos: Stefan Lyrath - © lyrath
Klönen und Schnäppchen jagen: Auf dem „Lütgenbremer Klüngel“ trifft man sich. Fotos: Stefan Lyrath (© lyrath)

Nach zehn Jahren ist die Veranstaltung längst zum Selbstläufer geworden. Bei der Standvergabe vor wenigen Wochen hatten 233 potenzielle Aussteller Stellflächen gekauft. „Ein paar sind dann zuhause geblieben. Vielleicht lag’s am Wetter“, spricht Rainer Besser von einer einstelligen Zahl. Dennoch: „Es ist wieder der Bär los.“ Die bisherige Bestmarke lag bei 222 Ständen und stammte aus dem Jahr 2017. „Klüngel“-Veranstalter ist der TuS Kleinenbremen, der Erlös fließt in den Erhalt der Turnhalle.

Kerstin Winnacker aus Bückeburg, die zum ersten Mal als Ausstellerin dabei ist, hatte sich zur Standvergabe in der Schule anderthalb Stunden lang in eine Schlange gestellt, um eine Stellfläche zu bekommen. Sie hat es nicht bereut. „Ich find’s genial hier“, sagte Kerstin Winnacker und zählt auf: „Zulauf ohne Ende, moderate Standgebühren, keine professionellen Händler, familiäre Stimmung. Ich komme nicht aus Kleinenbremen und hatte sofort Kontakt.“

Hinzu kommt: „Man muss kein Flohmarkt-Gänger sein und kommt trotzdem auf seine Kosten“, so Heino Heine vom Heimatverein Kleinenbremen. Parallel laufen nämlich ein Mahl- und Backtag der Heimatfreunde, ein Konzert des Portaner Stadtkulturrings mit dem Musikzug Möllenbeck sowie diesmal eine offene Probe des Sinfonischen Blasorchesters Schaumburg in der Kirche.

„Wie viele Menschen sich hier im Dorf tummeln, ist phänomenal“, meint Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins und an diesem Sonntag als Hobby-Müller im Einsatz. „Weil es so kalt ist, hatten wir das gar nicht erwartet.“ Caselitz, Eckhard Bruß, Heino Heine und Werner Wippermann erklären Besuchern die Technik der mehr als 200 Jahre alten Mönkhoffschen Wassermühle. „Über den Tag verteilt hatten wir etwa 150 Gäste, darunter sehr viele Auswärtige“, schätzt Werner Wippermann. „Alle waren sehr wissbegierig.“

Im Meierhof-Backhaus werden nach und nach 310 Brote sowie 40 Bleche mit Butterkuchen in den Doppelofen namens „Fridolin“ geschoben. Ein Teil der Brote wird geschmiert serviert. Gegen 15 Uhr meldet die Backgruppe des Heimatvereins: „Ausverkauft!“ Walter Caselitz bedauert: „Mehr geben die Kapazitäten der Öfen nicht her.“ Dabei ist Bäckermeister Klaus Lindemeier tagelang um 4 Uhr aufgestanden, um die Öfen zu befeuern und Vorbereitungen zu treffen. Zum Glück gibt es die Cafeteria des Schul-Fördervereins.

Als es gegen 15 Uhr etwas länger regnet, packen die ersten Standbetreiber zusammen, drei Stunden vor Schließung des Flohmarktes. Vermutlich sind sie mit dem Umsatz trotzdem zufrieden.

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KleinenbremenErfolgreicher Kleinenbremer Klüngel -- trotz niedriger Temperaturen und RegenStefan LyrathPorta Westfalica-Kleinenbremen (Ly). Zu kalt für Mai, vereinzelt etwas Regen: Das ideale „Klüngel“-Wetter sieht anders aus. Trotzdem hat der Kleinenbremer Großflohmarkt am Sonntag mit fast 230 Ständen einen neuen Rekord aufgestellt. „Ganz schön voll“, stellt Christina Wagner fest, die den „Lütgenbremer Klüngel“ zusammen mit Rainer Besser organisiert und auch selbst einen Stand hat. Nach zehn Jahren ist die Veranstaltung längst zum Selbstläufer geworden. Bei der Standvergabe vor wenigen Wochen hatten 233 potenzielle Aussteller Stellflächen gekauft. „Ein paar sind dann zuhause geblieben. Vielleicht lag’s am Wetter“, spricht Rainer Besser von einer einstelligen Zahl. Dennoch: „Es ist wieder der Bär los.“ Die bisherige Bestmarke lag bei 222 Ständen und stammte aus dem Jahr 2017. „Klüngel“-Veranstalter ist der TuS Kleinenbremen, der Erlös fließt in den Erhalt der Turnhalle. Kerstin Winnacker aus Bückeburg, die zum ersten Mal als Ausstellerin dabei ist, hatte sich zur Standvergabe in der Schule anderthalb Stunden lang in eine Schlange gestellt, um eine Stellfläche zu bekommen. Sie hat es nicht bereut. „Ich find’s genial hier“, sagte Kerstin Winnacker und zählt auf: „Zulauf ohne Ende, moderate Standgebühren, keine professionellen Händler, familiäre Stimmung. Ich komme nicht aus Kleinenbremen und hatte sofort Kontakt.“ Hinzu kommt: „Man muss kein Flohmarkt-Gänger sein und kommt trotzdem auf seine Kosten“, so Heino Heine vom Heimatverein Kleinenbremen. Parallel laufen nämlich ein Mahl- und Backtag der Heimatfreunde, ein Konzert des Portaner Stadtkulturrings mit dem Musikzug Möllenbeck sowie diesmal eine offene Probe des Sinfonischen Blasorchesters Schaumburg in der Kirche. „Wie viele Menschen sich hier im Dorf tummeln, ist phänomenal“, meint Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins und an diesem Sonntag als Hobby-Müller im Einsatz. „Weil es so kalt ist, hatten wir das gar nicht erwartet.“ Caselitz, Eckhard Bruß, Heino Heine und Werner Wippermann erklären Besuchern die Technik der mehr als 200 Jahre alten Mönkhoffschen Wassermühle. „Über den Tag verteilt hatten wir etwa 150 Gäste, darunter sehr viele Auswärtige“, schätzt Werner Wippermann. „Alle waren sehr wissbegierig.“ Im Meierhof-Backhaus werden nach und nach 310 Brote sowie 40 Bleche mit Butterkuchen in den Doppelofen namens „Fridolin“ geschoben. Ein Teil der Brote wird geschmiert serviert. Gegen 15 Uhr meldet die Backgruppe des Heimatvereins: „Ausverkauft!“ Walter Caselitz bedauert: „Mehr geben die Kapazitäten der Öfen nicht her.“ Dabei ist Bäckermeister Klaus Lindemeier tagelang um 4 Uhr aufgestanden, um die Öfen zu befeuern und Vorbereitungen zu treffen. Zum Glück gibt es die Cafeteria des Schul-Fördervereins. Als es gegen 15 Uhr etwas länger regnet, packen die ersten Standbetreiber zusammen, drei Stunden vor Schließung des Flohmarktes. Vermutlich sind sie mit dem Umsatz trotzdem zufrieden.